Sprachförderung ein Thema welches in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird. Jedes vierte Kind in Deutschland spricht zu Hause eine andere Sprache als Deutsch! Daher muss gerade der Kindergarten/ die Kita diesen Part der Sprachförderung der Umgebungssprache Deutsch übernehmen. Doch wie? Dies und vieles weitere wird in dieser Facharbeit genauer unter die Lupe genommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Facharbeit
1.2 Begründung der Themenwahl mit Praxiserfahrung
2. Die Sprachentwicklung
2.1 Begriffserläuterung und Funktion von Sprache
2.2 Die Phasen der Sprachentwicklung im Alter von drei bis sechs Jahren
3. Der Spracherwerb bei Mehrsprachigkeit
3.1 Die Definition von „Mehrsprachigkeit“
3.2 Die zwei typischen Verläufe des Spracherwerbs bei mehrsprachigen Kindern
4. Die Bedeutung der Erstsprache für den Erwerb einer Zweitsprache
4.1 Der Sprachbaum nach Wendlandt
4.2 Der zweisprachige Sprachbaum
5. Sprachförderung – „Deutsch Lernen im Kindergarten“
5.1 Definition und Zielgruppe für die Sprachförderung im Kindergarten
5.2 Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern
5.2.1 Additive Sprachförderung
5.2.2 Alltagsintegrierte Sprachförderung
5.3 Grundsätze der Sprachförderung
5.4 Das Programm „Rucksack-Kita“
6. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Sprachförderung im Kindergarten, insbesondere bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern im Alter von 3-6 Jahren, und analysiert, wie pädagogische Fachkräfte den Zweitspracherwerb unter Einbeziehung der Muttersprache und der Eltern unterstützen können.
- Sprachentwicklung im Alter von 3-6 Jahren
- Mehrsprachigkeit und Spracherwerbsverläufe
- Die Bedeutung der Erstsprache für den Zweitspracherwerb
- Methoden der additiven und alltagsintegrierten Sprachförderung
- Das Programm "Rucksack-Kita" als Lösungsansatz
Auszug aus dem Buch
4.1 Der Sprachbaum nach Wendlandt
Die Entwicklung der Sprache wird nach Wendlandt mit einem Baum dargestellt (siehe Anhang: Abbildung 3). Der „Sprachbaum“ zeigt sehr schön, das Zusammenwirken der verschiedenen äußeren Faktoren und Entwicklungsbereiche. Wie jede Pflanze auch, braucht ein Baum einen nährstoffreichen Boden, sowie Sonnenlicht als Wärme zur guten Entwicklung. Dies ist einwandfrei mit der sprachlichen Entwicklung eines Kindes zu vergleichen. Es braucht die Akzeptanz und Liebe der Familie, sowie als lebensnotwendiges Wasser, die täglichen Gespräche sowie Sprachanregungen im Alltag (Nährstoffe) (vgl. Hellrung 2002, S. 45).
Die Entwicklung anhand des Sprachbaumes verläuft von unten nach oben, denn die Baumkrone (Artikulation, Wortschatz, Grammatik und Kommunikation) kann nur dann wachsen, wenn ein Baum starke Wurzeln hat. Diese wiederum können auch nur in einem nährstoffreichen Boden „wachsen“ und daher steht dieser im Fall des Kindes, für die Lebensumwelt, Kultur und Gesellschaft in der das Kind aufwächst (vgl. Hellrung 2002, S. 45).
Zu den Wurzeln gehört zum einen die Wahrnehmung, denn das Kind lernt mithilfe seiner Sinne (Hören, Sehen, Tasten), seine Umwelt eigenständig zu erkunden und zu erfahren. Eine weitere Wurzel bildet die Grob- und Feinmotorik, wodurch das Kind auf Grundlage dessen, feine Bewegungen lernen kann, die für eine deutliche Aussprache wichtig sind. Ebenfalls als Wurzeln von Bedeutung sind die Hirnreifung, geistige Entwicklung und somit ein zunehmendes Denkvermögen und Wissen über die Welt. Dies hat eine weitere Wurzel, nämlich die sozial-emotionale Entwicklung als Folge, die Fähigkeit mit anderen in Kontakt zu treten. Weitere Wurzeln liegen in den lautlichen Vorläufern der Sprache, das Schreien und Lallen (vgl. Hellrung 2002, S. 45).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Sprache für die Identitätsbildung ein und erläutert die Relevanz der Sprachförderung in einem Einwanderungsland wie Deutschland.
