Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Empathie von Mensch und Tier. Woher kommt die menschliche Moral? Haben Tiere eine Moral?

Titel: Empathie von Mensch und Tier. Woher kommt die menschliche Moral? Haben Tiere eine Moral?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anne Kamischke (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll sich mit dem Thema „Empathie von Mensch und Tier“ beschäftigt werden. Die Frage nach der tierischen Moral ist ein ethisch bewegender Diskurs, welcher stark polarisiert. Die von Frans de Waal aufgestellte These besagt, dass die Moral ein Produkt der Evolution ist und nicht erst seit dem Menschen im Lebewesen existiert. Die sozialen Verhaltensweisen, welche auf Moral beruhen wie „Helfen“ und „Gutsein“ bringen einer sozialen Gruppe nur Vorteile, weswegen diese sich evolutionär durchgesetzt haben. Die Kritik an dieser These wird dadurch motiviert, dass die nicht-menschlichen Lebewesen keine Autonomie besitzen und deswegen die Moralität eine menschliche Eigenschaft sei. Diese Kritik motiviert die ersten Kapitel der Hausarbeit, wobei die Werte „Moral“ und „Empathie“ definiert werden. Diese Definition soll die Wertung in den folgenden Kapiteln erleichtern.

Das Kapitel der „Tierischen Moral“ basiert zu Teilen auf De Waals Annahme, dass die Moral verschiedene Stufen der Ausprägung hat: die moralischen Gefühle, dann den sozialen Druck und darauf aufbauend die Beurteilung und Überlegung. Als Ergänzung dazu dienen die tierischen Moralvorstellungen anderer Tier- und Bioethiker. Um einen Vergleich durchführen zu können wird im Kapitel die „Menschliche Moral“ ein Überblick nach allgemeinem Verständnis definiert und als Aspekt der menschlichen Natur untersucht. Anschließend folgt das „Vergleichskapitel“, in diesem Kapitel werden zuerst die Gemeinsamkeiten der tierischen und menschlichen Moral festgestellt und dann die Unterschiede in der Moralfähigkeit definiert, dabei wird die tierische Moral von der Menschlichen abgegrenzt und dabei eine klare Differenz der beiden erstellt. Anschließend werden in einem Unterpunkt die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zusammengefasst, ausgewertet und beschrieben.

Im abschließenden Fazit werden die vorangegangen Kapitel nochmals umrissen und die Fragen zu der Empathie von Mensch und Tier beantwortet. Dabei leitet die Frage „Haben Tiere eine Moral?“ eher in einer rhetorischen Funktion durch die Kapitel, da die verwendete Primärliteratur eine deutliche Position dazu aufzeigt. Die Frage nach der Herkunft der menschlichen Moral wird somit allerdings präsenter und deutlich relevanter für die allgemeine Forschung zur Moral der Tiere. Wenn die menschliche Moral ihre Herkunft nachweislich in der tierischen Moral hat, so wird die Widerlegung der tierischen Moral an sich unmöglich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Werte

3. Tierische Moral

4. Menschliche Moral

5. Vergleich

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von menschlicher und tierischer Moral vor dem Hintergrund der evolutionären Biologie und der Ethik. Das primäre Ziel ist es, die Frage nach der Herkunft der menschlichen Moral zu beantworten und zu prüfen, ob auch Tieren eine moralische Fähigkeit zugesprochen werden kann, wobei die Rolle der Empathie als zentrale Brücke fungiert.

  • Evolutionäre Grundlagen der Moral bei Mensch und Tier
  • Definition und Differenzierung der Begriffe Moral und Empathie
  • Analyse der drei Stufen der Moralfähigkeit nach Frans de Waal
  • Vergleich der Moralfähigkeit zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren
  • Untersuchung der Bedeutung von Vernunftbewusstsein und Selbstreflexion

Auszug aus dem Buch

3. Tierische Moral

Die tierische Moral muss evolutionär bedingt als Vorgänger der menschlichen Moral existieren. Die Moralfähigkeit muss dabei vom nicht-menschlichen zum menschlichen Tier hochgestuft werden. Frans de Waal unterscheidet in drei Ebenen der Moralfähigkeit. Wobei die erste Ebene die Grundlage für die zweite Ebene bietet, und die dritte Ebene kann dabei nur existieren, wenn die anderen vorherigen Ebene existieren. Ein Tier, welches eine Moralfähigkeit der dritten Ebene hat, wird somit auch die Moralfähigkeiten der ersten beiden Ebenen beherrschen, da eine höhere Ebene nicht ohne die niedrigen existieren kann.

