Diese Arbeit untersucht, welche Entwicklung Mexiko bereits durch das Freihandelsabkommen NAFTA gelang und inwiefern diese Entwicklung durch das neue Freihandelsabkommen USMCA beeinflusst wird. Zu diesem Zwecke soll zunächst ein kurzer Überblick über die wichtigsten außenpolitischen und ökonomischen Entwicklungen Mexikos in der Zeit von 1910 bis 1994 gegeben werden, da diese Zeit besonders ausschlaggebend für ein mögliches Freihandelsabkommen war.
Anschließend soll das sodann beschlossene Abkommen NAFTA hinsichtlich seines Inhalts und seiner Entwicklungsfolgen für Mexiko Beachtung finden. Das Folgekapitel soll sich in gleicher Weise mit dem Folgeabkommen USMCA beschäftigen, bevor beide dann anhand zuvor festgelegter Kriterien miteinander verglichen werden sollen, um feststellen zu können, inwiefern die Neugestaltung des Abkommens sich auf die weitere Entwicklung Mexikos auswirkt.
Sie teilen sich nicht nur einen gemeinsamen Kontinent, sondern auch seit bereits über 25 Jahren eine gemeinsame Freihandelszone. Die Rede ist von den nordamerikanischen Ländern Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika. Fast genauso lange wie diese Freihandelszone existiert wurde sie auch durch das Freihandelsabkommen NAFTA (North American Free Trade Agreement) geregelt.
Jedoch sollte sich dies nun mit dem letzten politischen Führungswechsel der USA im Jahre 2017 ändern. Bereits während des Wahlkampfes betitelte der nun amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, das NAFTA als den "schlechtesten Deal aller Zeiten". Es war dort also schon abzusehen, dass sich das Freihandelsabkommen unter seiner Präsidentschaft einer Reform unterziehen werden muss.
Das Ergebnis dessen nennt sich USMCA (U.S.-Mexico-Canada Agreement) und stellt das Nachfolgeabkommen des NAFTA dar. Besonders Mexiko profitierte bislang besonders stark von dem Freihandelsabkommen. Auf dem Weg vom Schwellenland zur Industrienation konnte das Land durch NAFTA schon große Entwicklungsfortschritte verbuchen. Ob sich durch das neue Abkommen USMCA nun etwas an der entwicklungsfördernden Ausgestaltung des Freihandels ändert oder nicht, gilt es nun herauszufinden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die wichtigsten außenpolitischen und ökonomischen Entwicklungen Mexikos von 1910 bis 1994
3. Das Freihandelsabkommen NAFTA
3.1. Die Freihandelspolitik der NAFTA
3.2. Die Auswirkungen der NAFTA auf die Entwicklung Mexikos
4. Das Freihandelsabkommen USMCA
4.1. Die Freihandelspolitik des USMCA
4.2. Die Auswirkungen des USMCA auf die Entwicklung Mexikos
5. Der Vergleich der Auswirkungen der NAFTA und des USMCA auf die Entwicklung Mexikos
5.1. Die Vergleichskriterien
5.2. Der Vergleich
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche wirtschaftliche Entwicklung Mexiko durch das Freihandelsabkommen NAFTA erfahren hat und inwiefern diese durch das Nachfolgeabkommen USMCA beeinflusst wird, um zu bewerten, welches Abkommen bessere Grundlagen für Mexikos Weg zur Industrienation bietet.
- Historische Entwicklung Mexikos von 1910 bis 1994
- Inhaltliche Analyse und wirtschaftliche Folgen von NAFTA
- Struktur und Neuerungen des Freihandelsabkommens USMCA
- Vergleichende Untersuchung anhand definierter Entwicklungsindikatoren
- Einfluss externer Faktoren wie der Corona-Pandemie auf die Handelsbeziehungen
Auszug aus dem Buch
3.1.Die Freihandelspolitik der NAFTA
Das Abkommen, das die kleineren Handelsnationen stärken soll, versucht dies unter anderem durch folgende Bestimmungen (nach Lauth 1993: 173 ff./ Gormsen 1995: 303 ff.):
Zunächst gilt das NAFTA nur für Waren, welche in den drei Vertragsländern Mexiko, USA und Kanada gefertigt wurden. Bei der Fertigung der Waren darf ein Anteil von 7% an Rohstoffen und Materialien aus anderen Regionen nicht überschritten werden, es sei denn die Hauptverarbeitung findet in den Vertragsländern statt.
