Die Computertechnik hat sich in den vergangenen Jahren rasend entwickelt. Nach der Grundsteinlegung für den Rechner vor mehreren Jahrzehnten (wohlwissend, dass das erste Fundament viel früher gelegt wurde) gab es in den vergangenen Jahren einen regelrechten Entwicklungssprint. Jedes Jahr präsentierten die Hersteller noch leistungsfähigere Prozessoren, noch stärkere Speicherchips. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung nicht zuletzt durch das Internet, dass einen in diesem Umfang bis dato noch nicht existenten Markt erst aufgerissen hat: Den Jedermannmarkt der Informationstechnologie. Informationen wurden von den schnellen Computern seither nicht mehr nur verarbeitet. Die Idee des Internets ließ Informationen plötzlich in wenigen Sekunden für Jedermann weltweit verfügbar sein - vorrausgesetzt, er ist ans Internet angeschlossen.
Folge: Nach dem Entwicklungssprint bei der Computertechnik erlebten die Menschen in den vergangenen Jahren eine unglaubliche Anhäufung von Informationen. Die Vernetzung von Rechnern und damit die Vernetzung von Information jedoch führte nicht zu mehr Wissen, wie es sich die Schöpfer des Internet vielleicht erhofft hatten.1
Vielmehr stellte eben diese schnelle Entwicklung die Internetnutzer vor die Frage: Welche Information ist wichtig für mich? Welcher Information kann ich trauen? Brauche ich überhaupt all diese Information?
Wohl dem, der sich diese Fragen selbst überhaupt stellt. Zeugen die Fragen schließlich davon, dass der Internetnutzer weiß, welche Risiken das Informationsmedium Internet in sich birgt. Durch Falschinformationen - rasend schnell verbreitet durch das Internet - lassen sich heute binnen Minuten Millionenwerte vernichten oder Personen diskreditieren.
Problematisch werden die Chancen des Internet ebenso, wenn beispielsweise Kinder Informationen in rauen Mengen konsumieren, ohne sich die Fragen zu stellen; jene Fragen nach dem warum, woher und wieso.
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Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung:
- I.1. Zur Veränderung des technischen Gebildes Computer und der verbundenen Verformung des Arbeitsgegenstandes Information
- I.2. Der Begriff Information und die Vielfältigkeit selbiger
- II. Hauptteil: Verflachung der Information und davon ausgehende Gefahren
- II.1. Der Begriff Information und die Vielfältigkeit selbiger
- II.2. Information als Kampfmittel
- II.3. Internet: Kampfmittel Information für Jedermann
- II.4. Information als Unterhaltungsmittel (Multimedialisierung)
- II.5. Zur Veränderung des Arbeitsgegenstandes Information durch die Massenmedialisierung
- II.6. Zur Einordnung von Informationen durch Rezipienten und dem tatsächlichen Nutzen von viel Informationen
- II.7. Das Internet als Werkzeug für eine bessere Bildung?
- III. Fazit
- IV. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Veränderungen des Arbeitsgegenstandes Information im Kontext der Massenmedialisierung des Internets. Sie untersucht, wie sich die rasche Entwicklung der Computertechnik und die damit verbundene Verfügbarkeit von Informationen auf die Bildung und das Verständnis von Information durch den Nutzer auswirken.
- Die Verflachung der Information im digitalen Zeitalter
- Die Gefahren von Falschinformationen im Internet
- Der Einfluss von Multimedialisierung auf den Konsum von Information
- Die Rolle des Internets in der Bildung
- Die Bedeutung der kritischen Rezeption von Informationen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung der Arbeit stellt die rasche Entwicklung der Computertechnik und den Aufstieg des Internets als Plattform für die Verbreitung von Informationen in den Vordergrund. Sie beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen und Fragen hinsichtlich der Qualität und Relevanz der verfügbaren Informationen.
Der Hauptteil der Arbeit untersucht verschiedene Aspekte der Information im Kontext des Internets. Er beleuchtet die Vielfältigkeit des Begriffs Information, die Gefahren von Falschinformationen und die Bedeutung des kritischen Umgangs mit Informationen. Des Weiteren werden die Auswirkungen der Multimedialisierung auf die Wahrnehmung von Information sowie die Rolle des Internets in der Bildung thematisiert.
Schlüsselwörter
Information, Internet, Massenmedialisierung, Bildung, Falschinformationen, Multimedialisierung, Rezeption, kritische Analyse, Wissensgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die „Verflachung der Information“ im Internetzeitalter?
Trotz einer riesigen Menge an verfügbaren Daten führt die schnelle Verbreitung oft zu oberflächlichem Wissen und einem Verlust an Tiefe und Qualität der Informationen.
Warum wird Information als „Kampfmittel“ bezeichnet?
Falschinformationen können im Internet rasend schnell verbreitet werden, um Personen zu diskreditieren oder binnen Minuten Millionenwerte an den Märkten zu vernichten.
Welche Risiken birgt der Massenkonsum von Informationen für Kinder?
Kinder konsumieren oft große Mengen, ohne Herkunft und Wahrheitsgehalt zu hinterfragen, was die Entwicklung einer kritischen Medienkompetenz erschweren kann.
Führt mehr Vernetzung automatisch zu mehr Wissen?
Nein, die Anhäufung von Informationen bedeutet nicht zwangsläufig einen Zuwachs an echtem Verständnis oder Bildung, wenn die Einordnung und Prüfung der Quellen fehlt.
Was ist die „Multimedialisierung“ von Information?
Informationen werden zunehmend als Unterhaltungsmittel aufbereitet, was die Grenze zwischen seriöser Nachricht und Entertainment (Infotainment) verschwimmen lässt.
- Arbeit zitieren
- Kai Oppel (Autor:in), 2001, Information: Arbeitsgegenstand mit Sprengkraft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12223