Die Arbeit versucht, die Frage zu beantworten, welche Rolle der theoretische Autopoiesis-Ansatz nach Luhmann insbesondere für die praktische Unternehmensführung spielt.
Hierfür wird das zweite Kapitel dieser Arbeit eine Theoriegrundlage zu sozialen Systemen schaffen. Wichtige Begriffe wie System, Autopoiesis und Systemtheorie werden erläutert. Sie werden ebenfalls im Kontext von Luhmanns entwickeltem Verständnis von Organisationen als autopoietische Systeme untersucht. Weitere Studien werden ergänzend herangezogen. Diese konzeptionellen Grundlagen werden im dritten Kapitel angewendet. Hierfür wird untersucht werden, inwiefern das autopoietische Theoriekonzept auf die unternehmerische Praxis übertragen werden kann. Es sollen Antworten zu den gestellten Fragen gefunden und erläutert werden. Abschließend wird das vierte Kapitel die gewonnen Erkenntnisse zusammenfassen und einen Ausblick bieten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Aktuelle Problemstellung
- Ziel und Aufbau der Arbeit
- Konzeptionelle Grundlagen sozialer Systeme
- Systeme
- Systemtheorie
- Systemtheorie nach Luhmann und soziale Systeme
- Autopoiesis
- Merkmale autopoietischer Systeme
- Konsequenzen und Herausforderungen für die Praxis
- Autopoiesis-Merkmale in Unternehmen
- Konsequenzen und Herausforderungen für die Führung von Unternehmen
- Handlungsempfehlungen für die Unternehmensführung
- Zusammenfassung, Kritik und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Erkenntnisse des Autopoiesis-Ansatzes nach Niklas Luhmann auf die praktische Unternehmensführung zu übertragen. Die Arbeit untersucht, ob der Autopoiesis-Ansatz aus der Biologie auf soziale Systeme übertragen werden kann, welche Merkmale autopoietische Systeme auszeichnen und welche Konsequenzen sich daraus für die praktische Unternehmensführung ableiten lassen.
- Autopoiesis-Theorie und ihre Anwendung auf soziale Systeme
- Merkmale autopoietischer Systeme in Bezug auf Unternehmen
- Konsequenzen des Autopoiesis-Ansatzes für die Unternehmensführung
- Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Praxis
- Relevanz der Systemtheorie für das Verständnis von Unternehmen in einer sich schnell verändernden Umwelt
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Arbeit ein, die sich aus den Herausforderungen des stetigen Wandels und der Digitalisierung für Unternehmen ergibt. Insbesondere wird der Einfluss von New Work auf die Arbeitsweisen in Teams und die Notwendigkeit, Führungsstile anzupassen, beleuchtet.
Konzeptionelle Grundlagen sozialer Systeme
Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen des Autopoiesis-Ansatzes vor. Es werden die Konzepte von Systemen, Systemtheorie und der Systemtheorie nach Luhmann erläutert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Autopoiesis und ihren Merkmalen.
Konsequenzen und Herausforderungen für die Praxis
Dieses Kapitel beleuchtet die Anwendung des Autopoiesis-Ansatzes auf Unternehmen. Es werden die Merkmale autopoietischer Systeme im Kontext von Unternehmen analysiert und die daraus resultierenden Konsequenzen und Herausforderungen für die Führung von Unternehmen diskutiert. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen für die Unternehmensführung abgeleitet.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Systemtheorie, Autopoiesis, Niklas Luhmann, soziale Systeme, Unternehmen, Unternehmensführung, Kommunikation, Beobachtung, Wandel, Digitalisierung, New Work.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Autopoiesis" im Kontext von Organisationen?
Nach Niklas Luhmann sind Organisationen autopoietische Systeme, die sich selbst durch Kommunikation reproduzieren und erhalten, indem sie eine Grenze zur Umwelt ziehen.
Wie lässt sich Luhmanns Systemtheorie auf die Unternehmensführung anwenden?
Die Theorie hilft zu verstehen, dass Führung nicht als direkte Steuerung, sondern als Gestaltung von Rahmenbedingungen für die interne Kommunikation und Beobachtung verstanden werden muss.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in autopoietischen Systemen?
Kommunikation ist das Basiselement sozialer Systeme. In Unternehmen besteht Autopoiesis darin, dass eine Entscheidung an die nächste anknüpft und so das System fortbesteht.
Was sind die Herausforderungen von "New Work" für diese Systeme?
Digitalisierung und New Work erfordern flexiblere Kommunikationsstrukturen, was die Stabilität traditioneller autopoietischer Organisationsgrenzen herausfordert.
Kann man ein autopoietisches System von außen steuern?
Systemtheoretisch ist eine direkte Steuerung (Input-Output) kaum möglich, da das System Reize aus der Umwelt immer nach seiner eigenen internen Logik verarbeitet.
- Arbeit zitieren
- Hendrikje Lyhs (Autor:in), 2021, Organisationen als autopoietische Systeme nach Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156332