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Leben mit HIV. Stigmatisierung im Alltag von HIV-positiven und AIDS Betroffenen

Titre: Leben mit HIV. Stigmatisierung im Alltag von HIV-positiven und AIDS Betroffenen

Mémoire (de fin d'études) , 2018 , 32 Pages , Note: 1

Autor:in: Michael Kunstek (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wird aufgezeigt, welchen Einfluss Stigmatisierung auf HIV Testverhalten und die damit verbundenen Gesundheitschancen sexueller Minderheiten hat, wie Betroffene mit Stigmatisierung umgehen und welche Bewältigungsstrategien im Alltag angewendet werden können, um ein psychisch und physisch gesundes Leben führen zu können.

Als 1981 erstmalig Fälle von AIDS auftraten, etablierte sich in den Köpfen der Gesellschaft ein neues Krankheitsbild, das weitgehend mit Angst und Ablehnung vor und gegen die Betroffene behaftet war. Nicht nur, weil durch die damaligen wenig vorhandenen medizinischen Kenntnisse und Therapeutika die Diagnose HIV und AIDS sehr eng mit dem Tod in Verbindung stand, sondern auch durch das erstmalige auftreten in bestimmten Randgruppen wie Homosexuelle, Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige, manifestierte sich die Ablehnung gegen solche sehr schnell in den Köpfen der Gesellschaft, da zumal es gesellschaftlich verpönt war, zu solchen Randkreisen dazu zugehören beziehungsweise überhaupt in Kontakt zu sein, andererseits war und ist teilweise heute noch die Angst zu groß durch Kontakt, in welcher Form auch immer, sich anzustecken und zu sterben.

Jedoch dank durch intensiver Forschung in der Medizin, ist HIV heute nicht mehr tödlich. Dennoch ist das Bild des Todes, welches mit HIV und AIDS in Verbindung gebracht wird, bei vielen Nicht-Betroffenen in den Köpfen fest verankert, was wiederum häufig Abneigung, Ausgrenzung und Diskriminierung gegenüber Betroffenen auslöst. Welchen psychischen Belastungen Betroffene damit ausgesetzt sind, wie sich das auch auf die physische Gesundheit auswirkt und welche Strategien der Stigmatisierungsbewältigung es für Betroffenen gibt beziehungsweise welche unbewusst angewendet werden, wird in dieser Arbeit vom Autor dargelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemdarstellung

1.1. Ziel

1.2. Fragestellungen

1.3. Methodik und Vorgehensweise

2. Humane Immunschwäche Virus (HIV)

2.1. Definition der Humane Immunschwäche Virus-Infektion

2.2. Verlauf der Humane Immunschwäche Virus-Infektion

2.2.1. Stadieneinteilung

2.2.2. Therapie

2.3. Diagnostik ELISA, Westernblood, PCR

2.4. Psychosoziale Belastung

3. Definition Stigmatisierung

3.1. Instrumentelles und symbolisches Stigma

3.1.1. Humane Immunschwäche Virus (HIV)-bedingte Stigmatisierung

3.2. Auswirkungen von Stigmatisierung für Betroffene

3.3. Bewältigung und Strategien von Humane Immunschwäche Virus - Infektion und Humane Immunschwäche Virus - bedingter Stigmatisierung

3.3.1. Bewältigungsphasen bei chronischer Erkrankung

3.3.2. Vorgehen gegen Stigmatisierung

3.4. Der Gedanke der kollektiven Selbsthilfe

3.4.1. Von der Opferrolle in die handelnde Position

4. Zusammenfassung und Erkenntnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Stigmatisierung auf das HIV-Testverhalten und die psychische Gesundheit von Betroffenen. Ziel ist es, Bewältigungsstrategien aufzuzeigen, die einen Weg aus der sozialen Isolation und hin zu einem psychisch sowie physisch gesunden Leben ermöglichen.

