Hierzulande wird uns vor allem durch die Medien immer wieder ein „katastrophisches“ Bild Afrikas vermittelt und durch sie auch aufrecht erhalten. Afrika - dieser Begriff wird teilweise sogar als Synonym für soziale Katastrophen verwendet (Matthies 1998: 49). Das bestehende Afrika Bild suggeriert, dass vor allem im südlichen Afrika etliche Konflikte bestehen und jederzeit neue ausbrechen könnten (Matthies 1994²:199). Die zivile Rückständigkeit diese Kontinentes wird, so scheint es, immer wieder bestätigt: hier sind zum Beispiel die in den Jahren 1991-1994 ausgebrochenen Bürgerkriege in Liberia und Somalia, sowie der Völkermord in Ruanda zu nennen. Dass es sich dabei jedoch um Extremfälle, die keineswegs repräsentativ für den gesamten afrikanische Kontinent sind, handelt (Matthies 1998:49), wird in der Berichterstattung der Medien oftmals kaum deutlich. (...)
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kriegstypen, Kriegsursachen und Kriegsbeendigung
- Friedliche Konfliktbearbeitung
- Probleme und Voraussetzungen der friedlichen Konfliktbearbeitung
- Nationale und lokale Konfliktbearbeitung
- Subregionale Konfliktbearbeitung
- Regionale Konfliktbearbeitung
- Universale Konfliktbearbeitung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die friedliche Konfliktbearbeitung in Afrika. Sie beleuchtet die Herausforderungen und Möglichkeiten friedlicher Lösungen für Konflikte auf dem Kontinent und analysiert verschiedene Akteure und Ansätze.
- Kriegstypen und -ursachen in Afrika
- Formen der friedlichen Konfliktbearbeitung
- Nationale, regionale und internationale Akteure in der Konfliktlösung
- Grenzen der friedlichen Konfliktbearbeitung
- Fallbeispiele erfolgreicher Konfliktlösungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das gängige, oft negative Afrika-Bild in den Medien dar und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtungsweise aufgrund der kulturellen und gesellschaftlichen Heterogenität des Kontinents. Kapitel zwei unterscheidet zwischen zwischenstaatlichen und innerstaatlichen Kriegen, analysiert deren Ursachen und geht auf die Rolle des „politisierten Ethnizität“ ein.
Schlüsselwörter
Afrika, Konfliktbearbeitung, Krieg, Bürgerkrieg, Frieden, Politisierte Ethnizität, zwischenstaatliche Konflikte, innerstaatliche Konflikte, Akteure, Konfliktlösung.
Häufig gestellte Fragen
Welches Bild von Afrika vermitteln westliche Medien häufig?
Medien vermitteln oft ein „katastrophisches“ Bild, das Afrika als Synonym für soziale Krisen, Bürgerkriege und Hunger darstellt, ohne die Vielfalt und Fortschritte des Kontinents zu zeigen.
Was ist der Unterschied zwischen zwischenstaatlichen und innerstaatlichen Konflikten?
Zwischenstaatliche Kriege finden zwischen Nationen statt, während innerstaatliche Konflikte (Bürgerkriege) innerhalb eines Landes ausbrechen, oft getrieben durch politisierte Ethnizität.
Welche Ebenen der friedlichen Konfliktbearbeitung gibt es?
Die Arbeit unterscheidet zwischen nationaler/lokaler, subregionaler, regionaler (z.B. Afrikanische Union) und universaler (z.B. UN) Konfliktbearbeitung.
Was bedeutet der Begriff „politisierte Ethnizität“?
Er beschreibt die Instrumentalisierung ethnischer Identitäten durch politische Führer, um Machtansprüche durchzusetzen oder Gruppen gegeneinander aufzuhetzen.
Gibt es Beispiele für erfolgreiche Konfliktlösungen in Afrika?
Ja, die Arbeit untersucht verschiedene Ansätze afrikanischer Organisationen, die zeigen, dass regionale Akteure oft effektiver in der Vermittlung und Friedenssicherung sein können.
- Citation du texte
- Alexandra Mörz (Auteur), 2003, Friedliche Konfliktbearbeitung durch afrikanische Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122414