In diesem Unterrichtsentwurf für die 4. Klasse im Fach Deutsch steht der Kinderroman "Susis/Pauls geheimes Tagebuch" von Christine Nöstlinger im Fokus. Es handelt sich um eine Prüfungslehrprobe zur Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt
an Grundschulen. Das Thema der vorgestellten Stunde lautet: "Vielleicht haue ich wirklich ab – Entwicklung und Verschriftlichung einer Schreibidee zum Fortgang der Geschichte". Die Arbeit enthält eine Analyse der Lernbedingungen, eine Sachorientierung und didaktische Überlegungen. Im Anschluss werden die Lernziele der Stunde sowie Methoden und Medien vorgestellt. Im Anhang befinden sich die Unterrichtsunterlagen.
Inhaltsverzeichnis
1 Analyse der Lernbedingungen
1.1 Zur Situation der Klasse
1.2 Fachliche und methodische Voraussetzungen
1.3 Organisatorische Voraussetzungen
2 Sachorientierung
2.1 Analyse der Ganzschrift
2.2 Analyse des Kapitels
3 Didaktische Überlegungen
4 Lernziele der Stunde
5 Methoden und Medien
7 Anhang
I Übersicht und Begründung der Unterrichtseinheit
II Tabellarische Verlaufsplanung
III Tafelbild
IV Arbeitsblatt
V Differenzierungsangebot
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülern einen handlungs- und produktionsorientierten Zugang zum Kinderroman „Susis/Pauls geheimes Tagebuch“ zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage bzw. didaktische Intention liegt darin, durch Empathiebildung und Perspektivübernahme ein vertieftes Textverständnis zu fördern und bei den Kindern eine dauerhafte Lesemotivation zu etablieren.
- Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
- Auseinandersetzung mit Identität und Lebenswelt der Romanfiguren
- Förderung der Empathiefähigkeit bei komplexen sozialen Situationen
- Schriftstellerische Auseinandersetzung mit Romanereignissen
Auszug aus dem Buch
2.1 Analyse der Ganzschrift
Bei der ausgewählten Ganzschrift von Christine Nöstlinger „Susis geheimes Tagebuch/ Pauls geheimes Tagebuch“ handelt es sich um einen Kinderroman, der in Tagebuchform verfasst ist. Das Buch umfasst insgesamt 128 Seiten und besitzt einen beidseitigen Zugang, so dass jeweils auf 64 Seiten die Geschichte aus der Sicht von Susi sowie aus der Sicht von Paul erzählt wird. Die recht große Schrift und der Blocksatz geben dem Buch eine gewisse Übersichtlichkeit. Die insgesamt 60 enthaltenen schwarz-weißen Illustrationen im Comicstil, welche teilweise eine ganze Buchseite füllen, untermalen zusätzlich das jeweilige Geschehen.
Die Tagebucheinträge erstrecken sich beidseitig über einen Zeitraum von Anfang September bis Ende Oktober und verlaufen linear, so dass ein logischer Handlungsstrang nachvollzogen werden kann. Die verwendete Ich-Perspektive beider Erzähler sowie der fast mündlich anmutende Sprachstil, verdeutlichen die Subjektivität und beschreiben sehr detailliert die unterschiedliche emotionale Beteiligung der Hauptfiguren. Des Weiteren zeichnet sich die im Buch verwendete Sprache durch einige österreichische Begriffe und Redewendungen aus, über die auch geübte Leser manchmal stolpern können. Viele dieser Begriffe lassen sich aber direkt aus dem Kontext heraus erschließen oder ergeben sich aus dem genaueren Betrachten der Illustrationen. Auch die vermehrte Verwendung von Artikeln, erscheint deutschsprachigen Lesern zunächst ungewohnt, verleiht aber dem Erzählstil einen gewissen Charme und untermauert zusätzlich den zuvor schon angesprochenen mündlichen Schreibstil.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Analyse der Lernbedingungen: Analyse der klassenspezifischen Gegebenheiten sowie der fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für den Unterricht.
2 Sachorientierung: Analyse des Kinderromans von Christine Nöstlinger und des spezifischen Textausschnitts, der das psychologische Handeln der Protagonisten beleuchtet.
3 Didaktische Überlegungen: Begründung des handlungs- und produktionsorientierten Ansatzes zur Förderung von Empathie und Lesemotivation.
4 Lernziele der Stunde: Übersicht über kognitive und sozial-affektive Zielsetzungen für die geplante Unterrichtseinheit.
5 Methoden und Medien: Darlegung des methodischen Ablaufs inklusive Einleitung, Hauptphase und Abschlusspräsentation.
7 Anhang: Enthält ergänzende Planungsunterlagen wie die Begründung der Unterrichtseinheit, Verlaufspläne, Tafelbilder und Differenzierungsmaterialien.
Schlüsselwörter
Christine Nöstlinger, Susis geheimes Tagebuch, Pauls geheimes Tagebuch, Literaturunterricht, Grundschule, Lesemotivation, Handlungs- und produktionsorientierung, Perspektivübernahme, Empathie, Tagebuch, Unterrichtsplanung, Schreibaufgabe, Textanalyse, Identitätsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit konzipiert eine Unterrichtseinheit für das Fach Deutsch in der 4. Klasse, die sich mit dem Kinderroman „Susis/Pauls geheimes Tagebuch“ von Christine Nöstlinger befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Themen Freundschaft, Identitätsfindung, Perspektivwechsel sowie der Umgang mit schwierigen familiären Situationen und emotionaler Distanz.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, den Schülern durch aktive, handlungs- und produktionsorientierte Methoden eine intensive Auseinandersetzung mit dem Text zu ermöglichen und ihre Empathiefähigkeit zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts verwendet, um Schüler dazu anzuregen, in die Gefühlswelt der Figuren einzutauchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl die Analyse der Lernbedingungen und der Ganzschrift als auch die detaillierte didaktische und methodische Planung einer konkreten Unterrichtsstunde.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Schreibaufgabe, Tagebuch, Perspektive, Empathie, Differenzierung und handlungsorientiertes Lernen.
Warum entscheidet sich die Lehrkraft gegen einen klassischen Sitzkreis im Plenum?
Aufgrund räumlicher Einschränkungen und der Notwendigkeit des freien Zugriffs auf die Ganzschrift sowie die Arbeitsmaterialien wird ein Frontalunterricht in der Erarbeitungsphase bevorzugt.
Welche Rolle nimmt der "Vorlesestuhl" in der Präsentationsphase ein?
Der Vorlesestuhl dient als ritueller Ort der Präsentation, an dem ausgewählte Schüler ihre Ergebnisse vorstellen, um dem Vorgetragenen einen wertschätzenden Rahmen zu verleihen.
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- Johanna Bürmann (Author), 2011, Eine handlungs- und produktionsorientierte Auseinandersetzung mit dem Kinderroman "Susis/Pauls geheimes Tagebuch". Unterrichtsentwurf für die 4. Klasse im Fach Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1244312