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Eine Untersuchung der Geschichtskultur im Hollywoodformat am Beispiel des historischen Spielfilms "Gladiator"

Title: Eine Untersuchung der Geschichtskultur im Hollywoodformat am Beispiel des historischen Spielfilms "Gladiator"

Term Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tilman Vogt (Author)

History - Basics
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Die Untersuchung von Geschichtskultur am Beispiel einer Hollywoodproduktion, wie es die Überschrift der Arbeit bereits angedeutet hat, fordert die Thematisierung mehrerer Aspekte ein, die Geschichtskultur charakterisieren. Dazu sei anzumerken, dass das Gebilde, welches stets in Wechselwirkung mit der gegenwärtigen Geschichtskultur agiert, das Geschichtsbewusstsein der Menschen ist, die in einer Gegenwart zusammenleben. Das Geschichtsbewusstsein wird also in der Geschichtskultur praktisch.

Das bedeutet zum einen, dass beispielsweise das Geschichtsbewusstsein von Filmproduzenten in Hollywood in historischen Spielfilmen geschichtskulturellen Ausdruck finden kann und zum anderen, dass geschichtskulturelle Produkte wiederum das Geschichtsbewusstsein seiner Rezipienten formen und neu definieren können. Aus diesem Grund werden nicht allein Produkte oder Praktiken zum Forschungsgegenstand, sondern auch das Rezeptionsverhalten von Menschen, um ein vollständigeres Bild zur gegenwärtigen Geschichtskultur erhalten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort und Ausgangsproblematik

2. Geschichtskultur: Historischer Abriss und Einführung

3. Das geschichtskulturelle Produkt „Historischer Spielfilm“

4. Spezifika der (spiel-) filmisch präsentierten Epoche der Antike in Hollywood

5. Analyse des Films „Gladiator“

5.1. Ästhetische Dimension

5.2. Politische Dimension

5.3. Kognitive Dimension

5.4. Ökonomische Dimension

5.5. Ethische Dimension

6. Rezeptionsverhalten und Kritiken zum Film „Gladiator“

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Hollywood-Film „Gladiator“ (2000) als geschichtskulturelles Produkt, um zu analysieren, wie historische Inhalte in modernen Unterhaltungsmedien aufbereitet und konsumiert werden. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit solche Spielfilme das Geschichtsbewusstsein der Rezipienten beeinflussen und welche geschichtskulturellen Mechanismen bei der Inszenierung antiker Geschichte zum Einsatz kommen.

  • Grundlagen der Geschichtskultur und deren mediale Transformation.
  • Charakteristika des historischen Spielfilms als Unterhaltungsformat.
  • Multidimensionale Filmanalyse (ästhetisch, politisch, kognitiv, ökonomisch, ethisch).
  • Untersuchung des Rezeptionsverhaltens und öffentlicher Filmkritiken.

Auszug aus dem Buch

5.1 Ästhetische Dimension

Dass eine Inszenierung von Vergangenem im Rahmen einer kulturell-künstlerischen Ausgestaltung im historischen Spielfilm anhand bestimmter Kriterien als „schön“ bewertet werden kann, konkretisiert Rüsen im Zusammenhang mit der „ästhetischen Dimension“ von Geschichtskultur. Doch zeigt allein die Betrachtung einzelner Diskurse über Ästhetik über die letzten Jahrhunderte hinweg, dass die Vorstellung darüber, was das „Schöne“ an einem kulturellen Produkt charakterisiert ein äußerst dehnbarer Begriff ist, und dass die Vorstellungen darüber, was Ästhetik ausmacht und inwiefern Ästhetik erfahren werden kann häufig von den in einer jeweiligen Gegenwart lebenden Menschen und dem jeweils gegenwärtigen Zeitgeist mitbestimmt wird.

Nun werden im Film „Gladiator“ die Spezifika der (spiel-) filmisch präsentierten Epoche der Antike in Hollywood angesprochenen Filmeigenschaften im Umgang mit Geschichte erfüllt, die sicherlich auch im Umgang mit Geschichte als Ästhetik beitragend gedeutet werden könnten, doch provoziert der Gegenwartscharakter von Geschichtskultur die Untersuchung der Frage, was denn explizit den gegenwärtigen ästhetischen Moment im Umgang mit Geschichte im Film ausmachen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort und Ausgangsproblematik: Der Autor führt in die Bedeutung des Films „Gladiator“ als geschichtskulturelle Objektivation ein und begründet die Notwendigkeit, sowohl das Produkt als auch die Rezeption wissenschaftlich zu untersuchen.

