Diese Hausarbeit widmet sich der Methode der narrativen Unterrichtsform, wo Narrativität im Kontext sprachlicher Vielfalt mit dem Einsatz von Literatur und anderweitigen Hilfsmitteln das Potenzial besitzt, den Spracherwerb der Lernenden affektiv sowie kognitiv zu fördern. Warum dies der Fall ist und welche Kriterien man bei der praktischen Umsetzung beachten sollte, damit ein effektives Sprachenlernen vonstatten geht, wird im Folgenden näher beleuchtet.
Die Gliederung der Hausarbeit umfasst die Einordnung in das Forschungsgebiet und die curricularen Anforderungen für das Fach Deutsch als Zweitsprache. Es folgt die Darstellung von Narrativität als Grundlage für das weitere Verständnis. Darauf aufbauend werden praktische Vorgehensweisen exemplarisch herangezogen und wissenschaftstheoretisch reflektiert.
Abschließend werden Möglichkeiten zusammengefasst, die den Lernenden als Hilfsmittel im Sinne des sprachsensiblen Unterrichts dienen können, gefolgt von einem Fazit.
Schwerpunktmäßig wird das Augenmerk auf die fremdsprachliche Literaturdidaktik gelegt, welche vor allen Dingen unter Einbezug der Neurodidaktik betrachtet werden sollte. Neurodidaktik, indem praxisorientierte Ansätze, wie die Planung von Unterricht, unter Einbezug der Neurowissenschaft konzipiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Einordnung in das Forschungsgebiet
- 3. Ziele und Aufgaben des DaZ- Unterrichts
- 4. Narrativität
- 4.1. Narrative Unterrichtsmethode
- 5. Die Auswahl der Literatur - praktische Vorgehensweise mit Bezug zur Theorie
- 5.2. Emotionen
- 5.2.1. Selbstkonzept fördern
- 5.3. Visualisierung
- 5.4. Weltbezug und Fremdheitserfahrungen
- 5.5. Praktisches Beispiel
- 5.2. Emotionen
- 6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten von narrativen Unterrichtsformen im Kontext sprachlicher Vielfalt im Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Unterricht. Im Fokus steht dabei die Verwendung von Literatur, um den Spracherwerb von Kindern und Jugendlichen mit nicht-deutscher Herkunftssprache oder geringen Deutschkenntnissen affektiv und kognitiv zu fördern.
- Die Einordnung der narrativen Unterrichtsmethode in das Forschungsgebiet der fremdsprachlichen Literaturdidaktik unter Einbezug der Neurodidaktik
- Die Anwendung von Narrativität zur Unterstützung des lexikalischen Lernens und zur Verknüpfung von Sprache mit Bedeutung
- Die Analyse der Auswirkungen des narrativen Ansatzes auf Mehrfachkontextualisierungen und deren Folgen für den Spracherwerb und das Selbstkonzept der Lernenden
- Die Bewertung des narrativen Ansatzes im Hinblick auf die Umsetzung der Fachanforderungen für den DaZ-Unterricht
- Die Erörterung von Möglichkeiten, die Lernenden als Hilfsmittel im Sinne des sprachsensiblen Unterrichts dienen können
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung - Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erläutert die Bedeutung von sprachsensiblem Unterricht für Kinder und Jugendliche mit nicht-deutscher Herkunftssprache. Sie führt die Problematik des Spracherwerbs im DaZ-Unterricht aus und hebt die Notwendigkeit von effektiven Methoden hervor.
- Kapitel 2: Einordnung in das Forschungsgebiet - In diesem Kapitel wird der Fokus auf die fremdsprachliche Literaturdidaktik und die Rolle der Neurodidaktik im Kontext des Sprachenlernens gelegt. Es wird die Vorstellung des Sprachenlernens aus Sicht des Konnektionismus (Embodied Cognition) erläutert und der narrative Ansatz als lernwirksames Instrument für den lexikalischen Spracherwerb hervorgehoben.
- Kapitel 3: Ziele und Aufgaben des DaZ- Unterrichts - Dieses Kapitel befasst sich mit den curricularen Anforderungen im DaZ-Unterricht in Schleswig-Holstein. Es wird das Mehrstufenmodell erläutert, welches die Basisstufe, die Aufbaustufe und die Stufe der vollständigen Integration umfasst. Die Anwendbarkeit von Narrativität als Unterrichtsmethode auf allen Stufen wird hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokusthemen der Hausarbeit sind: Narrativität, Sprachliche Vielfalt, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Fremdsprachenunterricht, Literaturdidaktik, Neurodidaktik, Konnektionismus (Embodied Cognition), lexikalisches Lernen, Mehrfachkontextualisierungen, Spracherwerb, Selbstkonzept, sprachsensibler Unterricht, Unterrichtsmethode, Mehrstufenmodell, Bilderbücher, Migrationsliteratur, Fremdheitserfahrungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die narrative Unterrichtsform?
Es ist eine Methode, die Geschichten und Literatur einsetzt, um den Spracherwerb kognitiv und affektiv zu fördern, besonders im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ).
Wie unterstützt Narrativität das lexikalische Lernen?
Durch die Einbettung von Wörtern in Geschichten entstehen Mehrfachkontextualisierungen, die es Lernenden erleichtern, Sprache mit Bedeutung zu verknüpfen.
Welche Rolle spielt die Neurodidaktik in dieser Arbeit?
Die Neurodidaktik liefert wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie das Gehirn durch Emotionen und Visualisierung in Geschichten effektiver lernt (Embodied Cognition).
Warum ist Literatur für DaZ-Schüler wichtig?
Literatur ermöglicht Weltbezug, hilft bei der Verarbeitung von Fremdheitserfahrungen und stärkt das Selbstkonzept der Lernenden.
Was versteht man unter sprachsensiblem Unterricht?
Unterricht, der die sprachlichen Hürden für Lernende minimiert und gezielte Hilfsmittel anbietet, um fachliche Inhalte trotz geringer Sprachkenntnisse zu vermitteln.
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- Alina Heimbuch (Author), 2021, Narrative Unterrichtsform im Kontext sprachlicher Vielfalt. Einsatz von Geschichten im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025576