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Die "deutsche" Berufsbildungspolitik um das 20. Jahrhundert. Eine historische Auseinandersetzung von 1871 bis 1945

Título: Die "deutsche" Berufsbildungspolitik um das 20. Jahrhundert. Eine historische Auseinandersetzung von 1871 bis 1945

Trabajo Escrito , 2021 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christoph Mikat (Autor)

Didáctica - Economía de las empresas, pedagogía económica
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Im Rahmen dieser Hausarbeit wird die Fragestellung behandelt, inwieweit es in der Geschichte der deutschen Berufsbildungspolitik bis 1945 Parallelen zur europäischen gab.

Bezogen auf die Forschungsfrage dieser Hausarbeit muss ergänzt werden, dass es nicht die deutsche und die europäische Berufsbildungspolitik gibt. Vielmehr lassen sich beide Bildungsformen durch verschiedene Ebenen (zum Beispiel Bundes- oder Länderebene; institutionelle Zuständigkeit) und Gestaltungsgegenstände (beispielsweise Curricula,
Berufe und Gesetze) unterscheiden, sodass sich situativ auf bestimmte Aspekte des Gesamtkomplexes
Berufsbildungspolitik konzentriert werden soll. Hinzukommt, dass ein Vergleich zur Europäischen Union auf supranationaler Ebene nicht möglich ist, da es frühestens seit 1957 mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Schnittstellen geben kann. Folglich würden sich Bezüge nach 1957 besser rekonstruieren lassen, da im Vorfeld noch keine Richtlinien oder Harmonisierungen zwischen nationaler und europäischer Berufsbildungspolitik beschlossen wurden. Außerdem kann historisch betrachtet von deutscher Berufsbildungspolitik
nur bedingt die Rede sein, da es sich vielmehr um ein Sammelsurium verschiedener Interessen und Einflüsse handelte.

Aus diesem Grund wird die Forschungsfrage dieser Hausarbeit wie folgt modifiziert: "Inwieweit haben sich Akteure bei der Ausgestaltung der Berufsbildung in Deutschland an Entwicklungen in anderen europäischen Ländern orientiert?"
Um die von den aus Deutschland stammenden Entscheidern eingeholten Impulse beurteilen und aufbereiten zu können, wird aufgrund des spät aufkommenden Interesses für die Nachbarländer zunächst ein Blick auf die Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gerichtet, ehe im Kapitel 3 die Berufsbildung und nationale Orientierung während der Weimarer Republik (1918 bis 1933) analysiert wird. Im Anschluss folgt ein Exkurs in die
nationalsozialistische Ideologie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. Den Abschluss dieser Arbeit bildet die Schlussbetrachtung, in der auf die Forschungsfrage Bezug genommen und diese beantwortet wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Preußische Gewerbefreiheit im deutschen Kaiserreich

3 Nationale Orientierung während der Weimarer Republik

4 Völkische Bildung der nationalsozialistischen Ideologie

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht historisch, inwieweit Akteure bei der Ausgestaltung der deutschen Berufsbildung zwischen 1871 und 1945 durch Entwicklungen in anderen europäischen Ländern beeinflusst wurden. Dabei wird analysiert, wie politische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Anforderungen die Berufsbildungspolitik in drei zentralen Epochen geformt haben.

  • Historische Genese der preußischen Gewerbefreiheit
  • Berufsbildung und nationale Orientierung in der Weimarer Republik
  • Funktionalisierung der Bildung in der nationalsozialistischen Ideologie
  • Vergleichende Perspektiven der internationalen Berufspädagogik
  • Rolle von Akteuren und Akteursnetzwerken im europäischen Austausch

Auszug aus dem Buch

3 Nationale Orientierung während der Weimarer Republik

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde die erste deutsche Demokratie gegründet. Mit dieser sollten die im Kaiserreich vorzufindende schicht-, generations- und geschlechtsspezifische Struktur sozialer Ungleichheit, die es im Bereich der Einkommens- und Vermögensverteilung und der Berufsbedingungen gab, eliminiert werden – die heutzutage größer werdende Schere beweist, dass die Verschiedenheit allerdings nie beseitigt wurde (vgl. Bake & Hölterhoff 2018: 17f.). Zur Zeit der Weimarer Republik konnte eine pädagogische Bewegung verzeichnet werden, die sich im Kontext der Kulturkritik bewegte und trotz der moralischen sowie sozialen Erschütterungen und Verluste des Ersten Weltkriegs aufkam.

