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Vergleichende Gegenüberstellung des Anfangs der Aeneis Vergils und der Eneide Heinrich von Veldekes

Título: Vergleichende Gegenüberstellung des Anfangs der Aeneis Vergils und der Eneide Heinrich von Veldekes

Trabajo de Seminario , 2005 , 26 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: eva ortegel (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Diese Arbeit setzt sich das Ziel die Bezug-/ Abstandnahme Heinrich v. Veldekes gegenüber Vergils Aeneis zu untersuchen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, innere Verbundenheit und Distanz zwischen den beiden über tausend Jahre auseinander liegenden Werken zu untersuchen, wobei sich stets Verbindungen zum Roman d’Eneas ergeben. Die weitgehende inhaltliche Übereinstimmung der Werke begünstigt die Suche nach Unterschieden, die sich aufgrund dessen, dass Heinrich v. Veldeke das Werk Vergils bestens bekannt war, nicht zufällig, aus eventueller Nachlässigkeit ergaben, sondern die mit Bewusstheit und Absicht vorgenommen worden sind. „Es galt in deutscher Laiendichtung des zwölften Jahrhunderts offenbar noch immer als Wagnis, sich einer außerchristlichen Quelle anzuvertrauen, und es bestand daher das Bedürfnis zu einer nachträglichen Apologie.“1 Annähernd alle Veränderungen zu registrieren, die der mittelalterliche Dichter an der antiken Vorlage vornahm, ist aus Zeitgründen ein Ding der Unmöglichkeit. So soll ein ungefährer Eindruck vermittelt werden, durch eine Beschränkung auf die auffälligsten Veränderungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die fünf namentlichen Berufungen Heinrich von Veldekes auf Vergil

2. Inhaltszusammenfassungen

2.1 Zusammenfassung der Handlung des ersten Buches der Aeneis

2.2 Inhaltszusammenfassung des Eneasromans, Vers 1 – 909

3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Gegenüberstellung beider Anfangspassagen

3.1 „Proömium“ und „in medias res – Anfang“

3.2 Die Rache der Juno bei Vergil und bei Veldeke:

3.3 Die „olympische Szene“ bei Vergil

3.4 Das Karthago Vergils und Veldekes

3.5 Die zwei Varianten des Liebeszaubers:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Heinrich von Veldekes „Eneasroman“ zu seiner Hauptvorlage, der „Aeneis“ von Vergil. Ziel ist es, gezielte Bezug- sowie Abstandnahmen zu identifizieren, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem antiken Epos und der mittelalterlichen Bearbeitung aufzuzeigen.

  • Analyse der namentlichen Berufungen auf Vergil als Quelle.
  • Gegenüberstellung der Anfangspassagen beider Werke.
  • Untersuchung von narrativen Abweichungen in Götterszenen.
  • Vergleich der räumlichen Darstellung von Karthago.
  • Gegenüberstellung der Varianten des Liebeszaubers.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Rache der Juno bei Vergil und bei Veldeke:

Auch bezüglich der Art, wie die Göttin Juno in beiden Werken Rache übt, um Aeneas von seinem Ziel – Italien – fernzuhalten, lässt sich ein konkreter Unterschied herausstellen: Vergil schickt Juno in das Reich der Stürme, nach Aeolien, um den dort herrschenden König Aeolus um Unterstützung, in Form von Unwettern und widerspenstigen Winden zu bitten. „Talia flammato secum dea corde volutans nimborum in patriam, loca feta furentibus Austris, Aeoliam venit.“ Dafür bietet Juno Aeolus die Ehe mit Deiopea, einer ihrer Nymphen, mit der schönsten Gestalt. Er geht auf das verlockende Angebot der Göttin ein und lässt ungeheure Stürme auf Aeneas und dessen Gefährten niederbrausen.

Juno ist bei Vergil nur die Auftraggeberin. Anschließend verhält sie sich passiv und überlässt den aktiven Part Aeolus. Die daraus resultierenden Stürme sind jedoch für die Troer dieselben. Das aus dem Einmischen des Aeolus resultierende Eingreifen Neptuns (V.124-156) fehlt folglich auch in der Eneide. Neptun war empört darüber, dass Aeolus sich in seinen Einflussbereich eingemischt hat. Daher glättet er die Wogen und schenkt den Troern eine ruhige Weiterfahrt.

