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Björn Höckes Buch "Nie zweimal in denselben Fluss". Inhaltsanalyse nach Adornos Kriterien zur antidemokratischen Propaganda

Título: Björn Höckes Buch "Nie zweimal in denselben Fluss". Inhaltsanalyse nach Adornos Kriterien zur antidemokratischen Propaganda

Trabajo , 2020 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, Björn Höckes rechtsradikale und antidemokratische Einstellungen mittels einer gesicherten Textanalyse nachzuweisen. Das wissenschaftliche Fundament dafür hat der Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno bereits in den vierziger Jahren mit den "Studien zum autoritären Charakter" geschaffen. Mit seinem Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ von 1967 knüpfte Adorno an das Konzept der autoritären Persönlichkeit an und führte es aus.

Diese beiden Werke Adornos bilden das theoretische Fundament dieser Arbeit, anhand dessen das Buch "Nie zweimal in denselben Fluss" des Thüringer AfD-Landesvorsitzen Björn Höcke untersucht wird. Im ersten Schritt werden Adornos Erkenntnisse zur autoritätsgebundenen Persönlichkeit betrachtet und einzelne Kriterien ausgewählt, die sich für die Textanalyse von Höckes Buchs eignen. Weiter werden Textstellen aus "Nie zweimal in denselben Fluss" vorgestellt und untersucht, um sie auf faschistisches und antidemokratisches Gedankengut zu überprüfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Adornos Erkenntnisse

3. Funde in Höckes Text

3.1 Selbstcharakterisierung des Agitators

3.2 Merkmale von Ideologischer Hetze

3.3 Monopolisierung des Wortes deutsch

4. Bewertung der Funde

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Buch »Nie zweimal in denselben Fluss« von Björn Höcke unter Rückgriff auf die von Theodor W. Adorno entwickelten Kriterien zur Identifizierung antidemokratischer und rechtsradikaler Propaganda. Ziel ist es, nachzuweisen, ob und wie spezifische propagandistische Mechanismen – wie die Selbstcharakterisierung des Agitators, die Ideologisierung der Hetze und die Monopolisierung des Begriffs „deutsch“ – in Höckes Text Anwendung finden.

  • Theoriebildung auf Basis von Adornos Studien zum autoritären Charakter
  • Analyse der Selbstinszenierung und Rhetorik rechtsradikaler Akteure
  • Untersuchung von antidemokratischen Narrativen und Entfremdungsstrategien
  • Deutungshoheit und Ausgrenzungsmechanismen in rechtspopulistischer Rhetorik
  • Verifizierung von Propagandatechniken in aktuellen politischen Texten

Auszug aus dem Buch

3.1 Selbstcharakterisierung des Agitators

Der Text liest sich wie ein knapp 300 Seiten langes Interview zwischen dem Dresdner Künstler und Publizisten Sebastian Hennig in der Rolle des Fragenstellers und Björn Höcke als Antwortengeber. Die Abschnitte des Buches sind zunächst nach Höckes drei Lebensabschnitten Frühe Jahre, Im Schuldienst und Der Weg in die Politik gegliedert. Daran schließen lokalpolitische Ansichten im Kapitel Partei und Fraktion in Thüringen und später bundespolitische Ansichten Höckes in den Kapiteln Volksopposition gegen das Establishment und Krise und Renovation an.

Im Folgenden wird der gesamte Text im Hinblick auf die zentralen Aspekte Adornos zur rechtsradikalen Propaganda untersucht. Zuerst werden Adornos Erkenntnisse zur Selbstcharakterisierung des Agitators betrachtet und es wird überprüft, ob sich diese im Höcke-Buch nachweisen lassen. Nach Adorno arbeiten Faschistenführer auch immer mit einer persönlichen Sprache, die die private Sphäre des Redners miteinbezieht. So soll es gelingen die „Zuhörer ins Vertrauen zu ziehen und die Kluft zwischen Mensch und Mensch zu überbrücken“. Diesen Aspekt können wir eindeutig an zahlreichen Stellen des Buches nachweisen. Höcke gibt dem Leser einen vermeidlich tiefen Einblick in seine Privatsphäre. Besonders in den ersten drei Kapiteln finden sich intime Kindheitserinnerungen und private, emotionale Gedanken Höckes. Ein Beispiel dafür findet sich auf Seite 34. Hennig stellt hier die Frage: „Welche Kindheitserinnerungen sind Ihnen besonders lieb und teuer?“ In seiner Antwort schildert Höcke Erinnerungen an einen „einzigartigen Duft“ von Tausenden Freilandrosen, die ihn verzaubert hätten, und an die „hornhautgefeite[n] Malocherhände seines Großvaters, der sehr männlich auf den jungen Björn“ gewirkt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung kontextualisiert das Erstarken rechtspopulistischer Parteien in Deutschland und stellt die Forschungsfrage, inwieweit sich in Björn Höckes Werk rechtsradikale und antidemokratische Denkmuster nach Adornos Kriterien nachweisen lassen.

