Stigmatisierung und Diskriminierung stellen ein enormes Problem für Menschen mit psychischen Störungen dar. Nicht-Inanspruchnahme von Behandlungsangeboten, soziale Exklusion und verringerte Lebensqualität zählen zu den Folgen und stellen für die Betroffenen extreme Belastungen dar. Stigmatisierung und negative Vorurteile über Menschen mit psychischen Störungen existieren jedoch immer noch in unserer Gesellschaft.
Diese Bachelorthesis erforscht, wie Stigmatisierung und Diskriminierung gegenüber Menschen mit psychischen Störungen bekämpft werden können. Dazu wurden die bereits existierenden Konzepte zur Bekämpfung von Stigmatisierung erforscht und aus Sicht der Sozialen Arbeit bewertet. Dazu wurde folgende Forschungsfrage gestellt: "Welche Konzepte zur Bewältigung von Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Störungen existieren bereits und wie sind diese aus Sicht der Sozialen Arbeit zu bewerten?"
Dabei wurden hinsichtlich der sozialarbeiterischen Perspektive verschiedene Bewertungskriterien entwickelt. Die Bewertung der Konzepte zeigt, dass diese in vielen Punkten dem Handeln der Sozialen Arbeit entsprechen. Jedoch zeigte sich die Evaluation als größte Schwachstelle der Antistigma-Konzepte. Basierend auf den Ergebnissen stellt sich die Verwendung der Konzepte, nach Optimierung der Schwachstellen, im Rahmen der Sozialen Arbeit als sinnvoll dar. Soziale Arbeit sollte sich an der Arbeit in Antistigma-Konzepten beteiligen und muss die Bekämpfung von Stigmatisierung zur Aufgabe haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Menschen mit psychischen Störungen in Deutschland
- Definition und Klassifikation psychischer Störungen
- Prävalenz psychischen Störungen
- Ätiologie psychischer Störungen
- Therapie psychischer Störungen
- Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen
- Terminologie: Stigma, Stigmatisierung, Diskriminierung
- Stigma-Konzept
- Stigma-Prozess
- Arten von Stigmatisierung
- Öffentliche Stigmatisierung
- Selbststigmatisierung
- Mediale Darstellung von psychischen Störungen
- Auswirkungen von Stigmatisierung
- Konzepte zur Überwindung von Stigmatisierung
- Bekämpfung von Stigmatisierung auf öffentlicher Ebene
- Bewältigung von Selbststigmatisierung auf individueller Ebene
- Beurteilung der Konzepte aus Perspektive der Sozialen Arbeit
- Definition Soziale Arbeit
- Kriterien zur Beurteilung der Konzepte
- Beurteilung der Konzepte
- Diskussion
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorthesis befasst sich mit der Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen und analysiert bestehende Konzepte zur Bekämpfung dieser Problematik aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Das Ziel ist es, die Forschungsfrage „Welche Konzepte zur Bewältigung von Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Störungen existieren bereits und wie sind diese aus Sicht der Sozialen Arbeit zu bewerten?“ zu beantworten.
- Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen in Deutschland
- Definition, Prävalenz, Ätiologie und Therapie von psychischen Störungen
- Das Stigma-Konzept und der Stigma-Prozess
- Arten der Stigmatisierung (öffentliche und Selbststigmatisierung)
- Konzepte zur Überwindung von Stigmatisierung aus der Perspektive der Sozialen Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen in Deutschland und verdeutlicht die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit. Kapitel 1 liefert grundlegende Informationen zu psychischen Störungen in Deutschland, einschließlich Definition, Prävalenz, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Kapitel 2 fokussiert auf die Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen, beleuchtet die Terminologie, das Stigma-Konzept und den Stigma-Prozess sowie verschiedene Formen der Stigmatisierung. Kapitel 3 stellt Konzepte zur Bewältigung von Stigmatisierung auf öffentlicher und individueller Ebene vor. Kapitel 4 definiert die Soziale Arbeit und entwickelt Bewertungskriterien für die Konzepte. Die Beurteilung der Konzepte aus der Perspektive der Sozialen Arbeit wird in Kapitel 4.3 behandelt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in Kapitel 5 diskutiert und im Fazit zusammengefasst, um die Forschungsfrage zu beantworten und einen Ausblick auf den Umgang mit den Ergebnissen und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit zu geben.
Schlüsselwörter
Stigmatisierung, Diskriminierung, psychische Störungen, Soziale Arbeit, Antistigma-Konzepte, Prävalenz, Ätiologie, Therapie, Stigma-Konzept, Stigma-Prozess, Selbststigmatisierung, öffentliche Stigmatisierung, mediale Darstellung, Auswirkungen von Stigmatisierung, Bewertungskriterien.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich öffentliche Stigmatisierung von Selbststigmatisierung?
Öffentliche Stigmatisierung umfasst Vorurteile und Diskriminierung durch die Gesellschaft, während Selbststigmatisierung bedeutet, dass Betroffene diese negativen Stereotypen verinnerlichen.
Welche Auswirkungen hat Stigmatisierung auf psychisch kranke Menschen?
Folgen sind soziale Exklusion, eine verringerte Lebensqualität und die Tendenz, notwendige Behandlungsangebote aus Angst vor Abwertung nicht in Anspruch zu nehmen.
Wie können Antistigma-Konzepte bewertet werden?
Die Arbeit bewertet Konzepte aus Sicht der Sozialen Arbeit anhand von Kriterien wie Evaluation, Zielgruppenansprache und Übereinstimmung mit sozialarbeiterischen Werten.
Welche Rolle spielen die Medien bei der Stigmatisierung?
Mediale Darstellungen sind oft klischeehaft oder negativ, was Vorurteile in der Öffentlichkeit verstärkt und den Stigma-Prozess befeuert.
Was ist die Aufgabe der Sozialen Arbeit im Kampf gegen Stigmatisierung?
Soziale Arbeit muss sich aktiv an Antistigma-Programmen beteiligen, Aufklärungsarbeit leisten und die Inklusion der Betroffenen fördern.
- Citation du texte
- Eva Berg (Auteur), 2020, Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen. Eine Beurteilung von bestehenden Konzepten zur Stigma-Bewältigung aus Sicht der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224872