Diese Arbeit stellt sich die Frage, welchen Einfluss Gewalt in der Erziehung auf die Entwicklung von Jugenddelinquenz hat.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit den Begriffsdefinitionen von „Jugenddelinquenz“ und „Gewalt in der Erziehung“.
Im zweiten Kapitel werden lerntheoretische Ansätze thematisiert, um zu erläutern inwiefern Erleben von Gewalt in der Erziehung delinquentes Verhalten begünstigt.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema der multifaktoriellen Theorie, die auf Böhnisch zurückgeführt werden kann. Demzufolge wird angenommen, dass delinquentes Verhalten, prinzipiell ein Versuch der Lebensbewältigung in einer anomischen Gesellschaft ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Begriffsdefinitionen
- 1.1 Jugenddelinquenz
- 1.2 Gewalt in der Erziehung
- 2. Lerntheoretische Ansätze
- 2.1 Operante Konditionierung
- 2.2 Modelllernen
- 3. Abweichendes Verhalten als Bewältigungsstrategie
- 4. Konzept der Selbstkontrolle
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss Gewalt in der Erziehung auf die Entstehung von Jugenddelinquenz hat. Die Arbeit analysiert verschiedene theoretische Ansätze und untersucht die Verbindung zwischen erlebter Gewalt in der Familie und dem Auftreten von delinquentem Verhalten bei Jugendlichen.
- Definitionen von Jugenddelinquenz und Gewalt in der Erziehung
- Lerntheoretische Modelle, insbesondere operante Konditionierung und Modelllernen
- Abweichendes Verhalten als Bewältigungsstrategie in anomischen Gesellschaften
- Die Rolle von Selbstkontrolle und elterlicher Erziehung im Kontext der Jugenddelinquenz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Jugendkriminalität und die Bedeutung der Erforschung von Einflussfaktoren ein, wobei die Fokussierung auf Gewalt in der Erziehung betont wird.
Kapitel 1 befasst sich mit den Definitionen von Jugenddelinquenz und Gewalt in der Erziehung. Es werden relevante Gesetzestexte und wissenschaftliche Perspektiven auf die jeweiligen Begriffe beleuchtet.
Kapitel 2 untersucht lerntheoretische Ansätze, insbesondere operante Konditionierung und Modelllernen. Es wird analysiert, wie die Erfahrung von Gewalt in der Erziehung delinquentes Verhalten beeinflussen kann.
Kapitel 3 widmet sich der multifaktoriellen Theorie, die delinquentes Verhalten als Versuch der Lebensbewältigung in einer anomischen Gesellschaft betrachtet.
Kapitel 4 beleuchtet die Theorie der Selbstkontrolle und den psychoanalytischen Ansatz zur Erklärung der Entwicklung von Jugenddelinquenz. Es werden Wirkungsmechanismen von elterlicher Erziehung im Hinblick auf die Entstehung von delinquentem Verhalten untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Jugenddelinquenz, Gewalt in der Erziehung, Lerntheorien, Selbstkontrolle, anormales Verhalten, multifaktorielle Theorien, Lebensbewältigung und die Rolle von Familie und Erziehung. Die Analyse basiert auf wissenschaftlichen Studien und relevanten Gesetzestexten, um die Verbindung zwischen Gewalt in der Erziehung und der Entwicklung von Jugenddelinquenz zu erforschen.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat Gewalt in der Erziehung auf Jugendliche?
Die Arbeit untersucht, wie das Erleben von Gewalt in der Familie delinquentes Verhalten begünstigt und als negativer Einflussfaktor für die Entwicklung gilt.
Was bedeutet „Jugenddelinquenz“ in diesem Kontext?
Jugenddelinquenz bezeichnet straffälliges Verhalten von Jugendlichen, das in der Arbeit anhand von Gesetzestexten und wissenschaftlichen Definitionen analysiert wird.
Wie erklärt das Modelllernen die Entstehung von Gewalt?
Nach lerntheoretischen Ansätzen übernehmen Jugendliche Gewalt als Verhaltensmuster, wenn sie diese bei ihren Erziehungspersonen beobachten und erleben.
Was besagt die Theorie der Selbstkontrolle?
Diese Theorie geht davon aus, dass mangelnde elterliche Erziehung zu einer geringen Selbstkontrolle führt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für kriminelles Verhalten erhöht.
Kann Delinquenz eine Bewältigungsstrategie sein?
Ja, laut der multifaktoriellen Theorie von Böhnisch kann abweichendes Verhalten ein Versuch sein, das Leben in einer als anomisch (normlos) empfundenen Gesellschaft zu bewältigen.
Welche Rolle spielt die operante Konditionierung?
Sie erklärt, wie delinquentes Verhalten durch Verstärkung oder das Ausbleiben von Konsequenzen im Erziehungsprozess erlernt und verfestigt werden kann.
- Quote paper
- Andrea Hämmerle (Author), 2021, Gewalt in der Erziehung. Einfluss auf die Entstehung von Jugenddelinquenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1143909