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Deutsche Periodika zur Zeit der Märzrevolution 1848

Title: Deutsche Periodika zur Zeit der Märzrevolution 1848

Presentation (Elaboration) , 2008 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andreas Fingas (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll ein allgemeiner Überblick über die Zustände in Deutschland unmittelbar vor und während der deutschen Revolution von 1848/49 hinsichtlich der periodischen Presse geschaffen werden. Um die diese Zustände beschreiben zu können, bedarf es einer kurzen Rückschau auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im davor liegenden halben Jahrhundert, insbesondere im Zeitraum des Vormärz. Diese Retrospektive muss sich sowohl auf die Entwicklungen innerhalb des deutschen Bundes, als auch auf signifikante Ereignisse in den umliegenden Nationen und weiterreichende internationale Veränderungen beziehen.

In der Folge werden verschiedene bedeutende Zeitungs-publizistische Organe präsentiert und deren Entwicklung unter Bezug auf die jeweils geltenden Zensurgesetze- und Praktiken beschrieben. Abschließend soll kurz erläutert werden, welchen Einfluss die Geschehnisse und Entwicklungen in den Jahren 1848/49 auf den weiteren Verlauf der deutschen Zeitungs-Geschichte hatten. Als historischer Einstiegspunkt soll hier die Entstehung des Deutschen Bundes gewählt werden.

Nach der ersten französischen Revolution 1789, in der Vertreter des dritten Standes durch eine provisorisch gegründete Nationalversammlung und eine „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ die alte feudalabsolutistischen Herrschaftsform ersetzt hatten, ergriff Napoleon Bonaparte als militärischer Führer und 1804 als selbst ernannter Kaiser die Macht in der jungen Republik und begann damit ganz Europa mit Krieg zu überziehen. „Im April 1792 beginnt eine mehr als zwei Jahrzehnte dauernde Kriegsepoche“, die zuerst von großen Erfolgen der napoleonischen Revolutionsarmee gekennzeichnet war und die dazu führte, dass Napoleon binnen weniger Jahre ein Herrschaftsgebiet erringen konnte, welches beinahe das komplette Europa umfasste. Nach Siegen über österreichische und russische Truppen und eine regionale Neuordnung Süddeutschlands, musste sich auch Preußen in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 geschlagen geben. Bereits im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 erkannte das Reich diese Neuordnungen offiziell an. Durch die Ereignisse in den folgenden Jahren verlor „die Landkarte des Reiches […] einen guten Teil ihrer Buntscheckigkeit“.

Excerpt


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Neuordnung nach den Befreiungskriegen

2.1 Eroberung durch Napoleon

2.2 Soziale Neuorientierung

2.3 Freiheitskriege

3. Verfassung, Repression und Hunger

3.1 Karlsbader Beschlüsse

3.2 Wirtschaftlicher Wandel und Pauperismus

4. Die Märzrevolution

4.1 Vormärz

4.2 Straßenschlachten

4.3 Volksversammlung und Grundrechte

4.4 Krise und Zusammenbruch

5. Die Periodische Presse vor und um 1848

5.1 Wichtige Periodika des Vormärz und der Revolution

5.1.1 Der Rheinische Merkur

5.1.2 Der Wächter am Rhein

5.1.3 Die (neue) Rheinische Zeitung

5.1.4 Struve und das Mannheimer Journal

5.1.5 Seeblätter, Volksfreund, Deutsche Volkszeitung

5.1.6 Das „Professorenblatt“

5.2 Presse und Zensur

5.3 Pressefreiheit um 1848

5.4 Politische Berichterstattung

6. Bedeutung der Revolution für die weitere Entwicklung der periodischen Presse in Deutschland

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen historischen Überblick über die Situation der periodischen Presse in Deutschland unmittelbar vor und während der Märzrevolution 1848/49, wobei der Fokus auf der Wechselwirkung zwischen politischer Entwicklung, Zensur und publizistischem Wirken liegt.

