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Der Ingelheimer Oberhof

Titel: Der Ingelheimer Oberhof

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 33 Seiten , Note: 16 Punkte

Autor:in: Referendar jur. Alexander Krey (Autor:in)

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Das Ingelheimer Gericht, das in einem der drei Hauporte Nieder-Ingelheim, Ober-Ingelheim oder Groß-Winternheim tagte, hatte insgesamt drei Funktionen: Es war zwar zum einen als erstinstanzliches Gericht für Klagen gegen Personen des Ingelheimer Reiches sowie als Gericht der belegenen Sache für alle zum Ingelheimer Grund gehörigen Grundstücke zuständig, es war Strafgericht für den ganzen Grund und zudem auch Oberhof. Daneben gab es in den Hauptorten wie auch in den übrigen Orten des Grundes zusätzlich noch Ortsgerichte. In der vorliegenden Seminararbeit sollen allerdings die im Umfang sehr viel zahlreicheren erstinstanzlichen Haderbücher ausgespart bleiben und der Fokus auf die Tätigkeit als Oberhof gelegt werden. Zunächst soll hierzu, nach einem Blick auf die Quellenlage und die Entstehung des Gerichts, die Gerichtsverfassung näher beleuchtet und dann in einem zweiten Teil das Verfahrensrecht dargelegt werden. Ziel ist dabei, die Funktionsweise eines mittelalterlichen Laiengerichts und die Besonderheiten der spätmittelalterlichen Laiengerichtsbarkeit darzustellen. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden hierzu in den Quellenzitaten Hervorhebungen vorgenommen, die das Original nicht kennt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • A. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
  • B. Quellenlage
  • C. Entstehungsgeschichte
    • I. Abriss der Historie des Ingelheimer Grundes.
    • II. Geschichte des Ingelheimer Oberhofs
  • D. Gerichtsverfassung
    • I. Selbstbezeichnung.
    • II. Schultheiẞ
    • III. Schöffenkollegium.
    • IV. gemeinsames Gerichtssiegel
    • V. Gerichtsdiener und -schreiber.
    • VI. Gerichtstage.
  • E. Verfahrensrecht
    • I. Anrufen des Oberhofs.
    • II. 1) Anfragen anderer Schöffenstühle 2) Anfragen von Privatpersonen 3) 'Ausheischen' einer Partei
    • III. Ladung.
    • IV. Volle Besetzung des Gerichts.
    • V. Parteienvertreter.
    • VI. Beweisrecht.
    • VII. Urteilsaufbau.
  • F. Die Rechtsordnung hinter den Urteilen
  • G. Art der Rechtsstreitigkeiten
  • H. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Seminararbeit befasst sich mit der spätmittelalterlichen Laiengerichtsbarkeit am Beispiel des Ingelheimer Oberhofs. Ziel der Arbeit ist es, die Funktionsweise, Struktur und Rechtsordnung dieses Gerichts im Detail zu beleuchten. Dazu werden die Entstehungsgeschichte, die Gerichtsverfassung, das Verfahrensrecht und die Rechtsstreitigkeiten analysiert.

  • Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Ingelheimer Oberhofs
  • Struktur und Funktionsweise der Gerichtsverfassung
  • Verfahrensrechtliche Besonderheiten des Oberhofs
  • Typische Rechtsstreitigkeiten und die Rechtsordnung des Gerichts
  • Bedeutung des Oberhofs im Kontext der spätmittelalterlichen Gerichtsbarkeit

Zusammenfassung der Kapitel

  • Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Untersuchung.
  • Quellenlage: Dieses Kapitel beschreibt die wichtigsten Quellen für die Untersuchung des Ingelheimer Oberhofs und deren Bedeutung.
  • Entstehungsgeschichte: In diesem Kapitel wird die Geschichte des Ingelheimer Grundes und die Entstehung des Oberhofs im Detail beleuchtet.
  • Gerichtsverfassung: Hier werden die Struktur und Zusammensetzung des Gerichts, einschließlich der Rollen der verschiedenen Akteure wie Schultheißen, Schöffen und Gerichtsdiener, beschrieben.
  • Verfahrensrecht: Dieses Kapitel beleuchtet das Verfahren vor dem Oberhof, von der Ladung der Parteien bis zur Urteilsfindung, und behandelt Aspekte wie Mündlichkeit, Beweisführung und die Rolle von Parteienvertretern.
  • Die Rechtsordnung hinter den Urteilen: Dieses Kapitel analysiert die Rechtsordnung, die dem Oberhof zugrunde lag, und untersucht die Rechtsquellen, die für die Urteilsfindung relevant waren.
  • Art der Rechtsstreitigkeiten: Hier werden die verschiedenen Arten von Rechtsstreitigkeiten, die vor dem Oberhof verhandelt wurden, untersucht und in ihrem Kontext erläutert.

Schlüsselwörter

Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Spätmittelalter, Laiengerichtsbarkeit, Ingelheimer Oberhof, Gerichtsverfassung, Verfahrensrecht, Rechtsordnung, Rechtsstreitigkeiten, Schöffenstuhl, Schultheißen, Schöffen, Gerichtsdiener, Urteilsfindung, Quellenlage.

Häufig gestellte Fragen

Was war der Ingelheimer Oberhof?

Der Ingelheimer Oberhof war ein bedeutendes spätmittelalterliches Laiengericht, das sowohl erstinstanzlich für das Ingelheimer Reich zuständig war als auch als Oberhof Rechtsauskünfte für andere Gerichte erteilte.

Wer bildete das Schöffenkollegium am Ingelheimer Oberhof?

Das Gericht bestand aus Laienrichtern, den sogenannten Schöffen, die unter dem Vorsitz eines Schultheißen urteilten. Sie waren für die Rechtsfindung auf Basis von Gewohnheitsrecht und lokalen Satzungen zuständig.

Was bedeutet die Funktion als „Oberhof“?

Als Oberhof fungierte das Gericht als Instanz, die von anderen Schöffenstühlen oder Privatpersonen angerufen wurde, um Rechtsunsicherheiten zu klären oder Urteilsvorschläge einzuholen.

Welche Rolle spielten die „Haderbücher“?

Die Haderbücher sind historische Quellen, die die erstinstanzlichen Klagen und Rechtsstreitigkeiten dokumentieren. Sie geben Einblick in den Alltag und die Konflikte der Menschen im Ingelheimer Grund.

Wie war das Verfahrensrecht im Mittelalter gestaltet?

Das Verfahren war geprägt von Mündlichkeit, strengen Beweisregeln und der Notwendigkeit einer vollen Besetzung des Gerichts. Auch die Rolle von Parteienvertretern und die Form der Ladung waren fest geregelt.

Wo tagte das Ingelheimer Gericht?

Das Gericht tagte in den Hauptorten des Ingelheimer Reiches: Nieder-Ingelheim, Ober-Ingelheim oder Groß-Winternheim.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Ingelheimer Oberhof
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Spätmittelalterliche Laiengerichtsbarkeit
Note
16 Punkte
Autor
Referendar jur. Alexander Krey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
33
Katalognummer
V114323
ISBN (eBook)
9783640149292
ISBN (Buch)
9783640149766
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ingelheimer Oberhof Spätmittelalterliche Laiengerichtsbarkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Referendar jur. Alexander Krey (Autor:in), 2006, Der Ingelheimer Oberhof, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114323
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Leseprobe aus  33  Seiten
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