Unter dem Begriff "Corporate Social Responsibility" laufen national wie international zahlreiche Konzepte, Programme und Kampagnen, durch welche Unternehmen Verantwortung übernehmen und kundtun. Ziel ist es, dem Markt ein menschliches Gesicht zu geben. Ob hier in der Tat ein menschliches Antlitz geschaffen wird oder nur eine freundliche Maske aufgezogen wird, steht an anderer Stelle. Eine solche Beurteilung setzte ein genaues Begriffsverständnis von Corporate Social Responsibility voraus; es geht also darum, das Schlagwort mit Inhalt zu füllen, um damit die Vorlage für einen intersubjektiven Maßstab zu liefern. Dies ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Es geht um die Herausarbeitung der konkreten Verantwortung, die der Begriff suggeriert. Mit dem Fokus auf die einzelnen Bestandteile des Schlagwortes, also der genaueren Untersuchung von „corporate“ (Subjektdimension) und „social“(Objektdimension) sowie einer vorangehenden Erläuterung zu Verantwortung („responsibility“) an sich, soll der Gesamtbegriff und seine Verantwortungsdimension erschlossen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Verantwortung (Responsibility)
- Subjekt
- Objekt
- Normenhintergrund
- Instanz
- Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility)
- Verantwortung im Kontext des Marktes
- Kann ein Unternehmen als Subjekt der Verantwortung gesehen werden?
- Soziale Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility)
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht den Begriff der Corporate Social Responsibility (CSR) im Kontext der Unternehmensverantwortung. Das Hauptziel ist eine Begriffsanalyse von CSR, die die moralische Legitimation von Markt, Gewinn und Unternehmen neu beleuchtet. Die Arbeit zielt darauf ab, den Begriff CSR mit konkreten Inhalten zu füllen und einen intersubjektiven Maßstab für die Beurteilung von Unternehmensverhalten zu liefern.
- Begriffsanalyse von Verantwortung
- CSR im Kontext des Marktes und gesellschaftlicher Erwartungen
- Das Unternehmen als Subjekt der Verantwortung
- Die verschiedenen Dimensionen von Verantwortung (Subjekt, Objekt, Normen, Instanz)
- Moralische Legitimation von Unternehmenshandeln
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die aktuelle Debatte um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ein und benennt den Vertrauensverlust gegenüber dem marktwirtschaftlichen System als Hintergrund für die steigende Bedeutung von CSR. Kapitel 2 analysiert den Begriff der Verantwortung anhand der vier Dimensionen Subjekt, Objekt, Normenhintergrund und Instanz. Es werden dabei philosophische Ansätze von Aristoteles und Kant herangezogen. Kapitel 3 befasst sich mit der Unternehmensverantwortung im Kontext des Marktes und der Frage, ob ein Unternehmen als Subjekt der Verantwortung betrachtet werden kann. Schließlich wird der Begriff der Corporate Social Responsibility (CSR) eingeführt und seine Bedeutung im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility (CSR), Unternehmensverantwortung, Verantwortungsethik, Markt, gesellschaftliche Legitimität, Subjekt der Verantwortung, Aristoteles, Kant, moralische Legitimation, Gewinn, Vertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Corporate Social Responsibility (CSR)?
CSR beschreibt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Es geht darum, dem Markt ein „menschliches Gesicht“ zu geben und moralische Legitimation für unternehmerisches Handeln zu schaffen.
Kann ein Unternehmen als „Subjekt der Verantwortung“ gelten?
Die Arbeit untersucht philosophisch (u.a. nach Kant und Aristoteles), ob eine juristische Person wie ein Unternehmen moralisch verantwortlich handeln kann oder ob dies nur den Individuen darin vorbehalten ist.
Was sind die Dimensionen von Verantwortung?
Verantwortung besteht aus vier Elementen: Dem Subjekt (Wer?), dem Objekt (Wofür?), dem Normenhintergrund (Wonach?) und der Instanz (Vor wem?).
Warum fordern Märkte heute mehr soziale Verantwortung?
Ein zunehmender Vertrauensverlust gegenüber der reinen Gewinnmaximierung zwingt Unternehmen dazu, ihre gesellschaftliche Legitimität durch CSR-Programme und Kampagnen neu zu begründen.
Ist CSR nur eine „freundliche Maske“ für Unternehmen?
Die Seminararbeit versucht, das Schlagwort CSR mit konkretem Inhalt zu füllen, um einen intersubjektiven Maßstab zu liefern, mit dem echtes verantwortliches Handeln von bloßem Marketing unterschieden werden kann.
- Arbeit zitieren
- Christian Hillengaß (Autor:in), 2008, Verantwortung im Unternehmenskontext , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122015