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Förderung der Hausaufgabenkultur in einem 3. Schuljahr

Ein methodischer Ansatz zur Optimierung der Rückmeldekultur in der Hausaufgabenpraxis

Titel: Förderung der Hausaufgabenkultur in einem 3. Schuljahr

Examensarbeit , 2008 , 62 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Keßel (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf der Suche nach einem Thema für meine zweite Staatsarbeit machte ich mir Gedanken über meinen Schulalltag. Welcher Bereich macht mir Schwierigkeiten? Wo habe ich noch keine praktikable Lösung eines Problems gefunden? Schnell kam ich zu einem Thema, das wahrscheinlich nicht nur für mich ein Sorgenkind ist, sondern auch für viele Schüler und Eltern: Hausaufgaben! Zwar machte ich mir jeden Tag bei der Unterrichtsplanung auch Gedanken zu den Hausaufgaben, jedoch wiederholten diese meistens nur die Inhalte des Unterrichts und dienten der reinen Übung. Vor allem fand ich keine Vorgehensweise, die es mir zeitlich erlaubte die Hausaufgaben zu kontrollieren, den SuS eine entsprechende Rückmeldung zu geben und die Auswertung mit in den Unterricht einfließen zu lassen. Diese Aspekte machten mich unzufrieden, denn zeitlich gesehen, ver(sch)wenden die SuS einen großen Teil ihres Nachmittags damit, Aufgaben zu lösen, die sie meist ähnlich schon im Unterricht gelöst haben und am nächsten Tag nimmt sich niemand Zeit diese Arbeit anzuerkennen und wertzuschätzen. Dies sollte sich nun also ändern!
Nachdem ich mir einen Überblick über die Literatur verschafft hatte, wurde mir schnell klar, dass das Thema Hausaufgaben sehr umfangreich ist und sich viele Schwerpunkte setzen lassen- einerseits Schwerpunkte zu verschiedenen Unterthemen (z. B. differenzierende Hausaufgaben), andererseits zu den verschiedenen Blickwinkeln der Lehrer, Eltern und Schüler. Konkreter gesagt ist die Erledigung von Hausaufgaben von drei Bedingungsbereichen beeinflusst:
• Von den Anforderungen der Schule (z. B. Umfang der Hausaufgaben, Schwierigkeitsgrad, Art, Anregungsgehalt)
• Von familiären Merkmalen ( z. B. erziehungsbezogene Einstellungen, Leistungsdruck, Sozialschichtzugehörigkeit)
• Sowie von individuellen Schülervoraussetzungen (z. B. kognitives Niveau, Schulleistungsstand, schulbezogenes Arbeitsverhalten)
Ausgehend von meiner Unterrichtspraxis schien mir das größte Defizit, dass ich den SuS bisher zu selten eine Rückmeldung zu ihren Hausaufgaben gab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

a) Erkenntnisleitendes Interesse

b) Ziele zur Veränderung der Hausaufgabenpraxis

c) Vorgaben zu Hausaufgaben in Lehrplänen, Richtlinien und Erlassen

d) Die Rolle der verschiedenen Lehrerfunktionen im Rahmen von Hausaufgaben

2. Theoretischer Teil

a) Hausaufgaben? Ja!

b) Der erweiterte Lernbegriff unter dem Aspekt des personalen Lernens

c) Notwendigkeit von Qualitätsindikatoren für Hausaufgaben

3. Praktischer Teil

a) Die GGS Wichernschule und die speziellen Lernvoraussetzungen der Pinguinklasse

b) Ziele, Maßnahmen und ihre Indikatoren für Lehrer, Schüler und Eltern

c) Der Elternabend-Vorstellung des Hausaufgabenprojekts

d) Die Unterrichtsreihe zur Anbahnung einer neuen Hausaufgabenkultur

e) Der Hausaufgaben- Coach als methodischer Ansatz zur Optimierung der Rückmeldekultur

4. Evaluation und Reflexion

a) Vorstellung der Evaluationsinstrumente

b) Überprüfung der Zielerreichung anhand festgelegter Indikatoren

c) Reflexion der organisatorischen Ebene

d) Reflexion der methodisch- didaktischen Ebene

e) Reflexion der inhaltlichen Ebene

5. Fazit

a) Konsequenzen aus der Evaluation und Optimierungsmöglichkeiten

b) Meine Rolle als Lehrer- Beobachter und Berater

c) Ausblick und Perspektiven für die Weiterarbeit

d) Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Optimierung der Hausaufgabenpraxis in einem dritten Schuljahr, mit dem Ziel, Hausaufgaben als festen, prozessorientierten und kooperativen Bestandteil des Unterrichts zu etablieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch einen methodischen Ansatz – den „Hausaufgaben-Coach“ – eine wirksame Rückmeldekultur aufgebaut und die Selbstständigkeit der Schüler sowie die Einbindung der Eltern verbessert werden kann.

  • Entwicklung einer prozessorientierten Rückmeldekultur im Unterricht
  • Einsatz des „Hausaufgaben-Coachs“ als Organisationsmittel
  • Förderung der Selbsteinschätzungsfähigkeit der Schüler
  • Einbeziehung der Eltern durch kooperative Beratungsansätze
  • Reflexion der Rolle des Lehrers als Beobachter und Berater

Auszug aus dem Buch

a) Erkenntnisleitendes Interesse

Auf der Suche nach einem Thema für meine zweite Staatsarbeit machte ich mir Gedanken über meinen Schulalltag. Welcher Bereich macht mir Schwierigkeiten? Wo habe ich noch keine praktikable Lösung eines Problems gefunden? Schnell kam ich zu einem Thema, das wahrscheinlich nicht nur für mich ein Sorgenkind ist, sondern auch für viele Schüler und Eltern: Hausaufgaben! Zwar machte ich mir jeden Tag bei der Unterrichtsplanung auch Gedanken zu den Hausaufgaben, jedoch wiederholten diese meistens nur die Inhalte des Unterrichts und dienten der reinen Übung. Vor allem fand ich keine Vorgehensweise, die es mir zeitlich erlaubte die Hausaufgaben zu kontrollieren, den SuS eine entsprechende Rückmeldung zu geben und die Auswertung mit in den Unterricht einfließen zu lassen.

