Die Arbeit behandelt zwei Kapitel aus der "Institutio musica" - jenes spätantiken Musiktraktats des Boethius, mit welchem der römische Gelehrte die musikalische Autorität schlechthin für das Mittelalter wurde und durch welchen das mittelalterliche Musikverständnis entscheidend geprägt wurde. Das Hauptaugenmerk der Abhandlung liegt daher auf historischen, philologischen und philosophischen Fragen - schon deshalb, weil Boethius selbst ein ausgezeichneter Kenner auch der griechischen Antike war.
So werden zunächst einige biografische Aspekte, dann Quellen, derer Boethius sich bediente, wie auch die Rezeption des Traktats im Mittelalter erwähnt. Den zentralen Punkt der Arbeit bildet jedoch eine exemplarische Übersetzung des achten und neuten Kapitels aus dem 1. Buch der Institutio musica samt einem Kommentar, einer darauf folgenden Interpretation und einem abschließenden Glossar, in welchem die wichtigsten lateinischen Begriffe des Originaltextes mit der dort zutreffenden Übersetzung geliefert werden. - Insgesamt gibt die Arbeit unter Rückgriff auf die aktuelle Forschungsliteratur einen wichtigen Einblick in Fragen, die sich aus heutiger Sicht an einen lateinischen Musiktraktat stellen lassen.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitendes
- Biografisches
- Quellen und zentrale Schriften
- Eine offene Frage
- Rezeption im Mittelalter
- Prinzipien der Übersetzung
- Liber primus, VIII. & VIIII. – Übersetzung
- Anhang
- Anmerkungen zur Übersetzung
- Interpretation der Kapitel VIII und VIIII.
- Glossar
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Kapitel VIII und IX aus dem ersten Buch von Boethius' "De institutione musica". Ziel ist die Übersetzung und Interpretation dieser Kapitel im Kontext der Musiktheorie zwischen Antike und Mittelalter. Die Arbeit beleuchtet Boethius' Leben und Werk sowie die Rezeption seiner Musiktheorie.
- Boethius' Leben und Werk
- Quellen und Schriften Boethius'
- Übersetzungsprinzipien
- Interpretation der Kapitel VIII und IX
- Rezeption der Boethianischen Musiktheorie im Mittelalter
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung (Kapitel 1) skizziert kurz das Leben Boethius', seine wichtigsten Quellen und Schriften, eine offene Frage zu seinen Texten und seine Rezeption im Mittelalter. Es folgt eine Beschreibung der Prinzipien der Übersetzung der Kapitel VIII und IX aus dem ersten Buch von "De institutione musica". Die Übersetzung der Kapitel selbst wird präsentiert, gefolgt von einem Anhang mit Anmerkungen zur Übersetzung und einer Interpretation der Kapitel. Ein Glossar der wichtigsten Begriffe rundet die Arbeit ab.
Schlüsselwörter
Boethius, De institutione musica, Musiktheorie, Antike, Mittelalter, Übersetzung, Interpretation, Rezeption, Griechische Harmonik, Lateinische Musiktheorie.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bedeutung hat Boethius für die Musiktheorie?
Boethius war mit seinem Traktat „De institutione musica“ die maßgebliche musikalische Autorität des Mittelalters und prägte das Musikverständnis dieser Zeit entscheidend.
Worum geht es in den Kapiteln VIII und IX des ersten Buches?
Diese Kapitel behandeln spezifische theoretische Grundlagen der antiken Harmonik, die in dieser Arbeit übersetzt und kommentiert werden.
Welche Quellen nutzte Boethius für seine Schriften?
Er griff als profunder Kenner auf die griechische Antike zurück und vermittelte deren Wissen an die lateinischsprachige Welt.
Wie wurde sein Werk im Mittelalter rezipiert?
Sein Traktat wurde zur Standardquelle für die musikalische Ausbildung im Quadrivium der mittelalterlichen Universitäten.
Was bietet der Anhang dieser Arbeit?
Er enthält eine Interpretation der übersetzten Kapitel sowie ein Glossar der wichtigsten lateinischen Fachbegriffe.
- Arbeit zitieren
- Hans Gebhardt (Autor:in), 2007, Boethius, De institutione musica libri quinque – Liber primus, VIII. & VIIII., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124020