Diese Arbeit geht der Frage nach, welcher Faktor ausschlaggebend für das Compliance-Verhalten der USA ist. Nach einer gründlichen Analyse der gängigen Compliance-Literatur der Internationalen Beziehungen und der Identifizierung der USA als Sonderfall wird eine neue Theorie ausgearbeitet, welche die Machtposition eines Staates als determinierenden Faktor für dessen Compliance-Verhalten bestimmt.
Zur Überprüfung wird die jüngste politische Vergangenheit Amerikas in drei Zeitperioden unterteilt. Anhand dieser wird die Kausalität von Macht und Compliance aufgearbeitet. Von 1945 bis zum Ende des Kalten Krieges war die westliche Welt bipolar aufgestellt. Diese Konkurrenzsituation förderte die Vertrags-Compliance der Führungsmächte. In den Neunzigern und über die Jahrtausendwende hinweg nahm die USA eine hegemoniale Stellung ein, was sich negativ auf ihre Compliance auswirkte. Schließlich hat sich die Macht in den letzten zehn Jahren globaler verteilt. Das bewirkte wiederum ein ambivalentes Compliance-Verhalten Amerikas. Somit bestätigt sich die These, dass mehr Macht weniger Compliance zur Folge hat und umgekehrt.
Inhaltsverzeichnis
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Zielsetzung und Themenschwerpunkte
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Zusammenfassung der Kapitel
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Schlüsselwörter
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Häufig gestellte Fragen
Warum halten sich die USA oft nicht an das Völkerrecht?
Die Arbeit stellt die These auf, dass die Machtposition eines Staates sein Compliance-Verhalten bestimmt: Mehr Macht führt oft zu weniger Bereitschaft, sich internationalen Regeln zu unterwerfen.
Wie veränderte sich das Verhalten der USA nach dem Kalten Krieg?
In der bipolaren Welt bis 1989 war die Vertragstreue höher. Mit der darauffolgenden hegemonialen Stellung in den 90ern sank die Compliance gegenüber dem Völkerrecht deutlich.
Welchen Einfluss hat eine multipolare Welt auf die Compliance?
In den letzten zehn Jahren hat sich die Macht globaler verteilt (China, EU, Russland), was zu einem ambivalenteren und teilweise wieder regelkonformeren Verhalten führt.
Was ist der "Sonderfall USA" in der Compliance-Literatur?
Die USA werden oft als Staat analysiert, der internationale Verträge zwar initiiert, sie aber selbst nicht ratifiziert oder selektiv bricht, um die eigene Souveränität zu wahren.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Macht und Völkerrecht?
Ja, die Untersuchung bestätigt, dass Staaten mit abnehmender relativer Macht eher dazu neigen, Schutz im Völkerrecht und internationalen Verträgen zu suchen.
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- Aurelia Bossart (Author), 2019, Warum halten sich die USA nicht an das Völkerrecht? Das Compliance-Verhalten der USA seit Ende des Zweiten Weltkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997593