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Vergleich des Karnevals im Mittelalter mit dem Kölner Karneval in der heutigen Zeit

Title: Vergleich des Karnevals im Mittelalter mit dem Kölner Karneval in der heutigen Zeit

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Avital Müller (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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Ausgehend von der Betrachtung des Werkes "Rabelais und seine Welt", versuche ich in der vorliegenden Arbeit zu klären, wie es der Karneval geschafft hat, bis in die heutige Zeit zu existieren. Da ich selber ein Befürworter des heutigen Karnevals bin und mich auch gerne alle sechs Tage lang in diese „Parallelwelt“ versetzen lasse, mir jedoch die wirkliche Bedeutung des Karnevals nicht bewusst gewesen ist, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es sich lohnen würde, diese Arbeit zu verfassen. Über den heutigen Karneval gibt es viele geteilte Meinungen, die einen lieben ihn und andere wiederum fliehen vor ihm. Speziell in den Karnevalsstädten wie Düsseldorf, Köln und Mainz sind diese unterschiedlichen Herangehensweisen an den heutigen Karneval zu bemerken. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, wenn die Frage gestellt wird, inwieweit der mittelalterliche Karneval sich vom Karneval der heutigen Zeit unterscheidet. So gibt es einige Aussagen wie, dass der Grundgedanke des Karnevals sich verschoben habe bzw. ganz verloren gegangen sei, andere wiederum sehen genau das gleiche Verhalten der Menschen im Mittelalter auch bei den Menschen von heute. Der ursprüngliche Grundgedanke des Karnevals war es, eine Parallelwelt zu erschaffen, Hierarchien aufzulösen und alle Bürger auf eine Stufe zu stellen, so dass alle für eine gewisse Zeit die gleichen Rechte hatten. Einige Kommilitonen äußerten die Meinung, dass diese Tatsache auch heute noch gegeben wäre und Rangzuordnungen in der Karnevalszeit aufgehoben würden. Dass die Meinungen so sehr auseinandergehen, wenn es um den Vergleich des Karnevals im Mittelalter und heutzutage geht, schien mir ein sehr interessanter Punkt zu sein, an dem ich mit meiner Studienarbeit ansetzen möchte. Natürlich haben die unterschiedlichen Aussagen viel mit dem subjektiven Empfinden eines jeden Einzelnen zu tun, dennoch möchte ich versuchen, den heutigen Karneval unter einem wissenschaftlichen Aspekt zu analysieren, um eine faktenorientierte Klärung zu erhalten. Zur Klärung des Grundgedanken des Karnevals im Mittelalter habe ich mich an den Autoren Michail Bachtin, Joseph Klersch und Dietz-Rüdiger Moser orientiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zusammenfassung des Referats über die Einleitung von „Rabelais und seine Welt Volkskultur als Gegenkultur“ von Michail Bachtin

III. Erläuterung des Karnevals im Mittelalter

IV: Erläuterung des Kölschen Karnevals zur heutigen Zeit

V: Vergleich Karneval früher-heute:

VI. Zusammenfassung:

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftlich, inwieweit der Karneval im Mittelalter als "Parallelwelt" mit dem heutigen Kölschen Karneval korrespondiert oder sich von diesem unterscheidet, und hinterfragt dabei, ob ursprüngliche Grundgedanken wie das Aufheben von Hierarchien heute noch fortbestehen.

  • Analyse der karnevalesken Theorie nach Michail Bachtin
  • Charakterisierung des mittelalterlichen Karnevals als Lebensform auf Zeit
  • Strukturelle und inhaltliche Untersuchung des Kölschen Karnevals
  • Vergleichende Gegenüberstellung historischer und moderner Karnevalsbräuche

Auszug aus dem Buch

III. Erläuterung des Karnevals im Mittelalter

Der Ursprung des Begriffes Karneval lässt sich ableiten vom kirchenlateinischen Wort für den Beginn der Fastenzeit carnislevamen = Fleischwegnahme, welches dann schließlich zu dem italienischen Wort carnevale wurde und als Fleisch lebe wohl verstanden wurde. Zunächst einmal galt der Karneval als eine festliche Begrüßung des neuen Jahres, da der Jahresübergang vom 31. Dezember zum 01. Januar erst in den späteren Jahrhunderten festgelegt wurde. Somit galt der Karneval als Beginn einer neuen Jahreszeit, aber auch als Übergang zur Fastenzeit, wobei der Karneval als eine Zeit der Sünde und des Fleisches (Schlachtungen, offen dargestellte und freizügige Sexualität) und die Fastenzeit als eine Zeit der Buße angesehen wurde. Wie bereits erwähnt, handelte es sich beim Karneval des Mittelalters um ein Fest einer anderen anti-hierarchischen, areligiösen und anarchischen nicht offiziellen Welt, welche eine Umkehrung der offiziellen Welt darstellte und als „Lebensform auf Zeit“ gesehen wurde, die wiederum durch jahrtausendealte Lachriten und auf der Basis der römischen Saturnalien entwickelt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Motivation für diese Arbeit, ausgehend von einem Referat über Bachtin und der persönlichen Erfahrung mit dem heutigen Karneval, und formuliert die wissenschaftliche Herangehensweise an den Vergleich beider Epochen.

