Wittgensteins Überlegungen zur Möglichkeit der Paraphrasierung von Dichtung und deren Übersetzbarkeit stellen zwei vielfach diskutierte Probleme dar, an denen sich die Geister scheiden. Die Zusammenführung dieser beiden Problematiken zur Untersuchung des Paraphrasierens von Dichtung in Fremdsprachen soll Thema dieser Abhandlung sein. Ist das Paraphrasieren von Dichtung in Fremdsprachen möglich und welche Grenzen könnten ihm gesetzt sein? Um sich der Beantwortung dieser Frage annähern zu können, gilt es einen Blick auf Wittgensteins Philosophische Untersuchungen sowie deren zahlreiche Interpretationen zu werfen, um letztendlich die Frage der Form-Inhalt Identität von Gedichten auf befriedigende Weise zu klären.
Inhaltsverzeichnis
- Über das Problem des Paraphrasierens von Dichtung in Fremdsprachen
- Die Möglichkeit des Paraphrasierens von Dichtung
- Stanley Cavell
- Peter Kivy
- Die Grenzen des Paraphrasierens von Dichtung
- Die Form-Inhalt Identität von Gedichten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Abhandlung untersucht die Problematik des Paraphrasierens von Dichtung in Fremdsprachen. Sie analysiert die Überlegungen von Wittgenstein zum Paraphrasieren und zur Übersetzbarkeit von Dichtung und diskutiert verschiedene Interpretationen, insbesondere von Stanley Cavell und Peter Kivy. Die Arbeit geht der Frage nach, ob Paraphrasierung in Fremdsprachen möglich ist und welche Grenzen ihr gesetzt sein könnten.
- Die Möglichkeit des Paraphrasierens von Dichtung
- Die Grenzen des Paraphrasierens von Dichtung
- Die Form-Inhalt Identität von Gedichten
- Die Rolle des Kontexts in der Bedeutung von Dichtung
- Die Bedeutung der Stimmung in der Dichtung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Abhandlung beginnt mit einer Einführung in Wittgensteins Gedanken zum Paraphrasieren und zur Übersetzbarkeit von Dichtung. Anschließend werden die Ansätze von Stanley Cavell und Peter Kivy zur Paraphrasierung von Dichtung vorgestellt und kritisch beleuchtet. Es wird diskutiert, ob und inwiefern eine Paraphrasierung den wahren Kern der Bedeutung eines Gedichts erfassen kann. Im weiteren Verlauf der Abhandlung werden verschiedene Aspekte des Paraphrasierens und Übersetzens von Dichtung analysiert, einschließlich der Bedeutung des Kontexts und der Rolle der Stimmung. Es wird untersucht, ob es Sätze gibt, deren Bedeutung nur durch sich selbst ausgedrückt werden kann und welche Konsequenzen dies für die Möglichkeit des Paraphrasierens und Übersetzens hätte.
Schlüsselwörter
Paraphrasierung, Dichtung, Fremdsprachen, Wittgenstein, Cavell, Kivy, Form-Inhalt Identität, Kontext, Bedeutung, Stimmung, Übersetzbarkeit, denotative Bedeutung, konnotative Bedeutung, tropische Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Paraphrasieren von Dichtung laut Wittgenstein problematisch?
Wittgenstein hinterfragt, ob der Sinn eines Gedichts von seiner spezifischen sprachlichen Form getrennt werden kann (Form-Inhalt-Identität).
Was diskutieren Stanley Cavell und Peter Kivy zu diesem Thema?
Sie untersuchen die Grenzen der Interpretierbarkeit und ob eine Paraphrase den ästhetischen Kern eines Kunstwerks überhaupt erfassen kann.
Spielt der Kontext eine Rolle beim Verständnis von Gedichten?
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass Bedeutung oft tief im kulturellen und sprachlichen Kontext verwurzelt ist, was die Übersetzung erschwert.
Was ist der Unterschied zwischen denotativer und konnotativer Bedeutung?
Denotative Bedeutung ist die direkte Wortbedeutung, während konnotative Bedeutung die mitschwingenden Gefühle und Assoziationen umfasst, die in der Dichtung zentral sind.
Ist Lyrik in eine Fremdsprache übersetzbar?
Die Abhandlung untersucht die Grenzen dieser Übersetzbarkeit und kommt zu dem Schluss, dass bestimmte Nuancen in der Zielsprache oft verloren gehen.
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- Katrin Simon (Author), 2021, Das Problem des Paraphrasierens von Dichtung in Fremdsprachen nach Ludwig Wittgenstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149340