Das Ziel der Arbeit war es, die Rolle sozialwissenschaftlicher Bildung zur (Re-)Produktion politischer Ungleichheit am Beispiel der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) in Deutschland zu untersuchen und die möglichen Konsequenzen zu ermitteln.
Sowohl das sozioökonomische Profil der Teilnehmer des Klimaprotests als auch die Handlungsprinzipien von Lehrkräften aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten waren dabei von Bedeutung. Die Basis der Arbeit ergibt sich aus der Zusammenstellung und Auswertung von Literatur zu den Ursachen von Bildungsungleichheit, politischer Ungleichheit, aus den Datenerhebungen des Schulamtes NRW zum fachfremden Unterricht, aus den Erkenntnissen der Forschung zum Habitus von Lehrkräften sowie den Untersuchungsergebnissen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (Ipb) zur Fridays-for-Future-Bewegung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Rahmung
- Definition Bildungsungleichheit
- Politische und Sozialwissenschaftliche Bildung
- Definition Politische Ungleichheit
- Definition Politische Partizipation
- Definition Umweltprobleme
- Definition und Bedeutung von Nachhaltigkeit
- Definition und Bedeutung fachfremden Unterrichts
- Untersuchungsansatz der Habitus- und Milieuforschung
- Habitus- und Milieuforschungslage
- Handlungsprinzipien von Lehrpersonen aus den oberen Milieus
- Handlungsprinzipien von Lehrpersonen aus den mittleren Milieus
- Fazit
- Klimawandel und Fridays-for-Future
- Klimawandel
- Warum der Klimawandel nicht von allen wahrgenommen wird
- Fridays-for-Future
- Einstellung von Jugendlichen zur Politik
- Merkmale FFF
- Forderungen und Ziele
- Teilnehmer
- Falsifizierung, Verifizierung und Neutralisierung der Thesen
- Hauptthese: Die politische Beteiligung der Fridays-for-Future-Teilnehmer ist abhängig vom sozialen Status und dem Bildungsniveau
- Unterthese 1: Schichtspezifische Auslese resultiert aus politischer Ungleichheit
- Unterthese 2: Nur SuS aus Akademikerfamilien interessieren sich für den Klimaschutz!
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle sozialwissenschaftlicher Bildung in Bezug auf die (Re-)Produktion politischer Ungleichheit. Die Arbeit untersucht anhand der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) in Deutschland, wie sich das sozioökonomische Profil der Teilnehmer auf ihre politische Beteiligung auswirkt und welche Konsequenzen dies für die Gestaltung von Bildungs- und Politikprozessen hat.
- Bildungsungleichheit und ihre Auswirkungen auf politische Partizipation
- Die Rolle von Lehrkräften und ihrem Habitus in der Vermittlung politischer Bildung
- Die Fridays-for-Future-Bewegung als Beispiel für jugendliche politische Mobilisierung
- Die Bedeutung sozialwissenschaftlicher Bildung für die Bewältigung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Relevanz der Thematik dar und führt in die Forschungsfrage ein. Die Arbeit setzt sich mit der (Re-)Produktion politischer Ungleichheit im Kontext der Fridays-for-Future-Bewegung auseinander.
- Das Kapitel "Theoretische Rahmung" definiert zentrale Begriffe wie Bildungsungleichheit, politische Ungleichheit und politische Partizipation. Es beleuchtet den Zusammenhang zwischen Bildung, Politik und Umweltproblemen und erläutert die Bedeutung von Nachhaltigkeit.
- Das Kapitel "Untersuchungsansatz der Habitus- und Milieuforschung" analysiert die Handlungsprinzipien von Lehrpersonen aus verschiedenen Milieus. Es wird untersucht, wie der Habitus von Lehrkräften die Vermittlung politischer Bildung beeinflussen kann.
- Das Kapitel "Klimawandel und Fridays-for-Future" befasst sich mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen. Es analysiert die Entstehung der Fridays-for-Future-Bewegung und deren Merkmale, Forderungen und Ziele. Die Teilnehmerstruktur der Bewegung wird ebenfalls beleuchtet.
- Das Kapitel "Falsifizierung, Verifizierung und Neutralisierung der Thesen" untersucht die Haupt- und Unterthesen der Arbeit. Es wird analysiert, ob die politische Beteiligung der Fridays-for-Future-Teilnehmer vom sozialen Status und Bildungsniveau abhängig ist und ob schichtspezifische Auslese eine Rolle spielt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Bildungsungleichheit, politische Ungleichheit, Fachfremder Unterricht, Fridays-for-Future-Teilnehmer, Handlungsprinzipien von Lehrkräften, politische Partizipation, Klimawandel und Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht die Arbeit im Kontext von "Fridays for Future"?
Sie analysiert, ob die politische Beteiligung an der Bewegung vom sozialen Status und dem Bildungsniveau der Teilnehmer abhängig ist.
Führt Bildungsungleichheit zu politischer Ungleichheit?
Die Arbeit zeigt auf, dass sozialwissenschaftliche Bildung und der soziale Hintergrund die Partizipationsmöglichkeiten und das politische Engagement beeinflussen.
Welche Rolle spielen Lehrkräfte bei der politischen Bildung?
Der Habitus von Lehrkräften und deren Handlungsprinzipien können die Vermittlung politischer Inhalte und damit die (Re-)Produktion von Ungleichheit beeinflussen.
Interessieren sich nur Kinder aus Akademikerfamilien für Klimaschutz?
Eine der untersuchten Thesen prüft, inwiefern das Interesse an Nachhaltigkeit und Klima schichtspezifisch verteilt ist.
Was ist die Bedeutung von "fachfremdem Unterricht" in dieser Studie?
Es wird untersucht, wie die Qualität der politischen Bildung leidet, wenn Sozialwissenschaften fachfremd unterrichtet werden, und welche Folgen dies für die politische Partizipation hat.
- Quote paper
- Silva Baker (Author), 2021, Bildungsungleichheit und politische Ungleichheit. Der Beitrag sozialwissenschaftlicher Bildung zur (Re-)Produktion politischer Ungleichheit und mögliche Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187536