2. Die Sprachentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Sprache und beschreibt die spezifischen Phasen der kindlichen Sprachentwicklung im Alter von drei bis sechs Jahren.
3. Der Spracherwerb bei Mehrsprachigkeit: Hier werden Definitionen von Mehrsprachigkeit sowie die zwei typischen Verläufe – simultaner und sukzessiver Spracherwerb – detailliert dargestellt.
4. Die Bedeutung der Erstsprache für den Erwerb einer Zweitsprache: Anhand des Modells des Sprachbaums wird die essenzielle Rolle der Erstsprache als Fundament für den Erwerb einer Zweitsprache verdeutlicht.
5. Sprachförderung – „Deutsch Lernen im Kindergarten“: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über Sprachförderkonzepte, Unterscheidungen zwischen additiver und alltagsintegrierter Förderung sowie die Grundsätze der Spracharbeit und das Modell "Rucksack-Kita".
6. Reflexion: Der Autor reflektiert das erworbene Wissen im Hinblick auf seine eigene Einrichtung und beurteilt das Programm "Rucksack-Kita" als geeigneten Lösungsansatz.
Schlüsselwörter
Sprachförderung, Kindergarten, Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, Sprachentwicklung, Erstsprache, Spracherwerb, Rucksack-Kita, Sprachbaum, alltagsintegrierte Sprachförderung, pädagogische Fachkräfte, Elternarbeit, Identitätsbildung, Interkulturalität, Sprachvorbild.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und Umsetzung von Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen, insbesondere für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die kindliche Sprachentwicklung, die Herausforderungen und Chancen von Mehrsprachigkeit sowie verschiedene methodische Ansätze zur Sprachförderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Wichtigkeit der Erstsprache zu unterstreichen und aufzuzeigen, wie Sprachförderung im Kindergartenalltag unter Einbeziehung der Eltern effektiv gestaltet werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden oder Konzepte werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle wie den „Sprachbaum“ nach Wendlandt und analysiert Vorgehensweisen wie die additive und die alltagsintegrierte Sprachförderung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Sprachentwicklung, die Erläuterung von Mehrsprachigkeit sowie eine praktische Auseinandersetzung mit dem Programm „Rucksack-Kita“.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie Mehrsprachigkeit, alltagsintegrierte Sprachförderung, Erstsprache und Elternpartizipation prägen das inhaltliche Profil der Facharbeit.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Erstsprache?
Der Autor betont, dass die Erstsprache das fundamentale Fundament für den Erwerb jeder weiteren Sprache bildet und für die Identitätsentwicklung des Kindes unverzichtbar ist.
Warum wird das Programm „Rucksack-Kita“ besonders hervorgehoben?
Es wird als optimaler Lösungsansatz angesehen, da es durch die Vernetzung von Familie und Bildungssystem die Muttersprache würdigt und die Eltern aktiv als „Erziehungsexperten“ einbezieht.
Wie sollte eine pädagogische Fachkraft bei Sprachfehlern reagieren?
Der Autor empfiehlt eine „indirekte“ Korrektur durch korrektives Feedback, bei dem das Gesagte richtig wiederholt wird, ohne das Kind zu unterbrechen oder zu bewerten.
Welche Voraussetzungen nennt der Autor für eine gelungene Sprachförderung im Alltag?
Die wichtigsten Voraussetzungen sind eine sprachanregende Umgebung, ein unterstützendes soziales Umfeld sowie die Berücksichtigung der individuellen Interessen und Themen des Kindes.
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- Anonym (Author), 2022, Sprachförderung im Kindergarten - Mit Schwerpunkt auf Kinder mit Deutsch als Zweitsprache im Alter von 3-6 Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223199