2. Geschichtskultur: Historischer Abriss und Einführung: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Geschichtskultur als Prozess, wie moderne Gesellschaften mit Geschichte umgehen und welche Rolle Medien dabei spielen.

3. Das geschichtskulturelle Produkt „Historischer Spielfilm“: Es wird definiert, wie historische Spielfilme als Unterhaltungsgenre funktionieren und welche Erwartungshaltungen an die „Vergangenheit“ in fiktionalen Medien geknüpft sind.

4. Spezifika der (spiel-) filmisch präsentierten Epoche der Antike in Hollywood: Der Autor analysiert, wie Hollywood-Produktionen die Antike inszenieren, um emotionale Zugänge zu schaffen und historische „Leerstellen“ kreativ zu füllen.

5. Analyse des Films „Gladiator“: In diesem Hauptteil wird der Film anhand von fünf Dimensionen (ästhetisch, politisch, kognitiv, ökonomisch, ethisch) auf seine geschichtskulturelle Wirkung hin geprüft.

6. Rezeptionsverhalten und Kritiken zum Film „Gladiator“: Hier werden zeitgenössische Kritiken und die Wirkung des Films auf das Publikum untersucht, um den Stellenwert des Werks in der öffentlichen Diskussion zu beleuchten.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass „Gladiator“ eher ein Unterhaltungsphänomen als eine geschichtswissenschaftliche Rekonstruktion ist, dessen Stärken primär im ästhetischen und emotionalen Erlebnischarakter liegen.

Schlüsselwörter

Geschichtskultur, Gladiator, Historischer Spielfilm, Hollywood, Antike, Geschichtsbewusstsein, Mediale Inszenierung, Filmkritik, Rezeption, Geschichtsdidaktik, Ästhetische Dimension, Politische Dimension, Erinnerungskultur, Antikfilm, Ridley Scott

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Hollywood-Blockbuster „Gladiator“ unter geschichtskulturellen Gesichtspunkten, um zu verstehen, wie Spielfilme unser Bild der Geschichte prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung deckt die theoretischen Grundlagen der Geschichtskultur, die Besonderheiten des historischen Spielfilms und eine multidimensionale Analyse des konkreten Filmbeispiels ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie der Film „Gladiator“ als geschichtskulturelles Produkt funktioniert und inwieweit er zur Formung oder Veränderung des Geschichtsbewusstseins in der Gegenwart beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Der Autor nutzt eine qualitative Analyse, die sich auf geschichtsdidaktische Theorien (insb. Hans-Jürgen Pandel) und eine interdisziplinäre Untersuchung des Films anhand definierter Dimensionen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Geschichtskultur und eine detaillierte fünfdimensionale Analyse des Films, ergänzt um eine Auswertung von Filmkritiken und Rezeptionsweisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Geschichtskultur, historische Authentizität, mediale Inszenierung, Geschichtsbewusstsein und die spezifische Hollywood-Ästhetik.

Wie bewertet der Autor die historische Authentizität in „Gladiator“?

Der Autor stellt fest, dass der Film keine historisch-wissenschaftliche Genauigkeit anstrebt, sondern „Leerstellen“ fiktionalisiert, um den Zuschauer emotional und ästhetisch anzusprechen.

Welche Rolle spielt die „Politische Dimension“ laut der Analyse?

Die politische Dimension zeigt, dass der Film aktuelle westliche Werte, wie Rechtsstaatlichkeit und Kampf gegen Korruption, in die Antike projiziert, um dem Publikum Identifikationsflächen zu bieten.

Warum wird „Gladiator“ als geschichtskulturelles Produkt bezeichnet?

Weil der Film nicht nur Geschichte abbildet, sondern diese im Sinne der Gegenwart aktiv neu interpretiert, transformiert und als Massenmedium konsumierbar macht.

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Details

Title
Eine Untersuchung der Geschichtskultur im Hollywoodformat am Beispiel des historischen Spielfilms "Gladiator"
College
Saarland University  (Geschichte)
Grade
1,0
Author
Tilman Vogt (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1045218
ISBN (eBook)
9783346468789
ISBN (Book)
9783346468796
Language
German
Tags
Hollywood Geschichtskultur Gladiator historischer Spielfilm Spielfilm movie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tilman Vogt (Author), 2021, Eine Untersuchung der Geschichtskultur im Hollywoodformat am Beispiel des historischen Spielfilms "Gladiator", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1045218
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