Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit Metaphern in der Sprache der Wirtschaft verwendet werden und was sich letztendlich dahinter verbirgt. Die Wirtschaftssprache bedient sich einer Fülle von sprachlichen Metaphern, um komplexe ökonomische Sachverhalte zu erklären und zu veranschaulichen. Die durch Adam Smith bekannte "unsichtbare Hand" soll an dieser Stelle nur exemplarisch als eines von vielen möglichen Beispielen genannt sein. Neben der Klassik bedient sich dabei jedoch auch die moderne Wirtschaftstheorie der Metaphorik wie beispielsweise zu Zeiten von Wirtschaftskrisen. Diese Metaphern sind jedoch viel mehr als eine reine Bildsprache. Hinter ihnen verbergen sich Konzepte, wie die amerikanischen Sprachwissenschaftler George Lakoff und Mark Johnson in ihrer berühmten Arbeit "Metaphors We Live By" aus dem Jahre 1980 eindrücklich ausführen. Darin betonen sie, dass Denken und auch die Sprache metaphorisch strukturiert seien. Metaphern werden demnach weitestgehend unbewusst verwendet und sind somit ein fester Bestandteil des alltäglichen Sprachgebrauchs.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Einleitung
- Die Theorie der konzeptuellen Metapher
- Forschungsvorhaben
- Forschungsstand
- Analyse des Korpus
- Das Modell Mechanik
- Das Modell Lebewesen
- Didaktische Implikationen und Fazit
- Korpus
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht konzeptuelle Metaphern in der Wirtschaftssprache, basierend auf der Theorie von Lakoff und Johnson. Sie analysiert, welche Konzepte hinter typischen wirtschaftlichen Ausdrücken stecken, insbesondere in Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre. Der Fokus liegt auf dem Einfluss dieser Metaphern auf wirtschaftswissenschaftliches Denken und die Verankerung in grundlegenden theoretischen Konzepten und Modellen.
- Konzeptuelle Metaphern in der Wirtschaftssprache
- Einfluss von Metaphern auf wirtschaftswissenschaftliches Denken
- Analyse von Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre
- Vergleich mit bisherigen Forschungsergebnissen (z.B. zu Metaphern in Fachzeitschriften und Zeitungen)
- Identifizierung von Quell- und Zieldomänen in ökonomischen Metaphern
Zusammenfassung der Kapitel
Abstract: Der Abstract beschreibt die Verwendung von Metaphern in der Wirtschaftssprache, um komplexe Sachverhalte zu erklären. Er erwähnt die "unsichtbare Hand" als Beispiel und betont den konzeptuellen Aspekt von Metaphern nach Lakoff und Johnson, die Denken und Sprache als metaphorisch strukturiert darstellen. Die Arbeit untersucht den Einfluss konzeptueller Metaphern auf die Wirtschaftssprache und die zugrundeliegenden Vorstellungen über den Realitätsbereich Wirtschaft. Die Analyse basiert auf einem Korpus aus drei Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der konzeptuellen Metaphern in der Wirtschaftssprache ein. Sie skizziert das Forschungsvorhaben, das sich auf die Untersuchung von Lehrbüchern konzentriert, im Gegensatz zu bisherigen Studien, die sich auf Fachzeitschriften und Zeitungen fokussierten. Die Einleitung legt die Forschungsfrage fest: Inwiefern sind Metaphern in grundlegenden wirtschaftswissenschaftlichen Konzepten und Modellen verankert und beeinflussen diese das wirtschaftswissenschaftliche Denken?
2.1 Die Theorie der konzeptuellen Metapher: Dieses Kapitel erläutert die Theorie der konzeptuellen Metapher nach Lakoff und Johnson. Es wird die Funktion von Metaphern als Projektion von Verständnis von einer Erfahrungsdomäne auf eine andere hervorgehoben. Die erfahrungsbasierte Natur konzeptueller Metaphern, ihre kognitive Komponente und die Unterscheidung zwischen Quell- und Zieldomäne werden ausführlich diskutiert. Beispiele wie "DISKUSSION IST KRIEG" veranschaulichen die kulturelle Einbettung und den Einfluss von Metaphern auf die Wahrnehmung und das Verständnis der jeweiligen Konzepte. Die Bedeutung von mentalen Modellen und die verschiedenen sprachlichen Ausprägungen konzeptueller Metaphern werden ebenfalls behandelt. Die Funktionen von konzeptuellen Metaphern, insbesondere im Hinblick auf Informationskonzentration, Ausdrückbarkeit und Einprägsamkeit, werden ebenfalls beleuchtet.