Heinrich von Veldeke dagegen erwähnt die Heimat der Stürme und König Aeolus mit keinem Wort. In der Eneide ist es einzig und allein die Göttin Juno, die sich ihm immer wieder mit Stürmen entgegenstellt: „sie was im ie widere mit starkem ungewidere.“ Es gibt keinen Gehilfen. Auf das gesamte Göttergeflecht (Juno – Aeolus – Neptun) und die sich daraus ergebenden Beziehungen verzichtet Veldeke. Die Verantwortung trägt allein die Göttin Juno.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die fünf namentlichen Berufungen Heinrich von Veldekes auf Vergil: Dieses Kapitel identifiziert und analysiert die expliziten Verweise Veldekes auf sein antikes Vorbild, um deren Funktion für die Legitimation des Erzählten zu beleuchten.

2. Inhaltszusammenfassungen: Hier werden die wesentlichen Handlungsabläufe des ersten Buches der „Aeneis“ sowie des „Eneasromans“ (Vers 1–909) komprimiert wiedergegeben, um eine Basis für den weiteren Vergleich zu schaffen.

3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Gegenüberstellung beider Anfangspassagen: Dieses Hauptkapitel untersucht systematisch die divergierenden Erzählweisen, wie den Prolog bei Vergil gegenüber dem direkten Einstieg bei Veldeke sowie variierende Darstellungen von Rache, Götterinterventionen und Ortsbeschreibungen.

Schlüsselwörter

Heinrich von Veldeke, Eneasroman, Vergil, Aeneis, Quellenvergleich, Mittelalter, Epik, Karthago, Liebeszauber, Juno, Götterszenen, Antike, Literaturwissenschaft, Laiendichtung, Roman d'Eneas.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich einem quellenkritischen Vergleich zwischen der antiken „Aeneis“ von Vergil und Heinrich von Veldekes mittelalterlicher Bearbeitung, dem „Eneasroman“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Adaption antiker Stoffe im Mittelalter, die bewusste Modifikation von Motiven durch den Dichter sowie der Umgang mit der Autorität Vergils.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, an welchen Stellen und aus welchen Gründen Veldeke auf Vergil zurückgreift oder sich bewusst von der Vorlage distanziert, um die Eigenständigkeit und die mittelalterliche Umgestaltung des antiken Epos zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen beider Werke gegenüberstellt und durch den Einbezug der „Roman d’Eneas“-Tradition ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von fünf direkten Berufungen, Inhaltszusammenfassungen beider Werke sowie spezifische Vergleichspunkte wie die Prologgestaltung, Götterhandeln, Karthago-Beschreibungen und die Ausgestaltung des Liebeszaubers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Heinrich von Veldeke, Eneasroman, Vergil, Aeneis, Quellenvergleich, Götterdarstellung und mittelalterliche Adaption.

Warum lässt Veldeke laut der Autorin Szenen wie das Proömium aus?

Die Autorin führt dies unter anderem auf die „Dichterökonomie“ und eine christlich geprägte Zeitwende zurück, die die heidnische Religiosität des antiken Stoffes teilweise inkompatibel für das mittelalterliche Publikum machte.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Liebeszaubers bei Veldeke von der bei Vergil?

Während bei Vergil der Liebesgott Amor aktiv in die Handlung eingreift, indem er die Gestalt des Ascanius annimmt, fokussiert Veldeke darauf, dass Venus durch eine Berührung des Mundes Ascanius mit Liebeskraft ausstattet, der dann Dido „infiziert“, ohne dass Cupido die Identität des Jünglings aktiv übernimmt.

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Detalles

Título
Vergleichende Gegenüberstellung des Anfangs der Aeneis Vergils und der Eneide Heinrich von Veldekes
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Germanistik)
Curso
Proseminar: Veldeke, Eneasroman
Calificación
1,5
Autor
eva ortegel (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
26
No. de catálogo
V112051
ISBN (Ebook)
9783640107353
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vergleichende Gegenüberstellung Anfangs Aeneis Vergils Eneide Heinrich Veldekes Proseminar Veldeke Eneasroman
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
eva ortegel (Autor), 2005, Vergleichende Gegenüberstellung des Anfangs der Aeneis Vergils und der Eneide Heinrich von Veldekes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112051
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