  • Psychosoziale Auswirkungen der HIV-Stigmatisierung
  • Stigmatisierungsprozesse auf sozialer und institutioneller Ebene
  • Bewältigungsmöglichkeiten bei chronischer Erkrankung
  • Die Bedeutung kollektiver Selbsthilfe für Betroffene
  • Strategien zur Identitätsarbeit und Stigmatisierungsbewältigung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und Problemdarstellung

1981 wurde das Acquired Immune Deficiency Syndrom (AIDS) als klinische Entität beschrieben. Bei jüngeren Männern trat eine Häufung von seltenen Erkrankungen auf, die bis zu diesem Zeitpunkt nie beobachtet wurden. Dabei handelte es sich um Pneumocystis-Pneumonien und Karposie Sarkomen, welche bislang nur bei älteren Männern aus dem Mittelmeerraum bzw. bei Patienten nach Chemotherapien auftraten. Die Identifizierung des auslösenden Erregers, das Humane Immunschwäche Virus, konnte 1983 als Ursache in den vermuteten spezifischen Lebensstilen (nämlich bei Patientengruppen worin Männer Sex mit Männer (MSM) praktizieren), manifestiert werden. Aufgrund der Häufung in der besagten Patientengruppe, kam es gegenüber den Betroffenen zur starken Stigmatisierung (vgl. Rockstroh, 2016, S. 2). Bevor 1996 die Antiretrovirale Therapie (ART) eingeführt wurde, prägte eine deutlich sichtbare Veränderung des Körpers den Krankheitsverlauf. Dies war ein zusätzlich ausschlaggebender Faktor für die Zunahme der Stigmatisierung von Betroffenen. Eine deutliche Abgrenzung der Intensität von Stigmata machte sich anhand der unterschiedlichen chronischen Krankheiten, zum Beispiel Krebs oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen, bemerkbar. So erfahren Menschen mit Humane Immunschwäche Virus (HIV) deutlich mehr Stigmatisierung als zum Beispiel ein an Krebs erkrankter Mensch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemdarstellung: Diese Einleitung beschreibt die historische Entstehung der HIV-Stigmatisierung und definiert die Forschungsziele sowie die angewandte methodische Vorgehensweise.

2. Humane Immunschwäche Virus (HIV): Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, Übertragungswege, das Stadium der Infektion sowie aktuelle Therapiemöglichkeiten und Diagnostikverfahren.

3. Definition Stigmatisierung: Hier wird der theoretische Begriff der Stigmatisierung analysiert, dessen Auswirkungen auf Betroffene sowie verschiedene Bewältigungsstrategien und die Rolle der Selbsthilfe detailliert dargelegt.

4. Zusammenfassung und Erkenntnis: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärung und Selbsthilfe zur Überwindung der Stigmatisierung.

Schlüsselwörter

HIV, AIDS, Stigmatisierung, Diskriminierung, psychosoziale Belastung, Bewältigungsstrategien, Coping, Selbsthilfe, chronische Erkrankung, Identitätsarbeit, Gesundheitsverhalten, MSM, Antiretrovirale Therapie, soziale Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fachbereichsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Stigmatisierung im Alltag von HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen sowie die daraus resultierenden psychosozialen Belastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Stigma, die Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit, medizinische Aspekte von HIV sowie Strategien zur Stigmatisierungsbewältigung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Stigmatisierung das Leben Betroffener beeinflusst und welche Bewältigungsstrategien (z.B. durch Selbsthilfe) angewendet werden können, um ein gesundes Leben zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine strukturierte Literaturrecherche durchgeführt, die aktuelle fachwissenschaftliche E-Books, Dissertationen und medizinische Datenbanken umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen des HIV, eine theoretische Definition der Stigmatisierung sowie eine ausführliche Analyse der Bewältigungsmethoden und der Bedeutung von Selbsthilfegruppen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Stigmatisierung, soziale Isolation, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Belastung und medizinische Therapietreue.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen instrumentellem und symbolischem Stigma eine Rolle?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob Stigmatisierung aus Angst vor einer konkreten gesundheitlichen Gefahr (instrumentell) oder aus einer moralischen Abwertung (symbolisch) heraus resultiert.

Wie unterstützt Selbsthilfe laut dem Autor beim Übergang von der Opferrolle zur handelnden Position?

Durch den Austausch in Selbsthilfegruppen erlangen Betroffene Sicherheit, Vertrauen und Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, ihre soziale Identität zurückzugewinnen und als aktive Akteure ihr Leben zu gestalten.

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Résumé des informations

Titre
Leben mit HIV. Stigmatisierung im Alltag von HIV-positiven und AIDS Betroffenen
Note
1
Auteur
Michael Kunstek (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
32
N° de catalogue
V1170446
ISBN (PDF)
9783346583604
ISBN (Livre)
9783346583611
Langue
allemand
mots-clé
HIV AIDS Stigmatisierung Prävention Bewältigungsstrategien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Kunstek (Auteur), 2018, Leben mit HIV. Stigmatisierung im Alltag von HIV-positiven und AIDS Betroffenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170446
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Extrait de  32  pages
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