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Leistungsstrukturelle Analytik als Voraussetzung zur Ableitung von Trainingsinhalten und -bereichen im Sportschwimmen in der Etappe des Aufbautrainings

Titel: Leistungsstrukturelle Analytik als Voraussetzung zur Ableitung von Trainingsinhalten und -bereichen im Sportschwimmen in der Etappe des Aufbautrainings

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 28 Seiten , Note: bestanden

Autor:in: Lars Wegner (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schwimmen ist auf Grund der besonderen Eigenschaften des Wassers als eine lebensbegleitende Sportart zu sehen. Auf den Schwimmer wirken neben Kältereiz, Wasserdruck, Entlastung des Stütz- und Bewegungsapparates auch die Art der Schwimmbewegungen positiv. Der Kältereiz bewirkt eine erhöhte Stoffwechselaktivität; der Wasserdruck beeinflusst die Atemfunktion und das Gefäßsystem; durch die relativ hohe Dichte und den Druck entstehen die hydrostatischen Eigenschaften des Wassers, es entfällt die an Land notwendige Haltungsarbeit gegen die Erdanziehungskraft und der Körper des Schwimmers kann in eine Art Schwebezustand versetzt werden; die verschiedenen Schwimmbewegungen fordern den Einsatz aller großen Muskelgruppen und können so den heute weit verbreiteten Haltungsschäden schon frühzeitig entgegenwirken. Kinder können im Wissen über diese Eigenschaften des Wassers schon frühzeitig relativ hohen Belastungen, ob im Training oder beim freudbetonten ‚Plantschen’, ausgesetzt werden. Das Sportschwimmen wird in verschiedenen Zeitbereichen ausgeführt, die jedoch nicht so extrem auseinanderliegen wie im Radfahren oder Laufen. In der Leistungsstruktur des Schwimmens finden sich Distanzen von 50m, im Schwimmen als Kurzstrecke bezeichnet, bis 25km, exemplarisch für eine der vielen verschiedenen Langstrecken. Das Langstreckenschwimmen über 5, 10 und 25km ist inzwischen Bestandteil von nationalen und internationalen Meisterschaften. Je länger die beim Schwimmen zu bewältigende Strecke ist, desto niedriger ist die Schwimmgeschwindigkeit, die Spanne beträgt bei beiden Geschlechtern etwa 0,5m/s. Das im letzten Jahrzehnt eingeführte Meeresschwimmen hat nicht nur den Rahmen, des im Schwimmen für möglich gehaltenen, gesprengt, sondern auch die alte Leistungsstruktur verändert. Der Schwimmer erreicht und überschreitet, bei Absolvierung dieser Strecken mit Längen von über 30km, die Grenze der Langzeitausdauer IV. Solch extreme Anstrengungen fordern dem Organismus eine unglaubliche Ökonomie, gerade in der Frage der Energiegewinnung bzw. des Verbrauchs ab. Aber auch die Konstanz bzw. Stabilität der anderen Leistungsfaktoren, insbesondere des psychischen Faktors, verändern ihre Gewichtung innerhalb des Anforderungsprofils. Welche immensen Distanzen ein Spitzenschwimmer im Laufe eines Trainingsjahres zurücklegt, wird an der Länge der Gesamttrainingsstrecke die bis zu 3000 km betragen kann deutlich (Neumann & Pfützner & Hottenrott, 2000, S. 38).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Prolog

2 Modell der Leistungsstruktur im Sportschwimmen - Grundstruktur

3 Leistungsfaktoren

3.1 Innere Leistungsfaktoren

3.2 Äußere Bedingungen und Leitbilder

3.3 Beziehungen einiger Leistungsfaktoren zur Wettkampfleistung

3.4 Strukturwandel

4 Belastungsfaktoren

5 Langfristiger Trainingsaufbau

6 Aufbautraining

7 Prinzip der ansteigenden Trainingsbelastung

8 Anwendung des Prinzips der ansteigenden Trainingsbelastung im Aufbautrainings

9 Klassifizierung der Wissenstypen nach Perrez

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die leistungsstrukturellen Voraussetzungen im Sportschwimmen, um daraus methodisch fundierte Trainingsinhalte für die Etappe des Aufbautrainings abzuleiten. Dabei werden das Zusammenspiel von Leistungs- und Belastungsfaktoren sowie die Anwendung des Trainingsprinzips der ansteigenden Belastung im langfristigen Trainingsaufbau untersucht.

  • Strukturelle Analyse der inneren und äußeren Leistungsfaktoren im Sportschwimmen.
  • Untersuchung der Belastungsfaktoren als Steuerungsinstrumente im Trainingsprozess.
  • Konzeptualisierung des langfristigen Trainingsaufbaus mit Fokus auf das Aufbautraining.
  • Erläuterung des Prinzips der ansteigenden Trainingsbelastung und seiner Anwendung in der Praxis.
  • Klassifizierung sportwissenschaftlicher Wissenstypen in Bezug auf die Trainingssteuerung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Innere Leistungsfaktoren

Im Sportschwimmen wird eine Einteilung in vorrangig anlagebedingte und vorrangig trainingsabhängige Eignungskriterien vorgenommen. Diese Einteilung ermöglicht eine komplexe Betrachtung der nach den ersten Trainingsjahren deutlich sichtbaren Trainingswirkungen. Der konstitutionelle Faktor kann, mit Rücksicht auf seine später noch erfolgende Klassifizierung, als Einziger den vorrangig anlagebedingten, Leistungsfaktoren zugeordnet werden. Alle übrigen Faktoren zählen zu den vorrangig trainingsabhängigen Faktoren, bei diesen interessiert nicht nur der jeweilige Leistungsstand, sondern die Entwicklungsrate über einen betrachteten Zeitraum. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das Fehlen frühzeitiger hoher Leistungen nicht generell das Ausbleiben von hervorragenden Leistungen in höheren Altersklassen bedeutet.