II. Zusammenfassung des Referats über die Einleitung von „Rabelais und seine Welt Volkskultur als Gegenkultur“ von Michail Bachtin: Dieses Kapitel erläutert Bachtins theoretisches Konzept der Doppelweltlichkeit, die karnevaleske Lachkultur sowie das groteske Körperbild als Gegenentwurf zur offiziellen Welt des Mittelalters.

III. Erläuterung des Karnevals im Mittelalter: Es werden die historischen Ursprünge, die Bedeutung als anti-hierarchische „Lebensform auf Zeit“ und die zentralen karnevalesken Motive wie das Höllenfeuer und die Marktplatzrede dargelegt.

IV: Erläuterung des Kölschen Karnevals zur heutigen Zeit: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Strukturen des modernen Kölner Karnevals, inklusive der Rolle des Dreigestirns, der Bedeutung der Zahl 11 und einzelner Bräuche wie der Weiberfastnacht oder dem Rosenmontagszug.

V: Vergleich Karneval früher-heute: Die Autorin analysiert kritisch die Gemeinsamkeiten und signifikanten Unterschiede zwischen beiden Formen, wobei sie insbesondere die Verbürgerlichung und Organisation des heutigen Karnevals hervorhebt.

VI. Zusammenfassung: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass der heutige Karneval zwar auf mittelalterlichen Traditionen fußt, die ursprüngliche Radikalität und die vollständige Aufhebung der gesellschaftlichen Hierarchien jedoch verloren gegangen sind.

Schlüsselwörter

Karneval, Mittelalter, Kölscher Karneval, Michail Bachtin, Doppelweltlichkeit, Parallelwelt, Volkskultur, Fastenzeit, Hierarchie, Narren, Dreigestirn, Brauchtum, Weiberfastnacht, Normbrechung, Lachkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die kulturelle Bedeutung und die Ausprägungen des Karnevals im Mittelalter mit dem heutigen Kölschen Karneval.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung umfasst die karnevalistische Theorie von Michail Bachtin, mittelalterliche Bräuche sowie die aktuelle Organisation und Symbolik des Kölner Karnevals.

Was ist das primäre Ziel der Studienarbeit?

Ziel ist es, eine faktenorientierte Klärung darüber zu erhalten, inwieweit sich der ursprüngliche Grundgedanke der karnevalesken Parallelwelt in der modernen Zeit verändert hat oder noch erkennbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse theoretischer Konzepte (insb. Bachtin) und einem strukturierten kulturwissenschaftlichen Vergleich der Karnevalsformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die historische Herleitung, eine detaillierte Beschreibung des modernen Kölner Karnevals und eine direkte Gegenüberstellung beider Zeitformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Karneval, Doppelweltlichkeit, Kölscher Karneval, Hierarchieauflösung und Volkskultur.

Warum wurde explizit der Kölsche Karneval als Beispiel gewählt?

Die Autorin wählte den Kölner Karneval, da eine umfassende Betrachtung sämtlicher Fastnachts- und Faschingsvariationen den Rahmen einer Studienarbeit überschreiten würde.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der "Jeckenzahl" 11?

Die Zahl 11 wird als Symbol für Einheit und Gleichheit der Menschen gedeutet und teilweise als außergesetzliche, areligiöse Zahl interpretiert, die die Ordnung der zehn Gebote überschreitet.

Existiert im heutigen Karneval noch die mittelalterliche „Doppelweltlichkeit“?

Nein, die Autorin kommt zu dem Schluss, dass heute keine echte Form der Doppelweltlichkeit mehr existiert, da der moderne Karneval ein organisiertes, offizielles Fest ist.

Welche Rolle spielt die „Nubbelverbrennung“ im Vergleich zum mittelalterlichen Höllenfeuer?

Während das mittelalterliche Höllenfeuer den Sieg über das Mythische symbolisierte, dient die heutige Nubbelverbrennung primär der rituellen Sündenvergebung vor der Fastenzeit.

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Details

Title
Vergleich des Karnevals im Mittelalter mit dem Kölner Karneval in der heutigen Zeit
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
Einführung Kulturwissenschaft
Grade
1,3
Author
Anna Avital Müller (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V116435
ISBN (eBook)
9783640186198
ISBN (Book)
9783640188147
Language
German
Tags
Vergleich Karnevals Mittelalter Kölner Karneval Zeit Einführung Kulturwissenschaft Bachtin Rabelais Grotesk grotesker Realismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Avital Müller (Author), 2008, Vergleich des Karnevals im Mittelalter mit dem Kölner Karneval in der heutigen Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116435
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