Groblernziel der gehaltenen Unterrichtsstunde ist, dass die Schüler ihren Wortschatz um das Wortfeld "La familia" unter vertiefender Behandlung der Possessivpronomen erweitern, indem sie das neue Vokabular in einem situativen Kontext anwenden.
Die SuS schulen ihre Kompetenz des Hörverstehens, indem sie erstens dem Semantisierungsgespräch folgen und darauf reagieren können, zweitens die beschriebenen Familienmitglieder erraten und drittens bei der Präsentation einzelne Familienmitglieder benennen können. Die SuS fördern ihre grammatische Kompetenz, indem sie in den einzelnen Unterrichtsphasen die jeweils passenden Possessivpronomen anwenden und somit vertiefen.
Inhaltsverzeichnis des Unterrichtsentwurfs
1. Beschreibung der Lerngruppe
2. Unterrichtszusammenhang
3. Sachanalyse
4. Didaktische Analyse
5. Lernziele
6. Methodische Überlegungen
Zielsetzung und thematischer Fokus
Ziel der Unterrichtseinheit ist es, den Wortschatz der Schülerinnen und Schüler zum Themenfeld "la familia" zu erweitern und den Gebrauch der spanischen Possessivpronomen in einem authentischen, situativen Kontext zu vertiefen sowie anzuwenden.
- Erweiterung des Lexik-Wortfeldes "la familia" anhand der Lehrbuchfigur Iker.
- Vertiefender Gebrauch und Reaktivierung der Possessivpronomen (mi, tu, su, nuestro/a, etc.).
- Förderung der funktionalen kommunikativen Kompetenzen im Bereich des interaktiven Sprechens.
- Einsatz von Rollenkarten zur simulativen Vorstellung von Familienkonstellationen.
- Schulung der Hör- und Schreibkompetenz durch Partnerarbeitsphasen und Rätselcharakter.
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
In der heutigen Stunde werden aus der Perspektive der Lehrwerksperson Iker Lexeme des Wortfeldes la familia (die Familie) semantisiert. Neben dem Oberbegriff la familia werden folgende Familienmitglieder eingeführt: el hermano, la hermana / el padre, la madre / el hijo, la hija / el abuelo, la abuela / el tío, la tía / el primo, la prima / el nieto, la nieta (Bruder, Schwester / Vater, Mutter / Sohn, Tochter / Opa, Oma / Onkel, Tante / Cousin, Cousine / Enkel, Enkelin). Die Semantisierung erfolgt gemeinsam mit der Reaktivierung der Possessivpronomen mi, tu, su (mein (e), sein(e), ihr(e), dein(e)). Sie richten sich in Genus und Numerus nach dem Substantiv vor dem sie stehen. Anders als im Deutschen kann man im Spanischen in der dritten Person Singular nicht wissen, ob der „Besitzer“ eine männliche oder eine weibliche Person ist. Esta es su familia (das ist seine / ihre Familie), deshalb werden die Mitglieder zwar aus der Perspektive Ikers eingeführt, z.B. su hermana (seine Schwester), an der Tafel werden sie allerdings mit dem Artikel verschriftlicht: la hermana (die Schwester). Bei der Anwendung beschreiben die SuS ein Mitglied aus Ikers Familie, ohne dessen Name zu nennen und wenden dabei das Possessivpronomen mi an (mein, meine).
Einige SuS bekommen die Namen der Zwillingsbrüder oder des Cousins und der Cousine zusammen, so dass sie die Pronomen nuestro und nuestra (unser, unsere) eventuell auch nuestros und nuestras (unsere) anwenden. Die Possessivbegleiter nuestro/-a und vuestro/-a haben eine maskuline und eine feminine Form, alle anderen nur Singular und Plural.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung der Lerngruppe: Die Lerngruppe wird als motivierte, leistungsstarke Klasse charakterisiert, bei der die Integration einer Muttersprachlerin sowie das soziale Miteinander im Vordergrund stehen.
2. Unterrichtszusammenhang: Die Stunde ist in die Lektion 2 des Lehrwerks "Puente al español 1" eingebettet und baut auf dem Vorwissen über die Lehrbuchfigur Iker auf.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die sprachlichen Anforderungen, insbesondere die Einführung des Wortfeldes "Familie" und die grammatikalische Anwendung der Possessivpronomen.
4. Didaktische Analyse: Hier wird der Bezug zum Kerncurriculum hergestellt und die Wahl des Themas sowie die methodische Reduktion der Lexeme begründet.
5. Lernziele: Definition der Grob- und Feinlernziele, die Kompetenzen in Hörverstehen, Schreiben, Sprechen und Grammatik umfassen.
6. Methodische Überlegungen: Darlegung des Stundenverlaufs, von der Bildimpuls-gesteuerten Einführung bis hin zur Anwendung in Rollenspielen.
Schlüsselwörter
Spanischunterricht, Wortfeld Familie, Possessivpronomen, Unterrichtsentwurf, Lehrbuch, Iker, Kommunikative Kompetenz, Sprachaufnahme, Rollenkarten, Semantisierung, Unterrichtsgestaltung, Sprachverarbeitung, Grammatik, Sekundarstufe I, Vokabelarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundlegend?
Die Arbeit beschreibt einen Entwurf für einen Prüfungsunterricht im Fach Spanisch, der sich mit der Einführung und Anwendung des Wortfeldes "la familia" sowie dem Gebrauch von Possessivpronomen befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsstunde?
Im Zentrum steht die Familie der Lehrbuchfigur Iker, deren Beschreibung und die Einbettung in den situativen Kontext einer Vorstellung von Verwandtschaftsbeziehungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Lehrkraft?
Das Hauptziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler den neuen Wortschatz zum Thema Familie in einem situativen Kontext anwenden und dabei die entsprechenden Possessivpronomen sicher gebrauchen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung genutzt?
Es wird ein lerngelenktes Semantisierungsgespräch genutzt, gefolgt von Partnerarbeitsphasen mit Rollenkarten, um eine aktive Sprachproduktion zu fördern.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, die didaktische Einordnung in das Kerncurriculum und die detaillierten methodischen Überlegungen zum Unterrichtsverlauf.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit kennzeichnen?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Spanischunterricht, Wortfeld Familie, Possessivpronomen, Kommunikative Kompetenz und Unterrichtsgestaltung definieren.
Warum wurden die Rollenkarten selbst erstellt?
Da das verwendete Lehrwerk für das gewählte Wortfeld zwar Leseverstehensaufgaben bietet, jedoch keine ausreichende Übung zur aktiven Sprechkompetenz bereitstellt, hat die Lehrkraft eigene Materialien entwickelt.
Wie gehen die Schülerinnen und Schüler mit der sprachlichen Ambiguität der dritten Person um?
Da das Spanische im Gegensatz zum Deutschen zwischen "sein" und "ihr" bei Possessivpronomen nicht unterscheidet, wird dies im Unterricht explizit thematisiert, um die korrekte grammatikalische Anwendung trotz dieser Uneindeutigkeit zu üben.
Welche Rolle spielt die Muttersprachlerin in diesem Kurs?
Die Muttersprachlerin ist gut in die Gruppe integriert, wird jedoch aufgrund von Sprachbarrieren eher selten als direkte Expertin eingesetzt und stattdessen gelegentlich für Hörverstehensübungen genutzt.
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- Jule Binanzer (Author), 2014, Anwendung des Wortfeldes "la familia" mit vertiefendem Gebrauch der Possessivpronomen (8. Klasse Spanisch), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1248623