  • Entwicklung des Deutschen Bundes nach den Befreiungskriegen
  • Auswirkungen der Karlsbader Beschlüsse auf die Pressefreiheit
  • Analyse bedeutender Zeitungen des Vormärz und der Revolutionszeit
  • Der Wandel in der Zeitungsstruktur durch die Errungenschaften der Revolution

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Der Rheinische Merkur

Den Rheinischen Merkur, unter der Herausgeberschaft von Joseph Görres, setzt Koszyk an den „Beginn der Entwicklungen einer modernen politischen Presse in Deutschland“. In einem Artikel vom 1. Juli des Jahres 1814 forderte der Gymnasial- und Hochschullehrer, katholische Publizist und Historiker Joseph Görres unverhohlen Blätter, „die was in allen Gemüthern [sic] treibt und drängt zur öffentlichen Erörterung bringen […] sie sollen sich würdig machen, daß das Volk als seine Stimmführer sie achte […] keine ängstlich furchtsame Censur [sic] soll den allgemeinen Umlauf der Ideen hindern.“ Görres, der zuvor schon das Rothe Blatt und den Rübezahl, zwei revolutionäre Blätter, herausgegeben hatte, erlegte es den deutschen Zeitungen in diesem Artikel auf, dass sie „nur etwas gelten, wenn sie öffentliche Meinung vertraten und vermittelten.“ Bereits im Vaterländischen Museum hatte Görres die Forderung erhoben, dass sich im Volk eine öffentliche Meinung bilden müsse. Ohne Zweifel maß er den bewusst schreibenden Redakteuren deutscher Tageszeitungen bei diesem Prozess der Meinungsbildung eine wesentliche Bedeutung bei. Dass es sich beim Rheinischen Merkur um ein offiziöses Blatt gehandelt habe, lehnt Koszyk ab. Görres brach als einer der ersten mit der Gewohnheit deutscher Periodika, nur kommentarlos Fakten in Nachrichtenform zu veröffentlichen und verarbeitete die „Nachrichten zu Berichten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Zustände der Presse im Kontext der politischen Entwicklungen des Vormärz zu analysieren.

2. Neuordnung nach den Befreiungskriegen: Historischer Rückblick auf die Entstehung des Deutschen Bundes und die gesellschaftlichen Veränderungen nach der Ära Napoleon.

3. Verfassung, Repression und Hunger: Untersuchung der restaurativen Politik, insbesondere der Karlsbader Beschlüsse, und der sozialen Notlagen, die den Widerstand förderten.

4. Die Märzrevolution: Analyse der Ursachen, des Verlaufs und des Scheiterns der revolutionären Ereignisse von 1848/49 in Deutschland.

5. Die Periodische Presse vor und um 1848: Untersuchung der Rolle von Tageszeitungen, der Zensurpraxis sowie die Vorstellung einflussreicher Periodika dieser Epoche.

6. Bedeutung der Revolution für die weitere Entwicklung der periodischen Presse in Deutschland: Fazit über den nachhaltigen Wandel der Zeitungslandschaft, Strukturveränderungen und die Institutionalisierung der Pressefreiheit.

Schlüsselwörter

Märzrevolution, Deutsche Presse, Vormärz, Zensur, Karlsbader Beschlüsse, Pressefreiheit, Joseph Görres, Rheinischer Merkur, Karl Marx, Paulskirche, Publizistik, Deutscher Bund, Tageszeitung, Politische Berichterstattung, Restaurative Politik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der periodischen Presse in Deutschland im Kontext der Märzrevolution 1848/49.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische politische Entwicklung, die Zensurpraxis des Vormärz und die Rolle führender Zeitungen in der Revolution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den Zusammenhang zwischen den politischen Geschehnissen und der Entwicklung einer modernen politischen Presse zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf Literaturanalyse und der Auswertung zeitgenössischer sowie fachwissenschaftlicher Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, den Verlauf der Revolution sowie detailliert spezifische Zeitungen und die Entwicklung der Pressefreiheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pressefreiheit, Zensur, Vormärz, Märzrevolution und politische Publizistik.

Welche Bedeutung hatte der „Rheinische Merkur“?

Er gilt als ein Pionier der modernen politischen Presse in Deutschland, da er erstmals Nachrichten nicht nur kommentarlos wiedergab, sondern als Meinungsorgan fungierte.

Wie veränderte die Revolution das Zeitungsformat?

Nach der Revolution etablierte sich das „Berliner Format“ als Standard, und die Struktur wandelte sich durch die Einführung von Feuilletons und eine stärkere Trennung von Information und Kommentar.

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Details

Title
Deutsche Periodika zur Zeit der Märzrevolution 1848
College
University of Bamberg
Course
Periodische Presse vor und während der Märzrevolution 1848
Grade
2,3
Author
Andreas Fingas (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V113111
ISBN (eBook)
9783640133178
ISBN (Book)
9783668096646
Language
German
Tags
Deutsche Periodika Zeiten Märzrevolution Periodische Presse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Fingas (Author), 2008, Deutsche Periodika zur Zeit der Märzrevolution 1848, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113111
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