Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dass Phänomen des subsaharischen Hexenglaubens unter dem Gesichtspunkt westlicher Forschung kritisch zu betrachten und einzuordnen. Außerdem soll eine Gegenüberstellung des europäischen Hexenglaubens mit den afrikanischen Hexenvorstellungen gegeben werden, um zu betrachten, ob Hexenverfolgungen kultur- und epochenübergreifend verstanden werden können. Der Fokus auf Südafrika erklärt sich einerseits aus der Aktualität der Hexenverfolgungen nach der Kolonialzeit und zum anderen aus dem intensiven Forschungsinteresse von Ethnologen, Anthropologen und Sozialwissenschaftlern, die ausreichend Material für eine kritische Auseinandersetzung mit der afrikanischen Hexenforschung bieten. Es ist nicht die Intention dieser Seminararbeit eine monokausale Erklärung für das Aufkommen der afrikanischen Hexenverfolgungen zu geben, sondern das Phänomen der Hexerei in seinem historischen und gesellschaftlichen Kontext zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die afrikanische Hexenforschung und ihre Problematik
- Wissenschaftliche Theorien über afrikanische Glaubenssysteme
- Phase 1: 1920 bis 1940
- Phase 2: 1950 bis 1960
- Phase 3: Zwischen 1950 und 1980
- Phase 4: Zwischen 1960 und 1980
- Phase 5: 1980 bis 1990
- Wissenschaftliche Theorien über afrikanische Glaubenssysteme
- Die Hexerei in Europa und die Hexerei in Afrika
- Der Begriff „witchcraft“ im afrikanischen Kontext
- Der Hexenglaube und die Religion
- Die Funktionen des subsaharischen Hexenglaubens
- Hexenverfolgung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich kritisch mit dem Phänomen des subsaharischen Hexenglaubens im Kontext westlicher Forschung und untersucht seine Einordnung. Außerdem wird der europäische Hexenglaube den afrikanischen Hexenvorstellungen gegenübergestellt, um zu analysieren, ob Hexenverfolgungen kultur- und epochenübergreifend verstanden werden können.
- Die Problematik der afrikanischen Hexenforschung
- Die Entwicklung von wissenschaftlichen Theorien über afrikanische Glaubenssysteme
- Der Vergleich des europäischen und afrikanischen Hexenglaubens
- Die Rolle des Hexenglaubens in der subsaharischen Gesellschaft
- Die Bedeutung der Hexenverfolgung in Afrika
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die Aktualität des Hexenglaubens in Afrika und stellt fest, dass dieser weit verbreitet ist und das Leben der Menschen beeinflusst. Sie zeigt die Bedeutung des Themas auf, indem sie auf die anhaltende Verfolgung von Menschen aufgrund von Hexereivorwürfen aufmerksam macht.
Die afrikanische Hexenforschung und ihre Problematik
Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zur Erforschung des afrikanischen Hexenglaubens. Es beleuchtet die unterschiedlichen Phasen der Forschung und ihre jeweiligen Schwerpunkte, wobei die Veränderungen in der Perspektive auf das Thema im Laufe der Zeit hervorgehoben werden.
Die Hexerei in Europa und die Hexerei in Afrika
Dieses Kapitel vergleicht den europäischen und afrikanischen Hexenglauben und untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Es analysiert den Begriff „witchcraft“ im afrikanischen Kontext, die Verflechtung von Hexenglaube und Religion sowie die verschiedenen Funktionen des Hexenglaubens in der subsaharischen Gesellschaft. Darüber hinaus beleuchtet es die Geschichte der Hexenverfolgung in Afrika.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Hexenglaube, Hexenverfolgung, Subsahara-Afrika, afrikanische Glaubenssysteme, wissenschaftliche Theorien, Kulturvergleich, europäische Hexenforschung, Religion, Politik und Soziales.
- Citation du texte
- Jacqueline Keller (Auteur), 2021, Problematiken und Dimensionen des afrikanischen Hexendiskurses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007452