Die verschiedenen, mehr oder weniger differenzierten personalen Leistungsvoraussetzungen stellen Einflussgrößen dar, die Höhe bzw. Güte der motorischen Leistung bestimmen. Primär werden unter den inneren Faktoren die voneinander abhängigen Ursachen bzw. Umstände der Leistungspotenz des Sportlers verstanden, die für die Höchstleistung von Bedeutung sind. Schramm unterscheidet in einzelne bzw. komplexe Fähigkeiten, Fertigkeiten, Eigenschaften und Merkmale, diese ordnet er dann den verschiedenen inneren Faktoren bzw. Bereichen zu (Schramm, 1987, S. 171).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Prolog: Einführung in die besonderen Eigenschaften des Wassers und die daraus resultierende Bedeutung für das lebensbegleitende Schwimmtraining.

2 Modell der Leistungsstruktur im Sportschwimmen - Grundstruktur: Vorstellung und methodische Einordnung eines Modells zur Leistungsstruktur, welches komplexe Leitbilder sowie innere und äußere Faktoren verknüpft.

3 Leistungsfaktoren: Detaillierte Analyse der personalen und umweltbedingten Einflussgrößen auf die schwimmerische Leistungsfähigkeit.

4 Belastungsfaktoren: Systematisierung der Faktoren zur Planung, Steuerung und Objektivierung der Trainingsbelastung im Schwimmbereich.

5 Langfristiger Trainingsaufbau: Darstellung der Gliederung des langfristigen Trainingsprozesses in verschiedene Etappen und Zyklen in Abhängigkeit von der Ontogenese.

6 Aufbautraining: Definition und inhaltliche Ausgestaltung der zweiten Trainingsstufe im langfristigen Trainingsaufbau mit Fokus auf sportartspezifische Anforderungen.

7 Prinzip der ansteigenden Trainingsbelastung: Theoretische Herleitung des Reiz-Anpassungs-Gesetzes und der Superkompensation zur Steigerung der Leistungsfähigkeit.

8 Anwendung des Prinzips der ansteigenden Trainingsbelastung im Aufbautrainings: Praktische Umsetzung der Erkenntnisse über Belastungssteuerung zur Sicherung kontinuierlicher Leistungszuwächse.

9 Klassifizierung der Wissenstypen nach Perrez: Einordnung sportpraktischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse in verschiedene Wissenstypen zur besseren fundierten Trainingssteuerung.

Schlüsselwörter

Sportschwimmen, Leistungsstruktur, Trainingswissenschaft, Belastungsfaktoren, Aufbautraining, langfristiger Trainingsaufbau, Leistungsfaktoren, Trainingsbelastung, Superkompensation, Trainingssteuerung, Schwimmtechnik, Konditionsaufbau, Trainingslehre, Wissensklassifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen des Sportschwimmens und der Frage, wie durch eine gezielte Analyse der Leistungsstruktur effektive Trainingsinhalte für das Aufbautraining abgeleitet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Leistungs- und Belastungsfaktoren, den langfristigen Trainingsaufbau, die theoretischen Prinzipien der Trainingssteuerung sowie deren praktische Anwendung im Schwimmsport.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Erörterung von Leistungs- und Belastungsfaktoren als theoretisch-methodische Voraussetzung für eine erfolgreiche Trainingsplanung, insbesondere unter Berücksichtigung des Prinzips der ansteigenden Trainingsbelastung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, die auf Fachliteratur, Modellen (wie dem von Schramm) und empirischen Erkenntnissen der Trainingswissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Modell der Leistungsstruktur, die verschiedenen Belastungskomponenten, die Struktur des langfristigen Aufbaus sowie die spezifischen Anforderungen des Aufbautrainings detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind unter anderem Leistungsstruktur, Aufbautraining, Belastungsfaktoren, Superkompensation und Trainingssteuerung.

Welche Rolle spielt der Strukturwandel im Training?

Der Strukturwandel beschreibt die Veränderung der Relevanz einzelner Leistungsfaktoren im Laufe der sportlichen Entwicklung, bei der anfangs bedeutsame Faktoren an Bedeutung verlieren können, während andere für das Höchstleistungsalter in den Vordergrund rücken.

Was unterscheidet nomologisches von nomopragmatischem Wissen laut Perrez?

Nomologisches Wissen basiert auf universell gültigen Gesetzen (z. B. Reiz-Anpassungs-Gesetz), während nomopragmatisches Wissen erfahrungsbasiertes Wissen von Trainern und Sportlern aus der langjährigen Praxis darstellt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leistungsstrukturelle Analytik als Voraussetzung zur Ableitung von Trainingsinhalten und -bereichen im Sportschwimmen in der Etappe des Aufbautrainings
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Trainingswissenschaftliche Grundlagen des Breiten- und Wettkampfsports
Note
bestanden
Autor
Lars Wegner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V10987
ISBN (eBook)
9783638172622
ISBN (Buch)
9783638713153
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leistungsstrukturelle Analytik Vorraussetzung Ableitung Trainingsinhalten Sportschwimmen Etappe Aufbautrainings Trainingswissenschaftliche Grundlagen Breiten- Wettkampfsports
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Wegner (Autor:in), 2002, Leistungsstrukturelle Analytik als Voraussetzung zur Ableitung von Trainingsinhalten und -bereichen im Sportschwimmen in der Etappe des Aufbautrainings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10987
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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