Die Tendenz war allerdings anfällig für einen nationalistischen und ideologischen Fanatismus. Das starke Interesse an einer Reform orientierte sich teilweise an einem europäisch-amerikanischen Vorgang, der Internationalisierung begünstigte, da sich an der wissenschaftlich-technischen Zivilisation und der Hochindustrialisierung anderer europäischer Länder gerichtet wurde. Stellvertretend hierfür galten Rousseau, Pestalozzi und Fröbel, die eine Vielfalt verfolgten und durch übernationale Verbindungen das enge schulbezogene Interesse der Pädagogik in Deutschland lockerten. Die Internationalität der Reformpädagogik im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts erweiterte die Sichtweise der deutschen Pädagogik, die sich bis dahin ausschließlich auf die Schule richtete (vgl. Blankertz 1969: 255f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Berufsbildungsforschung ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der europäischen Einflüsse auf die deutsche Berufsbildungspolitik bis 1945.

2 Preußische Gewerbefreiheit im deutschen Kaiserreich: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Gewerbefreiheit als zentrales Element der beruflichen Bildung im Kaiserreich und die Suche nach Modellen im europäischen Ausland.

3 Nationale Orientierung während der Weimarer Republik: Hier wird untersucht, wie trotz des Strebens nach Demokratisierung und internationalem Austausch die deutsche Berufsbildung in der Weimarer Republik stark national geprägt blieb.

4 Völkische Bildung der nationalsozialistischen Ideologie: Das Kapitel analysiert die Funktionalisierung der Berufsbildung im Nationalsozialismus sowie deren Instrumentalisierung für die Kriegsführung und völkische Staatsideologie.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Parallelen zum europäischen Ausland primär durch einzelne Akteure entstanden sind und eine systematische, staatlich geförderte internationale Integration in den untersuchten Epochen weitgehend ausblieb.

Schlüsselwörter

Berufsbildungspolitik, Deutsche Schulgeschichte, Gewerbefreiheit, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Berufserziehung, Berufsschule, Internationale Orientierung, Reformpädagogik, duales System, Facharbeiterausbildung, Berufsbildung, Historische Bildungsforschung, Industrielle Lehre, Preußen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der deutschen Berufsbildungspolitik im Zeitraum von 1871 bis 1945 und untersucht deren historische Verflechtungen mit europäischen Nachbarländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Gewerbefreiheit im Kaiserreich, die pädagogischen Bewegungen der Weimarer Republik und die ideologische Zweckentfremdung der Berufsbildung im Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Akteure bei der Ausgestaltung der Berufsbildung in Deutschland zwischen 1871 und 1945 durch Entwicklungen in anderen europäischen Ländern beeinflusst wurden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen historischen Ansatz der Bildungsforschung, basierend auf einer literarischen Auseinandersetzung und Analyse zeitgenössischer Quellen und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in drei Epochen: das Kaiserreich, die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus, wobei jeweils die nationalen und internationalen Aspekte der Berufsbildung betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Berufsbildung, Gewerbefreiheit, Reformpädagogik, industrielle Lehre sowie die nationale versus internationale Orientierung in der deutschen Bildungsgeschichte.

Warum war ein direkter Vergleich zur Europäischen Union laut Autor nicht möglich?

Der Autor weist darauf hin, dass eine europäische Berufsbildungspolitik im supranationalen Sinne erst nach 1957, mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, entstand.

Welchen Einfluss hatte der Nationalsozialismus auf das berufliche Schulwesen?

Die Berufsbildung wurde funktionalisiert, um den Aufbau des Staates zu unterstützen, wobei Bildungsideale zugunsten einer „Wehrhaftmachung des deutschen Volkes“ und rassistischer Ideologien missbraucht wurden.

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Detalles

Título
Die "deutsche" Berufsbildungspolitik um das 20. Jahrhundert. Eine historische Auseinandersetzung von 1871 bis 1945
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
1,7
Autor
Christoph Mikat (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
19
No. de catálogo
V1163762
ISBN (PDF)
9783346567291
ISBN (Libro)
9783346567307
Idioma
Alemán
Etiqueta
berufsbildungspolitik jahrhundert eine auseinandersetzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Mikat (Autor), 2021, Die "deutsche" Berufsbildungspolitik um das 20. Jahrhundert. Eine historische Auseinandersetzung von 1871 bis 1945, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163762
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