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Externalisieren als Technik in der sozialpädagogischen Familienhilfe. Hintergründe, Chancen und Grenzen

Impulse für die Praxis

Title: Externalisieren als Technik in der sozialpädagogischen Familienhilfe. Hintergründe, Chancen und Grenzen

Bachelor Thesis , 2016 , 72 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Sandra Noé (Author)

Social Work
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Diese Arbeit möchte darstellen, vor welchem Hintergrund sozialpädagogische Familienhilfe stattfindet und wie Externalisieren als Technik in diese Kulisse passt. Hierzu werden die Rahmenbedingungen und theoretischen Grundlagen im ersten Teil der Arbeit skizziert. Im zweiten Teil wird die Übertragung in die Praxis dargestellt.

Die sozialpädagogische Familienhilfe stellt ein vielschichtiges sozialarbeiterisches Tätigkeitsfeld dar, für das man zahlreiche Kenntnisse, Methoden und Techniken benötigt, um der Mannigfaltigkeit an Problemlagen in den unterschiedlichen Familien zu begegnen. Die rechtliche Verortung ist das Gerüst für die sozialpädagogische Familienhilfe. Auch die Gründe, weshalb sozialpädagogische Familienhilfe installiert wird, sind vielfältig. Hervorzuheben ist, dass die rechtliche Grundlage ein Selbsthilfeprinzip ausweist. Hilfe zur Selbsthilfe kann nur geschehen, wenn ich weiß wie mein "Selbst" ist, also wer und wie ich bin, was ich kann und was mich ausmacht. Wie wird also Identität konstruiert? Ist dies ein unveränderbarer Prozess oder kann Identität umstrukturiert werden?

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A. Wissenschaftliche Definitionen, Rahmenbedingungen und Verortungen

1. Soziale Arbeit mit Familien

1.1 Problemlagen in Familien

1.2 Rechtliche Grundlagen

1.3 Sozialpädagogische Familienhilfe

1.3.1 Meldung durch Dritte

1.3.2 Meldung durch die Familie selbst

2. Theoretische Grundlagen für die Sozialpädagogische Familienhilfe

2.1 Lebenswelttheorie

2.2 Systemischer Ansatz

2.3 Wirksamkeitsfaktoren für Erzieherische Hilfen

3. Die Heimat des Externalisierens: Narrative Therapie nach Michael White

3.1. Externalisieren macht das Problem zum Problem

3.2. Metaphern – Mit Sprache externalisieren

3.3 Identität eine Konstruktion der Lebenswelt

3.3.1 Das Verständnis von Identität im Laufe der Geschichte

3.3.2 Kultur und Identität entstehen durch Narrationen

3.3.3 Narration als Basis der Kultur und Identität

3.3.4 Konstruktion der Lebensgeschichte

B Externalisieren in der Sozialpädagogischen Familienhilfe - Praxisbeispiele

4. Kreative Anwendungsmöglichkeiten des Externalisierens

4.1. Im Spiel

4.2 Externalisieren über Schreiben

5. Anwendung in der sozialpädagogischen Familienhilfe

5.1 Mit der gesamten Familie „Externalisieren im Spiel“

5.2 Mit einzelnen Mitgliedern der Familie „Die vier Fragekategorien“

5.3 Die Verwendung von externalisierenden Metaphern um Problemlagen zu beschreiben am Beispiel des Bilderbuchs „Der Schal der immer länger wurde“

6. Reflexion der Technik im Kontext Sozialpädagogischer Familienhilfe

6.1 Haltung der Familienhelfer_in

6.2 Grenzen

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Anwendung der Externalisierung als fachliche Technik innerhalb der sozialpädagogischen Familienhilfe. Ziel ist es darzustellen, wie durch die narrative Distanzierung vom Problem die Identitätskonstruktion gestärkt und neue Handlungsoptionen für betroffene Familien eröffnet werden können.

  • Grundlagen der sozialpädagogischen Familienhilfe und ihrer Rahmenbedingungen
  • Theoretische Fundierung durch Lebensweltorientierung und systemische Ansätze
  • Einführung in die narrative Therapie nach Michael White
  • Praktische Umsetzung der Externalisierung durch kreative Techniken und Metaphern
  • Reflexion der ethischen Grundhaltung und fachlicher Grenzen in der Fallarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1. EXTERNALISIEREN MACHT DAS PROBLEM ZUM PROBLEM

Michael White hat 1984 für die narrative Therapie die Methode des “Externalisieren” eines Problems entwickelt. Bei der Arbeit mit Familien mit jüngeren Kindern, die unterschiedliche chronische Probleme hatten, stellte er die Bedeutung der Externalisierung von Problemen fest. Für seine Veröffentlichung zu dem Thema, wählte er als Beispiel die Enkopresis, die mit den Gefühlen von Versagen, Scham, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Frustration verknüpft ist. An diesem Beispiel konnte er gut demonstrieren, wie im Rahmen der Externalisierung des Problems, Familienmitglieder aktiv und kooperativ an der Lösung des Problems arbeiten (vgl. White, 2010:31). Gerade mit Kindern gelang das Externalisieren sehr leicht, da sogar Kinder im Vorschulalter diese Technik intuitiv erfassen (vgl. Herrmann, 2015:67).