2. Adornos Erkenntnisse: Dieses Kapitel arbeitet Adornos Konzepte zur autoritären Persönlichkeit und zum neuen Rechtsradikalismus auf, um ein theoretisches Analyseinstrumentarium für die Untersuchung des Buches zu schaffen.

3. Funde in Höckes Text: In diesem Hauptteil wird der Text empirisch auf die Identifizierung von Agitator-Selbstinszenierung, Ideologisierung und die Deutungshoheit über den Begriff „deutsch“ hin analysiert.

4. Bewertung der Funde: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und die Wirksamkeit der von Höcke eingesetzten propagandistischen Techniken kritisch gewürdigt.

5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Ausgangsthese, dass Höcke gezielt rechtsradikale Propaganda einsetzt, um Adressaten mit autoritären Charakterstrukturen anzusprechen und demokratische Grundrechte zu untergraben.

Schlüsselwörter

Rechtsradikalismus, Antidemokratische Propaganda, Theodor W. Adorno, Björn Höcke, Autoritäre Persönlichkeit, Faschismustheorie, Politische Rhetorik, Ideologische Hetze, Deutungshoheit, Propaganda-Techniken, Demokratiefeindlichkeit, Massenpsychologie, Agitation, Rechtspopulismus, Identitätspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Inhaltsanalyse des Buches »Nie zweimal in denselben Fluss« von Björn Höcke unter Anwendung von Adornos soziologischen Kriterien zur Identifizierung rechtsextremer Propaganda.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Themenbereiche der Selbstdarstellung politischer Agitatoren, die ideologische Hetze gegen demokratische Institutionen sowie die exklusive Verwendung und Umdeutung nationaler Identitätsbegriffe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Höckes Texte methodisch rechtsradikale Propagandatechniken verwenden, um die Grenzen zwischen rechtspopulistischem und verfassungsfeindlichem Denken zu verschieben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine gesicherte Textanalyse angewandt, die durch die Kriterien Adornos aus seinen „Studien zum autoritären Charakter“ und seinem Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ fundiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Text Höckes systematisch auf die Adorno-Kriterien hin geprüft: die Selbstinszenierung als wehrhafter Charakter, die Diffamierung staatlicher Institutionen als korrupt und die Monopolisierung des Begriffs „deutsch“ zur Exklusion Andersdenkender.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen zählen Rechtsradikalismus, autoritäre Charakterstruktur, antidemokratische Propaganda, Deutungshoheit und politische Rhetorik.

Warum spielt die Selbstcharakterisierung des Agitators für diese Analyse eine Rolle?

Nach Adorno ist die persönliche Sprache und die emotionale Aufladung der eigenen Lebensgeschichte ein zentrales Mittel, um bei den Lesern Vertrauen zu erwecken und eine Bindung aufzubauen, die den Boden für ideologische Botschaften bereitet.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Höcke zu seinen politischen Gegnern?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Höcke politische Gegner und Kritiker als „Autoassisten“ und „Selbsthasser“ stigmatisiert und sie systematisch aus seinem Verständnis der deutschen Volksgemeinschaft ausschließt.

Welche Rolle spielt die „Salami-Methode“ in Höckes Buch laut der Arbeit?

Die Analyse zeigt auf, dass Höcke seinen Gegnern die Salami-Methode zur politischen Manipulation vorwirft, während er selbst Techniken verwendet, die Adorno als charakteristisch für die Demagogie der neuen Rechten beschreibt.

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Detalles

Título
Björn Höckes Buch "Nie zweimal in denselben Fluss". Inhaltsanalyse nach Adornos Kriterien zur antidemokratischen Propaganda
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
18
No. de catálogo
V1141923
ISBN (Ebook)
9783346523273
ISBN (Libro)
9783346523280
Idioma
Alemán
Etiqueta
Theodor W. Adorno Björn Höcke Propaganda antidemokratisch Aspekte des neuen Rechtsradikalismus Studien zum autoritären Charakter AfD
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Björn Höckes Buch "Nie zweimal in denselben Fluss". Inhaltsanalyse nach Adornos Kriterien zur antidemokratischen Propaganda, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141923
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