Die erste Ebene beinhaltet moralische Gefühle, wozu Empathie und Reziprozität gehören, aber auch Vergeltung, Konfliktlösung und Fairness. Die Grundebene der Moral beruht auf einer unwillkürlichen emotionalen Übertragung von Emotionen, das Subjekt kann sich in das Objekt instinktiv einfühlen. Dieser instinktive Vorgang ist nicht steuerbar und ist bei allen menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen vorhanden, welche in sozialen Gruppen leben. Der Unterschied des Vorganges liegt nur in der interspezifischen Ausprägung, umso ähnlicher sich Subjekt und Objekt sind, desto einfacher gelingt eine Einfühlung in das Objekt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Herkunft der menschlichen Moral vor und skizziert den Aufbau der Untersuchung entlang der Thesen von Frans de Waal.

2. Werte: In diesem Kapitel werden die Grundbegriffe Moral und Empathie definiert und ihre evolutionäre sowie soziale Bedeutung für den Menschen erläutert.

3. Tierische Moral: Das Kapitel erläutert die drei Stufen der Moralfähigkeit bei Tieren, von moralischen Gefühlen über sozialen Druck bis hin zur Beurteilung und Überlegung.

4. Menschliche Moral: Hier wird die menschliche Moral als evolutionäre Fortführung und Veranlagung diskutiert, wobei die Fassadentheorie kritisch betrachtet wird.

5. Vergleich: Dieser Abschnitt stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Moralfähigkeiten gegenüber, wobei insbesondere das Vernunftbewusstsein als Differenzierungsmerkmal dient.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bejaht die Frage nach der tierischen Moral als Grundlage der menschlichen moralischen Entwicklung.

7. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Moral, Empathie, Evolution, Tierethik, Frans de Waal, Sozialverhalten, Moralfähigkeit, Vernunftbewusstsein, Selbstreflexion, Gruppenverband, Reziprozität, Ethik, Primaten, Sozialvertrag, Instinkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der evolutionären Herkunft der menschlichen Moral und der Frage, inwiefern nicht-menschliche Tiere ebenfalls moralische Fähigkeiten besitzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Moral und Empathie, die biologischen Grundlagen des Sozialverhaltens und den Vergleich zwischen tierischen und menschlichen moralischen Fähigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Moral ein exklusiv menschliches Merkmal ist oder ob sie als evolutionäres Produkt bereits bei Tieren in Ansätzen vorhanden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, insbesondere unter Rückgriff auf die ethologischen und philosophischen Erkenntnisse von Frans de Waal.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Ebenen der Moral, definiert die Unterschiede zwischen kognitiver und emotionaler Empathie und führt einen systematischen Vergleich zwischen Tier und Mensch durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Moral, Empathie, Evolution, Moralfähigkeit und das Primaten-Modell nach de Waal.

Was unterscheidet das menschliche Tier grundlegend von anderen Tieren laut der Arbeit?

Der wesentliche Unterschied liegt in der hochentwickelten Fähigkeit zur kognitiven Reflektion, Abstraktion und logischen Urteilsfähigkeit.

Warum wird die Fassadentheorie in der Arbeit kritisiert?

Die Arbeit lehnt die Fassadentheorie ab, da sie davon ausgeht, dass der Mensch von Natur aus sozial und kooperativ ist und Moral tief in seiner evolutionären Geschichte verwurzelt ist.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empathie von Mensch und Tier. Woher kommt die menschliche Moral? Haben Tiere eine Moral?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,7
Autor
Anne Kamischke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1127606
ISBN (eBook)
9783346486875
ISBN (Buch)
9783346486882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierwohl Empathie Ethik Moral Moralgefühl Menschlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Kamischke (Autor:in), 2021, Empathie von Mensch und Tier. Woher kommt die menschliche Moral? Haben Tiere eine Moral?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127606
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum