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Kameralistik im Vergleich zur Doppik am Beispiel Hamburg und Berlin.

Welche Ziele und Aufgaben hat die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor?

Título: Kameralistik im Vergleich zur Doppik am Beispiel Hamburg und Berlin.

Tesis (Bachelor) , 2020 , 47 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Torgom Aghumyan (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor am Beispiel von Hamburg und Berlin. Insbesondere wird darauf eingegangen, welche Arten von Rechnungslegungen im öffentlichen Sektor verwendet werden und über welche Vorteile und Nachteile diese verfügen. Außerdem wird hier über die Verschuldung der beiden Städte Hamburg und Berlin gesprochen.

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden zuerst die Begriffe "öffentliche Finanzwirtschaft" und "Haushaltsplan" definiert. Dann werden die Aufgaben und Ziele des Rechnungswesens näher betrachtet und anschließend die historische Entwicklung der Rechnungslegung vorgestellt. Die Aufgabe des Rechnungswesens liegt darin, Informationen über die Vermögens- und Ertragslage zu geben. Damit lässt sich herausfinden, wie gut oder schlecht es um ein Unternehmen beziehungsweise eine öffentliche Institution steht. Dabei werden Ein- und Auszahlungen, Werte von Geldanlagen, Kredite und Einnahmen sachlich und chronologisch erfasst. Das ermöglicht, ertragsreiche oder kostenintensive Bereiche zu finden.

Es werden zwei Arten der öffentlichen Rechnungslegung besprochen, die Kameralistik beziehungsweise erweiterte Kameralistik und die Doppik. Die Kameralistik nutzt man im öffentlichen Sektor, die Doppik ist das einzige Rechnungslegungssystem in der Privatwirtschaft. Alle privaten Unternehmen wenden die doppelte Buchführung an. Zurzeit wird kontrovers diskutiert, dass die Kameralistik für das Führen öffentlicher Haushalte nicht ausreichend sei. Wenn der Staat von privaten Unternehmen mehr Transparenz fordert, wäre es richtig, dass die öffentlichen Kommunen und Länder nachziehen. Dann wüsste man, wie sich Vermögens- und Eigentumswerte entwickelt haben. Die Länder oder Kommunen verkaufen jedes Jahr Grundstücke und erwerben Gebiete, die sie in Gewerbegebiete umwandeln usw. Mit Hilfe der doppelten Buchführung lassen sich diese Entwicklungen nachzeichnen. Die Informationen, die man durch doppelte Buchführung bekommt, können für öffentliche Haushalte sehr wichtig und nützlich sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Öffentliche Finanzwirtschaft

2.1 Haushaltsplan

2.2 Rechnungslegungsziele im privaten und öffentlichen Sektor

3. Historische Entwicklung der Rechnungslegung

4. Die Kameralistik und die Doppik

4.1 Die Kameralistik

4.2. Doppelte Buchführung

4.3 Was kann Doppik leisten?

4.4 Ziel der Doppik

4.5 Vorteile der Doppik gegenüber der Kameralistik

5. Transparenz der Finanzen und Generationengerechtigkeit

6. Einführung der Doppik in Hamburg

6.1. Haushaltswesen von Hamburg

6.2. Finanzpolitik

6.3. Verschuldungslage der Stadt Hamburg

6.4. Bilanzierung der Pensionsrückstellungen

6.5. Erhaltungsmanagement – Abnutzung des Straßenvermögens

6.6. Konzernbilanz

6.7. Bilanzierungs‐ und Bewertungsmethoden

7. Haushaltsreformen in Berlin

7.1. Finanzlage der Stadt Berlin

7.2. Verschuldungslage der Stadt Berlin

7.3. Einführung der grundgesetzlichen Schuldenbremse

7.4. Primärsaldo und Zinsausgaben

7.5. Vermögensrechnung und Vermögensübersicht

7.6. Entwicklung des Vermögens und der Schulden

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor am Beispiel von Hamburg und Berlin. Ziel ist es, die Unterschiede, Vorteile und Nachteile der Kameralistik gegenüber der Doppik zu analysieren und zu bewerten, wie diese Systeme zur Transparenz der Finanzen und zur Generationengerechtigkeit beitragen können.

  • Vergleich der Rechnungslegungssysteme: Kameralistik vs. Doppik
  • Analyse der Verschuldungslage der Städte Hamburg und Berlin
  • Bewertung der Konzernbilanzierung im öffentlichen Sektor
  • Diskussion über Transparenz und Generationengerechtigkeit
  • Untersuchung von Haushaltsreformen und der Schuldenbremse

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Kameralistik

Die Kameralistik ist ein Rechnungsstil innerhalb der öffentlichen Verwaltung (Keller, Brigitte 2014, S. 10). Sie ist ein sehr inputorientiertes, einfaches Buchhaltungssystem und erfordert keine Erfassung von Vermögenswerten und auch keine Registrierung des Ressourcenverbrauchs von Vermögen. Die Kameralistik erfasst nur Einzahlungen und Auszahlungen von Städten oder Gemeinden. So kann die Kameralistik Auskunft über die Ordnungsmäßigkeit, die Liquidität und den Kassenbestand der Gemeinde und über die noch zu zahlenden Einzahlungen und Auszahlungen geben (vgl. Bandemer, Blanke, Nullmeier, Wewer 2005, S. 352). Darüber hinaus kann die Einhaltung des zugewiesenen Budgets durch den Vergleich von Soll-Beständen und Ist-Beständen überwacht werden.

Daher kann eine gute Verwaltungstätigkeit ohne den wirtschaftlichen Aufwand für die Kameralistik durchaus nützlich sein. Schwierig wird es zum Beispiel, wenn die Gemeinde über den Verkauf ihrer Vermögenswerte entscheiden muss. In Bezug auf die Kameralistik muss jeder Verkauf von Vermögenswerten einmalig als Beitragsstellung und somit als positiver Erlös erfasst werden (vgl. Bandemer, Blanke, Nullmeier, Wewer 2005, S. 355). Die Gemeinden haben vor Kurzem versucht, dieses Defizit mit moderner Kameralistik auszugleichen. Hierbei wurden einige grundlegende Elemente der Buchhaltung von kameralen Berechnungen sowie von Kosten- und Leistungsberechnungen angewandt (vgl. Internetquelle: Burth, Gnädinger, 2019).

Die kameralistische Haushaltsverwaltung hat keine Inventur und kein Inventar mit Wertauskünften, es gibt nur Inventarlisten ohne Deklarationen (vgl. Keller, Brigitte 2014, S. 11). Neu beschaffte Vermögensobjekte werden in diese Verzeichnisse aufgenommen und Vermögensobjekte, deren Nutzung beendet ist, herausgenommen (vgl. Keller, Brigitte 2014, S. 11). Die Nutzungsdauer wird nicht festgestellt und Abschreibungen finden keine Berücksichtigung. Dadurch wird der Ressourcenverbrauch nicht sichtbar (vgl. Keller, Brigitte 2014, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor ein und setzt den Rahmen für den Vergleich zwischen Kameralistik und Doppik am Beispiel von Hamburg und Berlin.

2. Öffentliche Finanzwirtschaft: Es werden grundlegende Begriffe wie Haushaltsplan und Rechnungslegungsziele definiert sowie die Rolle des Staates im Vergleich zur Privatwirtschaft beleuchtet.

3. Historische Entwicklung der Rechnungslegung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des kameralistischen Rechnungswesens sowie den Aufstieg der doppelten Buchführung nach.

4. Die Kameralistik und die Doppik: Die beiden Systeme werden detailliert gegenübergestellt, ihre Funktionsweisen erläutert und die spezifischen Vorteile der Doppik herausgearbeitet.

5. Transparenz der Finanzen und Generationengerechtigkeit: Hier wird untersucht, wie die Doppik durch Transparenz und eine periodengerechte Aufwandsdarstellung zur Generationengerechtigkeit beitragen kann.

6. Einführung der Doppik in Hamburg: Dargestellt wird Hamburgs Vorreiterrolle bei der Einführung der kaufmännischen Buchführung und der Konzernbilanzierung sowie die spezifische Bilanzierungsmethodik.

7. Haushaltsreformen in Berlin: Das Kapitel behandelt den Berliner Weg der erweiterten Kameralistik, analysiert die Finanz- und Verschuldungslage sowie die Herausforderungen durch die Schuldenbremse.

Schlüsselwörter

Kameralistik, Doppik, Öffentliche Finanzwirtschaft, Rechnungslegung, Haushaltsplan, Konzernbilanz, Doppelte Buchführung, Generationengerechtigkeit, Haushaltskonsolidierung, Schuldenbremse, Vermögensrechnung, Ressourcenverbrauch, Stadt Hamburg, Stadt Berlin, Finanzpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt die Unterschiede und Einsatzbereiche der Rechnungslegungssysteme Kameralistik und Doppik in der öffentlichen Verwaltung, unter besonderer Berücksichtigung der Städte Hamburg und Berlin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Reform des öffentlichen Rechnungswesens, die Transparenz in öffentlichen Haushalten, die Konzernbilanzierung sowie der Umgang mit kommunaler Verschuldung und Generationengerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Ziele und Aufgaben die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor erfüllt und ob die Doppik gegenüber der klassischen oder erweiterten Kameralistik überlegen ist, um eine transparente Finanzsteuerung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Jahresberichten sowie Konzernabschlüssen der Städte Hamburg und Berlin basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Finanzwirtschaft, die historische Entwicklung der Buchführung, den direkten Vergleich von Kameralistik und Doppik sowie die detaillierte Analyse der praktischen Anwendung in Hamburg (Doppik) und Berlin (erweiterte Kameralistik).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Haushaltssteuerung, Doppik, Kameralistik, Konzernbilanz, Schuldenbremse und Generationengerechtigkeit geprägt.

Warum gilt Hamburg als Vorreiter im Vergleich zu Berlin?

Hamburg hat als erstes Bundesland eine vollständige Konzernbilanz eingeführt und die kaufmännische Rechnungslegung nach doppischen Grundsätzen konsequent umgesetzt, während Berlin bei der erweiterten Kameralistik verblieben ist.

Was kritisiert der Rechnungshof an den Berliner Jahresberichten?

Der Rechnungshof bemängelt, dass die Jahresberichte mangelhaft und fehlerhaft seien, insbesondere im Hinblick auf die ordnungsgemäße Erfassung und Bewertung des öffentlichen Vermögens und der Schulden.

Final del extracto de 47 páginas  - subir

Detalles

Título
Kameralistik im Vergleich zur Doppik am Beispiel Hamburg und Berlin.
Subtítulo
Welche Ziele und Aufgaben hat die Rechnungslegung im öffentlichen Sektor?
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1,7
Autor
Torgom Aghumyan (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
47
No. de catálogo
V1014796
ISBN (Ebook)
9783346501233
ISBN (Libro)
9783346501240
Idioma
Alemán
Etiqueta
kameralistik vergleich doppik beispiel hamburg berlin welche ziele aufgaben rechnungslegung sektor
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Torgom Aghumyan (Autor), 2020, Kameralistik im Vergleich zur Doppik am Beispiel Hamburg und Berlin., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014796
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