Die Industriegesellschaft wandelt sich in einem unumkehrbaren Prozess zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Diese Arbeit möchte die Determinanten der Wissensgesellschaft aufzeigen, danach auf den gleichzeitig stattfindenden Familienwandel eingehen, sowie die aktuelle Familienpolitik in Deutschland kurz erläutern. Am Ende der Arbeit werden in einem Ausblick die familienpolitischen Leistungen den Herausforderungen der Wissensgesellschaft gegenübergestellt. Der 7. Familienbericht der Bundesregierung fordert eine „nachhaltige Familienpolitik“, welche sich vor allem dadurch auszeichnen soll, dass sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert. Die Familienpolitik der Zukunft möchte dem Trend hin zu einer eher weiblich besetzten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft gerecht werden und gut qualifizierten Frauen die Möglichkeit einräumen trotz Erwerbskarriere ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Diese Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie versteht sich als Überblick über die aktuelle politisch und gesellschaftlich geführte Familiendiskussion. Die wichtigsten Eckpunkte der geforderten „nachhaltigen Familienpolitik“ werden etwas ausführlicher besprochen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Wissensgesellschaft
- 3 Familienpolitik in Deutschland
- 4 Pluralität der Familienformen
- 5 Ausblick
- 6 Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Wissensgesellschaft auf die Familienpolitik in Deutschland. Sie analysiert die Determinanten der Wissensgesellschaft, beleuchtet den damit einhergehenden Familienwandel und erläutert die aktuelle Familienpolitik in Deutschland. Der Fokus liegt auf der Anpassung familienpolitischer Leistungen an die Pluralität der Familienformen in der Wissensgesellschaft.
- Wissensgesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt
- Familienwandel und Pluralisierung der Familienformen
- Familienpolitik in Deutschland und ihre Herausforderungen
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Wissensgesellschaft
- Nachhaltige Familienpolitik und ihre Zielsetzung
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung
Die Einleitung stellt die aktuelle Familienpolitik in Deutschland in den Kontext der sich wandelnden Gesellschaft von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft. Sie beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus diesem Wandel für die Familienpolitik ergeben und skizziert die zentralen Themen der Arbeit.
2 Wissensgesellschaft
Dieses Kapitel definiert den Begriff der Wissensgesellschaft und erläutert seine charakteristischen Merkmale. Es wird die Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt, Bildung und Wirtschaft beleuchtet.
3 Familienpolitik in Deutschland
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die aktuelle Familienpolitik in Deutschland. Es werden die wichtigsten familienpolitischen Leistungen und Maßnahmen vorgestellt und deren Relevanz im Kontext der Wissensgesellschaft diskutiert.
4 Pluralität der Familienformen
Dieses Kapitel analysiert die Pluralisierung der Familienformen in der Wissensgesellschaft. Es werden verschiedene Familienmodelle vorgestellt und die Ursachen für den Wandel der traditionellen Familienstruktur beleuchtet.
Schlüsselwörter
Wissensgesellschaft, Familienpolitik, Familienwandel, Pluralität der Familienformen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nachhaltige Familienpolitik, Dienstleistungsgesellschaft, Individualisierungsprozess, Bildung, Qualifikation, Zeitwohlstand.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine „nachhaltige Familienpolitik“?
Laut dem 7. Familienbericht zielt sie darauf ab, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig zu sichern und Bildung sowie Qualifikation zu fördern.
Wie beeinflusst die Wissensgesellschaft die Familienplanung?
In einer Wissensgesellschaft sind hohe Qualifikationen entscheidend, was oft zu einem späteren Kinderwunsch führt, da Frauen erst ihre Erwerbskarriere festigen möchten.
Was versteht man unter der Pluralität der Familienformen?
Neben der traditionellen Kernfamilie treten vermehrt Ein-Eltern-Familien, Patchworkfamilien und nicht-eheliche Lebensgemeinschaften auf, die neue Anforderungen an die Politik stellen.
Welche Herausforderungen ergeben sich für gut qualifizierte Frauen?
Der Konflikt zwischen zeitintensiven Karrieren in der Dienstleistungsgesellschaft und dem Wunsch nach Kindern erfordert flexible Betreuungs- und Arbeitszeitmodelle.
Welche Rolle spielt der Faktor „Zeitwohlstand“?
Zeitwohlstand ist ein zentrales Konzept der modernen Familienpolitik, bei dem es darum geht, Eltern mehr Zeitsouveränität für die Kindererziehung einzuräumen.
- Citation du texte
- Timo Grieshaber (Auteur), 2008, Familienpolitik in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116156