Diese Aspekte machten mich unzufrieden, denn zeitlich gesehen, ver(sch)wenden die SuS einen großen Teil ihres Nachmittags damit, Aufgaben zu lösen, die sie meist ähnlich schon im Unterricht gelöst haben und am nächsten Tag nimmt sich niemand Zeit diese Arbeit anzuerkennen und wertzuschätzen. Dies sollte sich nun also ändern!

Nachdem ich mir einen Überblick über die Literatur verschafft hatte, wurde mir schnell klar, dass das Thema Hausaufgaben sehr umfangreich ist und sich viele Schwerpunkte setzen lassen- einerseits Schwerpunkte zu verschiedenen Unterthemen (z. B. differenzierende Hausaufgaben), andererseits zu den verschiedenen Blickwinkeln der Lehrer, Eltern und Schüler.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet das erkenntnisleitende Interesse an der Optimierung der Hausaufgabenpraxis und formuliert Zielsetzungen für Lehrer, Schüler und Eltern.

2. Theoretischer Teil: Hier wird der erweiterte Lernbegriff dargelegt und die Notwendigkeit von Qualitätsindikatoren begründet, um Hausaufgaben als sinnvolles Diagnose- und Lerninstrument zu nutzen.

3. Praktischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt die konkrete Einführung eines Hausaufgabenprojekts, inklusive einer Unterrichtsreihe und der Arbeit mit dem Hausaufgaben-Coach.

4. Evaluation und Reflexion: Dieses Kapitel überprüft die Zielerreichung anhand festgelegter Indikatoren und reflektiert die organisatorische, methodisch-didaktische sowie inhaltliche Umsetzung.

5. Fazit: Das Fazit zieht Konsequenzen aus der durchgeführten Evaluation, reflektiert die neue Lehrerrolle und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Weiterarbeit.

Schlüsselwörter

Hausaufgaben, Hausaufgabenkultur, Rückmeldekultur, Hausaufgaben-Coach, Selbsteinschätzung, prozessorientiertes Lernen, Grundschule, Lehrkompetenz, Elternarbeit, Selbstständigkeit, Diagnose, Unterrichtsentwicklung, Metaunterricht, Schülerorientierung, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Hausaufgabenpraxis in einer 3. Klasse so umgestaltet werden kann, dass sie von einer reinen Übungsform zu einer integrierten, prozessorientierten und kooperativen Lernform wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Etablierung einer Rückmeldekultur, die Förderung der Selbsteinschätzung bei Schülern sowie die beratende Einbindung der Eltern in den Hausaufgabenprozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Optimierung des Umgangs mit Hausaufgaben, sodass diese für den Lernprozess der Schüler diagnostisch nutzbar und für den Lehrer sowie die Eltern zeitökonomisch und transparent gestaltet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein Unterrichtsprojekt im Rahmen einer Staatsarbeit, das durch eine einwöchige Unterrichtsreihe zur Organisation und eine dreiwöchige Erprobungsphase des „Hausaufgaben-Coachs“ gekennzeichnet ist, begleitet von einer qualitativen Evaluation durch Fragebögen und Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum erweiterten Lernbegriff und einen umfangreichen praktischen Teil, in dem die konkrete Umsetzung, Zielformulierung und Reflexion des Hausaufgaben-Projekts dokumentiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hausaufgabenkultur, Rückmeldekultur, Selbsteinschätzung, prozessorientiertes Lernen und der Hausaufgaben-Coach.

Warum wurde der „Hausaufgaben-Coach“ als Medium gewählt?

Der Coach wurde gewählt, weil er ein zeitökonomisches Organisationsmittel bietet, das Schüler zur täglichen Dokumentation, Reflexion und Selbsteinschätzung ihrer Leistungen anregt und gleichzeitig den Eltern Einblick und Kontaktmöglichkeiten gibt.

Welche Rolle spielt die Selbsteinschätzung der Schüler?

Die Selbsteinschätzung ist zentral, da sie die Metakognition der Schüler fördert, eine unmittelbare Rückmeldung ermöglicht und dem Lehrer wertvolle Hinweise auf den individuellen Lernstand und potenzielle Schwierigkeiten gibt.

Wie wurden die Eltern in das Projekt einbezogen?

Die Einbindung erfolgte über einen Elternabend zur methodischen Einführung und durch die wöchentliche Verwendung des Hausaufgaben-Coachs, den die Eltern unterschreiben und für Kommentare nutzen konnten.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Hausaufgabenkultur in einem 3. Schuljahr
Untertitel
Ein methodischer Ansatz zur Optimierung der Rückmeldekultur in der Hausaufgabenpraxis
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Jennifer Keßel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
62
Katalognummer
V117891
ISBN (eBook)
9783640212811
ISBN (Buch)
9783640213030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Förderung Hausaufgabenkultur Schuljahr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Keßel (Autor:in), 2008, Förderung der Hausaufgabenkultur in einem 3. Schuljahr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117891
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Leseprobe aus  62  Seiten
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