2.2 Forschungsvorhaben: Dieses Kapitel beschreibt das konkrete Forschungsvorhaben der Arbeit. Es wird der Fokus auf die Untersuchung von Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre im Gegensatz zu anderen Textsorten wie Fachzeitschriften oder Zeitungen begründet. Es wird die zentrale Forschungsfrage erneut formuliert und die Bedeutung der Untersuchung von grundlegenden theoretischen Konzepten und Modellen für das Verständnis des Einflusses von Metaphern auf das wirtschaftswissenschaftliche Denken hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Konzeptuelle Metapher, Wirtschaftssprache, Volkswirtschaftslehre, Lehrbücher, Lakoff & Johnson, Quell- und Zieldomäne, kognitive Linguistik, mentale Modelle, Wirtschaftsdenken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Analyse Konzeptueller Metaphern in der Wirtschaftssprache
Was ist das Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert konzeptuelle Metaphern in der Wirtschaftssprache, insbesondere in Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre. Sie untersucht den Einfluss dieser Metaphern auf wirtschaftswissenschaftliches Denken und die Verankerung in grundlegenden theoretischen Konzepten und Modellen.
Welche Theorie bildet die Grundlage der Analyse?
Die Analyse basiert auf der Theorie der konzeptuellen Metapher von Lakoff und Johnson, die davon ausgeht, dass Denken und Sprache metaphorisch strukturiert sind. Die Arbeit untersucht, wie Konzepte aus einer Quell-Domäne auf eine Zieldomäne (hier: Wirtschaft) projiziert werden.
Welches Material wurde analysiert?
Das Analysematerial besteht aus einem Korpus von drei Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre. Im Gegensatz zu bisherigen Studien, die sich auf Fachzeitschriften und Zeitungen konzentrierten, liegt der Fokus hier auf grundlegenden Lehrbüchern.
Welche Forschungsfragen werden behandelt?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern sind Metaphern in grundlegenden wirtschaftswissenschaftlichen Konzepten und Modellen verankert und beeinflussen diese das wirtschaftswissenschaftliche Denken? Die Arbeit untersucht den Einfluss von Metaphern auf die Wirtschaftssprache und die zugrundeliegenden Vorstellungen über den Realitätsbereich Wirtschaft.
Welche Kapitel umfasst die Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in folgende Kapitel: Abstract, Einleitung (mit Theorie der konzeptuellen Metapher, Forschungsvorhaben und Forschungsstand), Analyse des Korpus (inkl. der Modelle "Mechanik" und "Lebewesen"), Didaktische Implikationen und Fazit, Korpus, Literaturverzeichnis.
Welche Schlüsselkonzepte werden in der Arbeit behandelt?
Schlüsselkonzepte sind: Konzeptuelle Metapher, Wirtschaftssprache, Volkswirtschaftslehre, Lehrbücher, Lakoff & Johnson, Quell- und Zieldomäne, kognitive Linguistik, mentale Modelle, Wirtschaftsdenken.
Welche Modelle werden im Korpus analysiert?
Die Analyse des Korpus konzentriert sich auf zwei zentrale Modelle: das Modell "Mechanik" und das Modell "Lebewesen", die als Metaphern für wirtschaftswissenschaftliche Konzepte dienen.
Welche didaktischen Implikationen werden diskutiert?
Das Kapitel "Didaktische Implikationen und Fazit" behandelt die Auswirkungen der gefundenen Metaphern auf den wirtschaftswissenschaftlichen Unterricht und zieht abschließende Schlussfolgerungen aus der Studie.
Wo finde ich das Korpus?
Das verwendete Korpus wird im Kapitel "Korpus" detailliert beschrieben und ggf. im Anhang präsentiert.
- Citar trabajo
- Ann-Marie Mau (Autor), 2020, Konzeptuelle Metaphern in der Wirtschaftssprache. Eine korpusbasierte Untersuchung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139354