Auf welche Art und Weise kann eine Lehrkraft das Hilfesuchverhalten von Schüler*innen bei sexueller Gewalt an Schulen in der Sekundarstufe I+II stärken? Die vorliegende Bachelorarbeit wird diese Frage beantworten, vor dem Hintergrund einer erhöhten Nachfrage nach Ganztagsschulen und der seit Jahren steigenden sexuellen Gewalt an Schulen.
Zu Beginn der Arbeit werden die in der Fragestellung aufgeführten Fachbegriffe definiert, um einen grundlegenden Referenzrahmen zu bilden. Hierbei werden die zugrundeliegenden Definitionen erläutert und im Falle der sexuellen Gewalt zusätzlich abgegrenzt, wobei geschlechterspezifische Differenzen mit einbezogen werden. Darauffolgend gibt die Arbeit einen Einblick in die Ursachen des fehlenden Hilfesuchverhaltens der Schüler*innen, untermauert mit aktuellen Studienzahlen. Kapitel 3 der vorliegenden Arbeit baut auf diesen Erkenntnissen auf. Im Weiteren werden die Möglichkeiten einer Lehrkraft dieses Hilfesuchverhalten zu stärken aufgeführt und diskutiert. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengetragen und die Forschungsfrage beantwortet. Die Arbeit wird mit einem Fazit abgeschlossen, welches die wichtigsten Aspekte zusammenfasst und mit einem Ausblick mit Reflexion des Forschungsstandes abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Begriffsklärungen und Einordnung
- 2.1 Hilfesuchverhalten
- 2.2 Sexuelle Gewalt
- 2.2.1 Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen
- 2.2.2 Geschlechtsspezifische Differenzen
- 3 Identifikationsproblematik der Schüler*innen
- 3.1 Ursachen für mangelndes Hilfesuchverhalten
- 3.2 Aktuelle Studienlage
- 4 Stärkung des Hilfesuchverhaltens
- 4.1 Stärkung des Individuums
- 4.1.1 Steigerung des Vertrauens
- 4.1.2 Stärken der Kommunikationsfähigkeit
- 4.1.3 Steigerung der Resilienz
- 4.1.4 Mental Health Literacy
- 4.2 Stärkung des Klassenverbunds
- 4.2.1 Festigung Gleichaltriger
- 4.2.2 Reduzierung von Stigmatisierung
- 4.2.3 Aufklärung und Informationsvermittlung
- 5 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrkräfte das Hilfesuchverhalten von Schüler*innen bei sexueller Gewalt an Schulen in der Sekundarstufe I+II stärken können. Die Arbeit beleuchtet die Problematik sexueller Gewalt an Schulen vor dem Hintergrund steigender Zahlen und einer erhöhten Nachfrage nach Ganztagsschulen.
- Definition und Abgrenzung der Fachbegriffe "Hilfesuchverhalten" und "sexuelle Gewalt"
- Analyse der Ursachen für mangelndes Hilfesuchverhalten von Schüler*innen bei sexueller Gewalt
- Diskussion der Möglichkeiten zur Stärkung des Hilfesuchverhaltens auf individueller und kollektiver Ebene
- Zusammenstellung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage
- Reflexion des Forschungsstandes und Ausblick auf zukünftige Handlungsmöglichkeiten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung skizziert die Relevanz des Themas sexuelle Gewalt an Schulen und führt in die Problematik des fehlenden Hilfesuchverhaltens bei Schüler*innen ein. Im zweiten Kapitel werden die Fachbegriffe "Hilfesuchverhalten" und "sexuelle Gewalt" definiert und abgegrenzt. Hierbei werden auch geschlechterspezifische Differenzen berücksichtigt. Kapitel 3 untersucht die Ursachen für das mangelnde Hilfesuchverhalten von Schüler*innen, wobei aktuelle Studienzahlen und Forschungsergebnisse einbezogen werden. Kapitel 4 widmet sich den Möglichkeiten der Lehrkraft, das Hilfesuchverhalten von Schüler*innen zu stärken. Es werden verschiedene Ansätze und Strategien auf individueller und kollektiver Ebene vorgestellt und diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themenfeldern Hilfesuchverhalten, sexuelle Gewalt an Schulen, Sekundarstufe I+II, Stärkung des Individuums, Klassenverbund, Prävention, Aufklärung, Informationsvermittlung, Lehrkräftekompetenz, und Ganztagsschule.
Häufig gestellte Fragen
Wie können Lehrer das Hilfesuchverhalten bei sexueller Gewalt stärken?
Lehrkräfte können das Vertrauen steigern, die Kommunikationsfähigkeit fördern, Resilienz aufbauen und "Mental Health Literacy" vermitteln.
Was sind die Ursachen für mangelndes Hilfesuchverhalten?
Häufige Gründe sind Scham, Angst vor Stigmatisierung, mangelndes Wissen über Hilfsangebote oder die Befürchtung, dass einem nicht geglaubt wird.
Welche geschlechtsspezifischen Differenzen gibt es?
Die Arbeit beleuchtet, wie Jungen und Mädchen unterschiedlich auf sexuelle Gewalt reagieren und welche spezifischen Hürden sie beim Suchen von Hilfe haben.
Wie lässt sich der Klassenverbund zur Prävention nutzen?
Durch Aufklärung, Reduzierung von Stigmatisierung und die Festigung der Solidarität unter Gleichaltrigen kann ein sicheres Umfeld geschaffen werden.
Was bedeutet "Mental Health Literacy" in diesem Kontext?
Es bezeichnet das Wissen über psychische Gesundheit und Krisen, das Schüler befähigt, Anzeichen von Gewalt zu erkennen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Welche Relevanz hat das Thema für Ganztagsschulen?
Da Schüler mehr Zeit in der Schule verbringen, steigt die Verantwortung der Lehrkräfte als Vertrauenspersonen und Beobachter von Verhaltensänderungen.
- Arbeit zitieren
- Lilli Scalzo (Autor:in), 2021, Stärkung des Hilfesuchverhaltens bei sexueller Gewalt an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171474