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Die Todesstrafe im antiken Rom. Die Strafformen und ihre historische Entwicklung

Título: Die Todesstrafe im antiken Rom. Die Strafformen und ihre historische Entwicklung

Tesis (Bachelor) , 2013 , 52 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Ziel dieser Arbeit ist es, einen detaillierten Überblick über die Formen der antiken römischen Todesstrafe zu geben und ihre Entwicklung zu beschreiben, da dies in der bisherigen Forschung nicht oder nur unter anderen Aspekten geschehen ist. Dem eigentlichen Thema vorangestellt sind die allgemeinen Bestimmungen bezüglich der Todesstrafe – etwa die Frage nach der Bestattung und dem Vermögen des Verurteilten und die Frage, wer verurteilen durfte und an welchem Ort. Dem folgt eine Beschreibung der Rache als Vorläuferin des Strafrechts.

Die fünfzehn Formen der Todesstrafe mitsamt ihrer jeweiligen historischen Entwicklung bilden den Kern der Arbeit. Sie werden dabei auch im Hinblick auf Grausamkeit und Ehrverlust unterteilt, da dies die Gliederungsprinzipien bei der Reihenfolge der Strafformen waren. Die Strafen gliedern sich in häuslich-private und öffentliche, innerhalb dieser findet eine Steigerung von den ehrenvollsten zu den entwürdigendsten Strafformen statt. Alle Angaben stützen sich hauptsächlich auf die frühe und mittlere Republik und dann erst wieder auf die Kaiserzeit, da für die späte Republik die Quellenlage sehr dürftig ist und für die Königszeit nur Spekulationen möglich sind. Eine einzige Strafe, die seit dem Mittelalter von besonderer Beliebtheit war, steht abseits der Untersuchung: Das Erhängen war mit einem seltsamen Tabu belegt, das so wirksam war, dass bis in die späteste Kaiserzeit kein Römer jemals öffentlich einen anderen erhängte.

Nach diesem eigentlich Hauptteil folgt ein Abschnitt über die Bedingungen für eine Strafmilderung oder für Straferlass. Abschließend wird die Entwicklung der römischen Todesstrafe von der Königs- zur Kaiserzeit beschrieben. Dies ist ein Überblick, der noch einmal auf die Strafformen mitsamt ihrem Auftauchen und Untergang oder ihrer Wandlung, aber auch auf Änderungen im Strafrecht eingeht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verurteilung, Hinrichtung, Bestattung – allgemeine Vorbemerkungen zur Todesstrafe

3. Die Rache als früheste Form der Todesstrafe und ihre allmähliche Überwindung

3.1 Sonderformen

3.1.1 Der nächtliche Dieb

3.1.2 Der Ehebruch

4. Häuslich-private Hinrichtungsarten

4.1 Der Hungertod – wünschenswert und wenig grausam

4.2 Das Erdrosseln – der diskrete Tod für Privilegierte

4.3 Der erzwungene Selbstmord – ein ehrenhafter Tod

4.4 Das Auspeitschen – die grausame Praxis der Väter

5. Öffentliche Hinrichtungsarten

5.1 Die Enthauptung – brutale Prozedur, schneller Tod

5.2 Die Verurteilung ad bestias, ad gladium oder ad ludum – die geringe Chance aufs Überleben

5.3 Das Lebendigbegraben der Vestalinnen – ein qualvoller Tod

5.4 Das Rätsel arbor infelix – Erhängen, Kreuzigung oder Geißelung?

5.5 Das öffentliche Auspeitschen – grausam und entwürdigend

5.6 Der Felssturz – eine uralte, unehrenhafte Strafe

5.7 Die Kreuzigung – ein schändlicher Tod

5.8 Das Lebendigverbrennen – erst seit Nero?

5.9 Das Säcken – der Gipfel der Schande

5.10 Das Erhängen als Tabu

6. Bedingungen für eine Strafmilderung oder gar für Straferlass

7. Die Entwicklung der römischen Todesstrafe von der Königs- zur Kaiserzeit

7.1 Königszeit

7.2 Republik

7.3 Kaiserzeit

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Formen der Todesstrafe im antiken Rom, von der Königszeit über die Republik bis in die Kaiserzeit, wobei die Entwicklung der Strafformen im Hinblick auf Grausamkeit und Ehrverlust analysiert wird.

  • Historische Entwicklung der römischen Todesstrafen
  • Differenzierung zwischen häuslich-privaten und öffentlichen Strafarten
  • Bedeutung von Ritualen, Symbolik und Ehrverlust
  • Rechtliche Bedingungen für Strafmilderung oder Straferlass
  • Wandel des Strafverständnisses zwischen den Epochen

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Hungertod – wünschenswert und wenig grausam

Wenn die Ehefrau tugendhaft und in allen Belangen ihrem Gatten gehorsam war, so war sie die Frau des Hauses, im selben Grade wie ihr Mann der Hausherr war […]. Aber wenn sie etwas Falsches tat, so war der Geschädigte ihr Richter und bestimmte das Maß ihrer Strafe. Andere Vergehen allerdings wurden von ihren Verwandten zusammen mit ihrem Gatten geahndet: unter ihnen war der Ehebruch oder wenn sie beim Weintrinken erwischt wurde.50

