Diese Bachelorarbeit analysiert, welchen Einfluss Dating-Apps wie Tinder, Bumble oder Lovoo auf die heutige Partnersuche haben.
Im Allgemeinen ist die Partnersuche für viele Menschen ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Nicht mehr wegzudenken ist dabei auch die Partnersuche im Internet, das sogenannte Online-Dating, welches in den letzten Jahren einen zunehmenden
gesellschaftlichen Trend erfahren hat.
In der Sozialforschung ist das Online-Dating als Forschungsgegenstand zur Analyse der Partnerwahl noch ein eher junges Thema. Trotzdem ist sowohl das öffentliche als auch wissenschaftliche Interesse am Phänomen des Online-Datings in den letzten Jahren stark gewachsen, weshalb es zahlreiche Ansätze in der Literatur gibt.
Dating-Portale bzw. Dating-Apps eignen sich sehr gut als Untersuchungsobjekt, da sie methodologisch als eine virtuelle Umgebung zwischen der Theorie und dem Feld angesiedelt sind. Denn obwohl sich das Online-Dating in einem „natürlichen Umfeld“ abspielt, hat man durch die umfangreichen Datenbanken von Anfang an sehr viel für Material für wissenschaftliche Untersuchungen in der Hand. Das heißt, bereits in einer frühen Stufe der Partnerwahl stehen umfassende Daten über die jeweiligen Kontaktpartner zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund
- Sozialhistorischer Hintergrund
- Ökonomischer Ansatz
- Austauschtheoretischer Ansatz
- Emotionaler Kapitalismus
- Das Internet als Partnermarkt
- Was ist Online-Dating?
- Wer nutzt Online-Dating Plattformen?
- Lovoo, Tinder und Bumble
- Selbstdarstellung im Online-Dating
- Bewertungen
- Standardisierung und Wiederholung
- Paarbildung im Wandel
- Relevante Studien
- Nutzermotivation für die Partnersuche
- Die Rolle der Bildung
- Präferenzen im Online-Dating
- Intimität im Internet
- Zusammenfassung der Entwicklungen
- Relevante Studien
- Diskussion und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht den Wandel der Paarbildung in der heutigen Gesellschaft im Kontext der mediatisierten Partnerwahl im Internet. Sie fokussiert auf den Einfluss von Dating-Apps wie Lovoo, Tinder und Bumble, die als neue Form des Online-Datings gelten. Der thematische Rahmen beinhaltet dabei Online-Dating mit Schwerpunkt auf die Partnersuche zwischen Männern und Frauen. Die Arbeit analysiert, wie mediatisierte Partnersuche den Prozess der Paarbildung beeinflusst und sich von der Partnersuche in traditionellen Alltagskontexten unterscheidet.
- Der Einfluss von Dating-Apps auf die Paarbildung
- Die Veränderungen in der Partnerwahl durch Online-Plattformen
- Die Rolle der Selbstdarstellung und Standardisierung im Online-Dating
- Die Bedeutung von Nutzermotivation, Bildung und Präferenzen im Online-Dating
- Der Vergleich von online und offline Partnersuche
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen für die Analyse der Partnerwahl, wobei der Fokus auf den sozialhistorischen Hintergrund, ökonomische Ansätze, den Austauschtheoretischen Ansatz und den Emotionalen Kapitalismus liegt. Im zweiten Kapitel wird das Internet als Partnermarkt erörtert, einschließlich einer Definition von Online-Dating und einer Beschreibung der Nutzergruppen. Das dritte Kapitel stellt die Dating-Apps Lovoo, Tinder und Bumble vor und beleuchtet ihre Funktionsweise im Zusammenhang mit Selbstdarstellung, Bewertungen und Standardisierung im Online-Dating. Das vierte Kapitel betrachtet die Paarbildung im Wandel, wobei relevante Studien zum Thema Nutzermotivation, Bildungsrolle, Präferenzen im Online-Dating und Intimität im Internet vorgestellt werden.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Paarbildung, Partnerwahl, Online-Dating, Dating-Apps, Lovoo, Tinder, Bumble, Selbstdarstellung, Standardisierung, Nutzermotivation, Bildung, Präferenzen, Intimität, sozialhistorischer Hintergrund, ökonomischer Ansatz, Austauschtheoretischer Ansatz, Emotionaler Kapitalismus.
Häufig gestellte Fragen
Wie verändern Dating-Apps die Paarbildung?
Apps wie Tinder und Bumble führen zu einer Mediatisierung der Partnerwahl, bei der Selbstdarstellung und Standardisierung eine zentrale Rolle spielen.
Was bedeutet "Emotionaler Kapitalismus" im Online-Dating?
Dieser Begriff beschreibt die Vermischung von ökonomischen Logiken (wie Effizienz und Marktwert) mit emotionalen und intimen Aspekten der Partnersuche.
Welche Rolle spielt die Bildung beim Online-Dating?
Studien zeigen, dass Bildungsniveau und Präferenzen oft entscheidende Filterkriterien in der virtuellen Partnerwahl sind.
Warum ist Selbstdarstellung auf Lovoo oder Tinder so wichtig?
Da Nutzer in einer virtuellen Umgebung agieren, ist das Profil das einzige Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren und einen positiven ersten Eindruck zu vermitteln.
Ist Online-Dating ein "natürliches Umfeld" für die Forschung?
Ja, für die Sozialforschung bieten Dating-Portale umfangreiche Datenbanken, die reale Interaktionen und Präferenzen in einer frühen Phase der Partnerwahl widerspiegeln.
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- Anonym (Author), 2020, Online-Dating. Möglichkeiten und Auswirkungen auf die Paarbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993161