Die Arbeit behandelt die Frage, ob das Erklären wirklich notwendig bzw. Voraussetzung für das Verstehen ist, und welche Wirkung die Methode des Zeigens bzw. des Universalunterrichts auf das Lernen hat. Im heutigen Unterrichtsalltag sind die meisten Schüler*Innen daran gewöhnt, sich etwas von den Lehrkräften erklären zu lassen, wenn sie es erlernen beziehungsweise verstehen wollen. Auf der Seite der Lehrkraft wird diese Lehrmethode auch als selbstverständlich wahrgenommen.
Die Arbeit nähert sich der oben genannten Frage an, indem die Lernmethoden des Erklärens und des Universalunterrichts thematisiert werden. Um diese beiden Begriffe gut zu unterscheiden, wird die Umsetzung der Methode Universalunterricht im Film "Ein Besuch im Louvre" verdeutlicht. Zuerst werden verschiedene Faktoren im Film wie Einstellungen, Folgen und Rhythmus ausführlich dokumentiert. Anschließend wird der Bezug auf die Methode des Universalunterrichts im Film erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Universalunterricht
- Ansatz des Universalunterrichts
- Das Problem des Erklärens
- Die Methode des Universalunterrichts
- Umsetzung des Universalunterrichts im Film „Ein Besuch im Louvre“ von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet
- Dokumentation der Einstellungen
- Kenntnisse zum Film
- Funktion der schwarzen Leinwand
- Folgen und Rhythmus
- Der Bezug auf die Idee des Universalunterrichts
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept des Universalunterrichts und setzt ihn in Bezug zu dem Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre" von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet. Der Fokus liegt auf der Frage, ob das Erklären tatsächlich notwendig ist, um Lernen und Verstehen zu ermöglichen, und wie die Methode des Zeigens, also des Universalunterrichts, den Lernprozess beeinflusst.
- Die Methode des Universalunterrichts nach Joseph Jacotot
- Das Problem der Erklärung und die Konstruktion der „Verstehensunfähigkeit“
- Die Bedeutung des Lernens durch eigene Entdeckung und die Förderung der Eigenständigkeit
- Die Rolle des Films "Ein Besuch im Louvre" als Beispiel für die Umsetzung des Universalunterrichts
- Die Auswirkungen der Universalunterrichtsmethode auf das Lernen und die Rolle des Lehrers
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Frage nach der Notwendigkeit des Erklärens im Lernprozess und führt das Konzept des Universalunterrichts als Alternative ein. Der Film "Ein Besuch im Louvre" dient als Beispiel für die praktische Umsetzung der Methode.
- Der Universalunterricht: Dieses Kapitel behandelt die Geschichte des Universalunterrichts, ausgehend von Jacotots Experiment mit dem zweisprachigen Buch Telemach. Es stellt die Kritik am herkömmlichen Erklärsystem dar, das auf der Annahme der "Verstehensunfähigkeit" basiert, und argumentiert, dass die Methode des Zeigens eine alternative Möglichkeit des Lernens darstellt.
- Umsetzung des Universalunterrichts im Film „Ein Besuch im Louvre“: Dieses Kapitel analysiert die Filmaufnahmen in Bezug auf ihre Einstellungen, Folgen und Rhythmus. Der Film dient als Beweis für die Wirksamkeit des Universalunterrichts, da er den Zuschauer zum eigenen Interpretieren und Verstehen anregt, ohne explizit zu erklären.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind Universalunterricht, Joseph Jacotot, Lernen, Verstehen, Erklärung, Methode des Zeigens, Film "Ein Besuch im Louvre", Eigenständigkeit, Selbstständigkeit, Intelligenz, Pädagogik, Bildung.
- Citar trabajo
- Minh Chau Duong (Autor), 2021, Universalunterricht und seine Umsetzung im Dokumentarfilm "Ein Besuch im Louvre", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038101