Frauen, die sich etwas zuschulden kommen ließen, das sie und ihren Ehemann in Verruf brachte, konnten von diesem oder ihrem Vater getötet werden. Die Verurteilung geschah in solchen Fällen nicht öffentlich, sondern privat durch den pater familias und sein consilium. Als schlimmste Vergehen einer Frau wurden seit Romulus offenbar der Ehebruch und der unerlaubte Weingenuss angesehen, beide wurden mit dem Tode bestraft und das über eine sehr lange Zeit hinweg51. Zur Bestrafung des Ehebrechers habe ich mich bereits geäußert, doch das Weintrinken mit dem Tode zu bestrafen, wirkt seltsam. Dionysios von Halikarnassos berichtet von Romulus, er hätte den Weingenuss der Frau als Quelle für den Ehebruch gesehen52. Cantarella hat dazu einige Theorien entwickelt53. Unter anderem ist sie der Ansicht - und das würde die Worte, die Dionysios Romulus in den Mund legt, erklären – dass der Wein für Frauen das Risiko eines Kontrollverlustes in sich berge, sodass sie dann nicht mehr die Herrin ihrer Sinne und Handlungen sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Todesstrafe in Rom, Darlegung der Gliederungsprinzipien sowie der zeitlichen und inhaltlichen Begrenzung der Untersuchung.

2. Verurteilung, Hinrichtung, Bestattung – allgemeine Vorbemerkungen zur Todesstrafe: Übersicht über allgemeine Aspekte wie Orte, Zeit, Vollstreckungsorgane und rechtliche Rahmenbedingungen der Hinrichtungen.

3. Die Rache als früheste Form der Todesstrafe und ihre allmähliche Überwindung: Erläuterung der Blutrache als Vorläuferin des Strafrechts sowie Darstellung von Sonderfällen wie dem nächtlichen Dieb und Ehebruch.

4. Häuslich-private Hinrichtungsarten: Beschreibung diskreter Hinrichtungsformen wie Hungertod, Erdrosseln, erzwungener Selbstmord und das Auspeitschen in der häuslichen Sphäre.

5. Öffentliche Hinrichtungsarten: Detaillierte Analyse der öffentlichen Vollstreckungsmethoden, von der Enthauptung über Arenastrafen bis hin zum Säcken und der Kreuzigung.

6. Bedingungen für eine Strafmilderung oder gar für Straferlass: Untersuchung der Faktoren, die zu einer Milderung der Strafe oder zum Straferlass führen konnten, wie Notwehr oder geistige Verfassung.

7. Die Entwicklung der römischen Todesstrafe von der Königs- zur Kaiserzeit: Synthese über den Wandel des römischen Strafrechts und der Todesstrafen durch die Epochen der Königszeit, Republik und Kaiserzeit.

8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der wesentlichen Erkenntnisse zur römischen Todesstrafe und ihrer Entwicklung.

Schlüsselwörter

Todesstrafe, Rom, Rache, Hinrichtung, Strafrecht, Blutrache, Gladiatoren, Vestalinnen, Kreuzigung, Säcken, Hungertod, honestiores, humiliores, Kaiserzeit, Republik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt das System der Todesstrafen im antiken Rom und analysiert deren verschiedene Formen über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Entwicklungen, die Unterscheidung zwischen häuslichen und öffentlichen Hinrichtungen sowie die Rolle von Ehre und sozialem Status.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Todesstrafen zu schaffen und deren Entwicklung aufzuzeigen, da dies in der bisherigen Forschung oft nur fragmentarisch behandelt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen (literarische Texte und Rechtstexte) und ergänzt diese durch moderne Sekundärliteratur zur römischen Rechtsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die verschiedenen Strafformen, unterteilt in häuslich-private und öffentliche Methoden, und untersucht diese auf ihre Grausamkeit und den damit verbundenen Ehrverlust.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Todesstrafe, Rom, Blutrache, Hinrichtung, Strafrecht, Sklavenstrafe, soziale Schichtung und der Wandel des Strafvollzugs zwischen den Epochen.

Warum wurde das "Säcken" (poena cullei) als so besonders dargestellt?

Das Säcken galt als Strafe für den Verwandtenmord, das schlimmste Verbrechen, und war mit einem hochgradig symbolischen und kultisch aufgeladenen Ritual verbunden, das den Täter von der Gemeinschaft ausschließen sollte.

Welche Rolle spielt die soziale Stellung (honestiores vs. humiliores) für die Hinrichtung?

Die soziale Stellung war entscheidend: Höhergestellte (honestiores) genossen oft Privilegien bei der Wahl des Todes, während für die Unterschichten (humiliores) und Sklaven deutlich grausamere und entehrendere Strafformen angewandt wurden.

Final del extracto de 52 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Todesstrafe im antiken Rom. Die Strafformen und ihre historische Entwicklung
Universidad
University of Rostock
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
52
No. de catálogo
V1128425
ISBN (Ebook)
9783346496942
ISBN (Libro)
9783346496959
Idioma
Alemán
Etiqueta
todesstrafe strafformen entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2013, Die Todesstrafe im antiken Rom. Die Strafformen und ihre historische Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128425
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