Externalisieren löst das Problem von der Person bzw. den Beziehungen und erreicht dadurch Objektivierung oder Personifizierung des Problems. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht die Person oder die Beziehung das Problem ist, sondern das Problem ist das Problem. Nicht der Mensch ist depressiv, sondern er hat eine Depression, die ihn ab und zu besucht.

Am Beispiel von Jeffrey zeigt er auf wie ein Problem externalisiert werden kann:

Jeffrey hat ADHS. Er und seine Eltern suchen White auf. Dieser fordert Jeffrey auf sein ADHS zu malen. Er tut dieses und nennt es in den folgenden Sitzungen AHS. In diesen geht es darum das AHS kennen zu lernen und zu erkunden (White, 2010:20ff.)

Jeffrey hat aus „Ich habe ADHS“ ein „Ich habe ein AHS, das mich manchmal besuchen kommt“ gemacht. Alice Morgan beschreibt den sprachlichen Externalisierungsprozess so: „In these initial attempts as externalising conversations, two words were my companions if all else seemed to go astray. These words ar „it“ and „the“. [...] Using these two words meant that the conversation was immediately externalised. [...] For exapmle „worry“ becomes „The Worry“ [...]. These words became tools for helping seperate problems from people“ (Morgan, 2002:89).

Zusammenfassung der Kapitel

Soziale Arbeit mit Familien: Dieses Kapitel erläutert die Problemlagen von Familien und die rechtlichen Rahmenbedingungen, die das Gerüst für die sozialpädagogische Familienhilfe bilden.

Theoretische Grundlagen für die Sozialpädagogische Familienhilfe: Hier werden die lebensweltorientierten und systemischen Ansätze als theoretisches Fundament der Familienhilfe vorgestellt.

Die Heimat des Externalisierens: Narrative Therapie nach Michael White: Der Abschnitt führt in die narrative Therapie ein, mit besonderem Fokus auf Sprachverwendung und Identitätskonstruktion.

Kreative Anwendungsmöglichkeiten des Externalisierens: Dieses Kapitel beschreibt spielerische und schriftliche Methoden, um Externalisierung jenseits des reinen Gesprächs zu nutzen.

Anwendung in der sozialpädagogischen Familienhilfe: Hier werden Fallbeispiele aus der Praxis diskutiert, um die konkrete Arbeit mit Kindern und Eltern zu verdeutlichen.

Reflexion der Technik im Kontext Sozialpädagogischer Familienhilfe: Das Abschlusskapitel reflektiert die Haltung der Fachkraft und die Grenzen der Externalisierung im professionellen Alltag.

Schlüsselwörter

Externalisierung, Sozialpädagogische Familienhilfe, Narrative Therapie, Michael White, Systemischer Ansatz, Identitätskonstruktion, Lebensweltorientierung, Kindeswohl, Metaphern, Familienarbeit, Empowerment, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Professionelle Haltung, Fallbeispiele

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Externalisierungsmethode im Rahmen der sozialpädagogischen Familienhilfe, um Familien bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der narrativen Therapie, die Identitätsarbeit durch Sprache sowie die praktische Arbeit mit Familien in komplexen Lebenssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen von Externalisierungstechniken aufzuzeigen, um durch die Trennung von Person und Problem neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse systemischer und narrativer Theorien sowie auf eine qualitative Darstellung von Praxisbeispielen aus der sozialpädagogischen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Einführung in das Externalisieren und eine detaillierte Darstellung konkreter Anwendungsbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Externalisierung, Soziale Arbeit, Identitätsarbeit, narrative Therapie, systemischer Ansatz und Ressourcenaktivierung.

Warum ist die "Wagenrad-Metapher" für die Arbeit der Autorin wichtig?

Sie dient als Visualisierungsinstrument, um die Vielfalt der Identität von Klient_innen sichtbar zu machen und das Bewusstsein für vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten zu stärken.

Welche Rolle spielt das Kindeswohl im Zwangskontext?

Das Kindeswohl hat Vorrang; Externalisierung hilft hier, die Familie zur Kooperation zu bewegen, ohne Schuldzuweisungen den Schutz des Kindes zu gewährleisten.

Warum ist das "Dampfdrucktopf-Beispiel" für die Fallarbeit relevant?

Es veranschaulicht metaphorisch den inneren Druck von Klient_innen und dient als sprachlicher Anker, um emotionale Ausbrüche frühzeitig zu reflektieren und kontrollierbar zu machen.

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Details

Title
Externalisieren als Technik in der sozialpädagogischen Familienhilfe. Hintergründe, Chancen und Grenzen
Subtitle
Impulse für die Praxis
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,4
Author
Sandra Noé (Author)
Publication Year
2016
Pages
72
Catalog Number
V1148352
ISBN (eBook)
9783346530332
ISBN (Book)
9783346530349
Language
German
Tags
Externalisieren Narrative Therapie Familienhilfe Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Noé (Author), 2016, Externalisieren als Technik in der sozialpädagogischen Familienhilfe. Hintergründe, Chancen und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148352
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