Die Bachelorarbeit thematisiert die Namensforschung, sie ist ein weites Gebiet, in dem es immer wieder neue Erkenntnisse gibt. Darunter fällt zunächst alles, was einen Namen hat, egal ob Orte, Menschen, Familien, Tiere, Gebirge, Unternehmen, Straßen, Sterne, Naturphänomene oder Gebäude.
Zu der Namensforschung, auch Onomastik genannt, gehört ebenso die Forschung über Gewässernamen, insbesondere auch die Unterkategorie der Flussnamen. In dieser Arbeit werden diese Art der Namen, die Hydronyme, untersucht. Bisher wurden Gewässernamen oft auf ihre Herkunft und die damit zusammenhängende Geschichte untersucht, oder darauf, was der Name zu bedeuten hat.
Die Untersuchung legt den Fokus der Namenforschung auf die Genuszuweisung bei Flussnamen. Gegenstand dieser Arbeit ist, nach einer Einführung in die theoretische Basis der Onomastik, im Folgenden die Fragestellung, nach welchem Schema die Zuordnung von Genus bei Flussnamen funktioniert, beziehungsweise ob Regelhaftigkeiten zur Genuszuweisung festzustellen sind. Bei erster Betrachtung der verschiedenen deutschen Flussnamen, stellt sich die Frage: Warum heißt es der Rhein, aber die Donau und die Elbe?
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungen
- 1. Einleitung
- 2. Namen
- 2.1 Definitionsgrundlage - Was ist ein Name?
- 2.2 Namentypen und Klassifikation
- 2.2.1 Gewässernamen
- 2.2.2 Flussnamen
- 3. Genus
- 3.1 Definitionsgrundlage – Was ist Genus?
- 3.2 Genus bei Namen
- 3.3 Genus bei Gewässer- und Flussnamen
- 4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen
- 4.1 Methodik und Korpus
- 4.2 Ergebnisse
- 4.3 Diskussion
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen. Ziel ist es, Regelmäßigkeiten und Muster in der Zuordnung von femininem, maskulinem und neutralem Genus zu identifizieren. Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Genus, Wortbedeutung der Flussnamen und deren sprachgeschichtlicher Entwicklung.
- Definition und Klassifizierung von Namen, insbesondere Gewässer- und Flussnamen.
- Theorie der Genuszuweisung im Deutschen und ihre Anwendung auf Namen.
- Empirische Analyse der Genusverteilung bei deutschen Flussnamen.
- Untersuchung des Einflusses der Wortbedeutung auf die Genuszuweisung.
- Sprachgeschichtliche Analyse anhand historischer Flussnamen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit untersucht die Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen, eine bisher wenig beachtete Frage in der Onomastik. Sie stellt die Forschungsfrage nach dem Schema der Genuszuordnung und der Existenz von Regelhaftigkeiten. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition von Namen und Genus und einen empirischen Teil zur Analyse eines Korpus deutscher Flussnamen.
2. Namen: Dieses Kapitel beleuchtet die Definition des Begriffs „Name“ anhand verschiedener namenswissenschaftlicher Perspektiven. Es werden die Unterschiede zwischen Namen und Wörtern (Appellativa) erörtert, die Bedeutung von Namen, ihre etymologische Herkunft und ihre Funktion in der Identifizierung und Individualisierung von Objekten. Verschiedene Namentypen und Klassifizierungssysteme werden vorgestellt und auf Gewässer- und Flussnamen eingegrenzt.
3. Genus: Der Kapitel erläutert den Begriff des grammatischen Genus im Deutschen und stellt verschiedene Theorien und Prinzipien der Genuszuweisung vor, darunter die Prinzipien von Köpcke und Zubin. Die Besonderheiten der Genuszuweisung bei Namen werden diskutiert, mit Fokus auf die lexikalische, semantische und referentielle Ebene. Die Herausforderungen der Genuszuweisung bei Gewässer- und Flussnamen werden angesprochen.