Mit einem Anteil von 70% werden alle mexikanischen Exporte nach Kanada oder in die USA von Importzöllen befreit. Umgekehrt sieht es etwas anders aus. Exportieren Kanada und die USA nach Mexiko, so werden aus Gründen der Rücksichtnahme auf den Entwicklungsstand Mexikos, nur 40% der Warenexporte von Importzöllen befreit. Ziel war es zu Beginn des Abkommens nach fünf Jahren 65% der gegenseitigen Lieferungen zollfrei stattfinden zu lassen.
Im Bereich der Automobilindustrie werden die mexikanischen Importzölle sofort halbiert. Dies gilt für Kraftfahrzeuge jeglicher Art sowie Autoteile. Hier wurde das Ziel gesetzt die Zölle innerhalb von acht Jahren bidirektional für dreiviertel der Kfz-Lieferungen abzuschaffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der nordamerikanischen Freihandelsabkommen und Formulierung der Forschungsfrage zur Entwicklung Mexikos.
2. Die wichtigsten außenpolitischen und ökonomischen Entwicklungen Mexikos von 1910 bis 1994: Historischer Überblick über die ökonomische Transformation Mexikos vom Agrar- zum Industriestaat.
3. Das Freihandelsabkommen NAFTA: Darstellung der vertraglichen Grundlagen und Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen auf Mexiko.
4. Das Freihandelsabkommen USMCA: Untersuchung der Modifikationen gegenüber NAFTA und erste Einschätzungen zur wirtschaftlichen Bedeutung.
5. Der Vergleich der Auswirkungen der NAFTA und des USMCA auf die Entwicklung Mexikos: Gegenüberstellung beider Abkommen anhand definierter Kriterien einer Industrienation.
6. Schluss: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung aktueller Krisen.
Schlüsselwörter
Mexiko, NAFTA, USMCA, Freihandelsabkommen, Außenwirtschaft, Industrienation, Automobilindustrie, Wirtschaftsentwicklung, Liberalisierung, Handelsbeziehungen, Nordamerika, Export, Import, Wirtschaftswachstum, Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung Mexikos im Kontext der nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und USMCA.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Handelsverträge, deren Auswirkungen auf die mexikanische Wirtschaft sowie dem Vergleich beider Abkommen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu ermitteln, wie stark Mexiko von NAFTA profitierte und inwiefern das neue USMCA die Weichen für die weitere Entwicklung zur Industrienation stellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine dokumentenbasierte Analyse der Abkommensinhalte sowie einen komparativen Ansatz anhand festgelegter wirtschaftlicher Vergleichskriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Neben dem historischen Kontext von 1910 bis 1994 erfolgt eine detaillierte Analyse der Freihandelspolitik und deren Folgen für Mexiko für beide Verträge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mexiko, NAFTA, USMCA, Freihandelsabkommen, Wirtschaftsentwicklung und Industrienation.
Welche Bedeutung hat die Automobilindustrie in den Abkommen?
Sie gilt als Schlüsselbranche, für die durch beide Abkommen – besonders durch USMCA mit Mindestlohnregeln – spezifische Anreize und Rahmenbedingungen geschaffen wurden.
Wie beeinflusst die Corona-Pandemie die Ergebnisse?
Die Pandemie wird als externe Störgröße identifiziert, die die kurzfristigen wirtschaftlichen Prognosen erschwert und die Umsetzung der neuen Regelungen beeinflusst.
- Citar trabajo
- Nathalie Schmitt (Autor), 2020, Wirtschaftliche Entwicklung Mexikos. Beziehungen zwischen Mexiko, Kanada und den USA durch NAFTA und USMCA, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030158