Mit der Minnegrottenszene hat Gottfried ein exemple par excellence geschaffen, ein perfektes Beispiel für die Allegorie als hermeneutisches Mittel. Genau dies war der Grund, warum mit dieser Hausarbeit das Thema ‚Die Allegorie als hermeneutisches Mittel am Beispiel der Minnegrotte im ‚Tristan‘ Gottfrieds von Straßburg‘ untersuchen werden sollte. Dabei wurde sowohl auf das Werk und dessen Hintergrund eingegangen, als auch auf die Deutungsvorlage der Minnegrotte Gottfrieds. Zuvor jedoch wurden grundlegende Begriffe wie Allegorie, Minne und Minneallegorie geklärt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Hauptteil
- 2.1 Terminologie
- 2.1.1 Allegorie
- 2.1.2 Minne
- 2.1.3 Minneallegorie
- 2.2 Gottfrieds von Straßburg „Tristan“
- 2.2.1 Stoffliche Grundlage
- 2.2.2 Kurzer inhaltlicher Abriss des Romans
- 2.2.3 Die Liebesgrotte - La fossiure a la gent amant
- 2.2.3.1 Formaler Aufbau der Minnegrottenszenerie
- 2.2.3.2 Das Umfeld der Minnegrotte - Locus Amoenus
- 2.2.3.3 Die allegorische Auslegung
- 2.1 Terminologie
- 3. Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Allegorie als hermeneutisches Mittel in Gottfried von Straßburgs „Tristan“, fokussiert auf die Minnegrottenszene. Die Arbeit beleuchtet die Terminologie, den Kontext des Werkes und bietet eine Deutung der Minnegrotte im Hinblick auf ihre allegorische Bedeutung.
- Die Definition und Anwendung von Allegorie in mittelalterlichen Texten.
- Der Begriff der Minne und seine Verbindung zur Minneallegorie.
- Die Interpretation der Minnegrottenszene in Gottfrieds „Tristan“.
- Die hermeneutischen Methoden zur Analyse mittelalterlicher Literatur.
- Der Kontext und die stoffliche Grundlage von Gottfrieds „Tristan“.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hermeneutik und deren Bedeutung für die Interpretation komplexer Texte ein, wobei „Tristan“ als Beispiel genannt wird. Der Hauptteil beginnt mit der Klärung der Begriffe Allegorie, Minne und Minneallegorie. Anschließend wird Gottfrieds „Tristan“ in Bezug auf seine stoffliche Grundlage und seinen inhaltlichen Abriss betrachtet. Die Analyse der Minnegrottenszene wird anhand ihres formalen Aufbaus, ihres Umfelds (Locus Amoenus) und ihrer allegorischen Auslegung untersucht.
Schlüsselwörter
Allegorie, Minne, Minneallegorie, Hermeneutik, Gottfried von Straßburg, Tristan, Minnegrotte, mittelalterliche Literatur, Textinterpretation, mittelalterliches Weltverständnis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Thema der Hausarbeit zu Gottfrieds „Tristan“?
Die Arbeit untersucht die Allegorie als hermeneutisches Mittel, speziell am Beispiel der Minnegrottenszene in Gottfried von Straßburgs Werk „Tristan“.
Was bedeutet „Minneallegorie“?
Die Minneallegorie ist eine literarische Form, in der abstrakte Konzepte der Liebe (Minne) durch konkrete Bilder oder architektonische Elemente (wie die Grotte) dargestellt und gedeutet werden.
Welche Bedeutung hat die Minnegrotte?
Die Grotte (La fossiure a la gent amant) wird als ein idealer Ort für die Liebenden dargestellt, dessen bauliche Merkmale allegorisch für Tugenden der Minne stehen.
Was versteht man unter dem „Locus Amoenus“?
Der „Locus Amoenus“ (lieblicher Ort) bezeichnet das idealisierte Umfeld der Minnegrotte, das eine harmonische Naturkulisse für die Handlung bietet.
Warum wird die Allegorie als hermeneutisches Mittel bezeichnet?
Weil sie als Methode dient, um tiefere, verborgene Wahrheiten eines Textes durch Auslegung der bildhaften Darstellung verständlich zu machen.
- Quote paper
- Stefanie Busch (Author), 2008, Die Allegorie als hermeneutisches Mittel am Beispiel der Minnegrotte im 'Tristan' Gottfrieds von Straßburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122270