4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen: Dieser Abschnitt beschreibt die Methodik und die verwendeten Korpora (Wikipedia-Liste deutscher Flüsse und Albrecht Greules „Deutsches Gewässernamenbuch“). Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung der Genusverteilung bei deutschen Flussnamen werden präsentiert und analysiert, unter Berücksichtigung der Wortbedeutung und der sprachgeschichtlichen Entwicklung der Namen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf die in Kapitel 3 vorgestellten Theorien diskutiert.
Schlüsselwörter
Genus, Flussnamen, Hydronyme, Onomastik, Namensforschung, Etymologie, Wortbedeutung, Sprachgeschichte, Empirische Untersuchung, Albrecht Greule, Genuszuweisung, Maskulinum, Femininum, Neutrum.
Häufig gestellte Fragen zur Bachelorarbeit: Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen
Was ist das Thema der Bachelorarbeit?
Die Bachelorarbeit untersucht die Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen. Sie analysiert die Regelmäßigkeiten und Muster in der Zuordnung von femininem, maskulinem und neutralem Genus und untersucht die Zusammenhänge zwischen Genus, Wortbedeutung und sprachgeschichtlicher Entwicklung der Flussnamen.
Welche Kapitel umfasst die Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel: Einleitung, Namen (inkl. Definition und Klassifizierung, insbesondere von Gewässer- und Flussnamen), Genus (inkl. Definition und Theorien der Genuszuweisung), Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen (inkl. Methodik, Korpus, Ergebnisse und Diskussion) und Fazit.
Welche Forschungsfrage wird behandelt?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Gibt es ein Schema oder Regelhaftigkeiten in der Genuszuordnung bei deutschen Flussnamen?
Welche Methoden werden angewendet?
Die Arbeit kombiniert theoretische Ansätze der Onomastik mit einer empirischen Untersuchung. Es werden verschiedene namenswissenschaftliche Perspektiven herangezogen und ein Korpus aus deutschen Flussnamen (u.a. aus Wikipedia und Albrecht Greules „Deutsches Gewässernamenbuch“) analysiert.
Welche Daten werden verwendet?
Die empirische Untersuchung basiert auf einem Korpus deutscher Flussnamen aus der Wikipedia-Liste deutscher Flüsse und Albrecht Greules „Deutsches Gewässernamenbuch“.
Welche Aspekte der Genuszuweisung werden betrachtet?
Die Arbeit betrachtet die lexikalische, semantische und referentielle Ebene der Genuszuweisung. Es werden verschiedene Theorien und Prinzipien der Genuszuweisung (z.B. von Köpcke und Zubin) diskutiert und auf die Besonderheiten der Flussnamen angewendet.
Welche Ergebnisse werden präsentiert?
Die Arbeit präsentiert die Ergebnisse der empirischen Untersuchung der Genusverteilung bei deutschen Flussnamen. Diese Ergebnisse werden analysiert und unter Berücksichtigung der Wortbedeutung und der sprachgeschichtlichen Entwicklung der Namen diskutiert.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit?
Genus, Flussnamen, Hydronyme, Onomastik, Namensforschung, Etymologie, Wortbedeutung, Sprachgeschichte, Empirische Untersuchung, Albrecht Greule, Genuszuweisung, Maskulinum, Femininum, Neutrum.
Welche Zielsetzung verfolgt die Arbeit?
Ziel der Arbeit ist es, Regelmäßigkeiten und Muster in der Genuszuordnung bei deutschen Flussnamen zu identifizieren und die Zusammenhänge zwischen Genus, Wortbedeutung und sprachgeschichtlicher Entwicklung zu analysieren.
Wie sind die Kapitel aufgebaut?
Kapitel 1 (Einleitung) stellt das Thema und die Forschungsfrage vor. Kapitel 2 (Namen) definiert den Begriff „Name“ und klassifiziert verschiedene Namentypen. Kapitel 3 (Genus) erläutert den Begriff des grammatischen Genus und verschiedene Theorien dazu. Kapitel 4 (Empirische Untersuchung) präsentiert die Methodik, Ergebnisse und Diskussion der Analyse deutscher Flussnamen. Kapitel 5 (Fazit) fasst die Ergebnisse zusammen.
- Quote paper
- Karen Steinbach (Author), 2018, Gewässernamen und Genus. Untersuchung des Genus bei Flussnamen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176814