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Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer für den deutschen Staatshaushalt

Eine kurze Darstellung

Titel: Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer für den deutschen Staatshaushalt

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: David Jonathan Hoppmann (Autor:in)

VWL - Industrieökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Fragestellung nach, inwieweit sich eine drastische Erhöhung der Mineralölsteuer (Energiesteuer) für den deutschen Staatshaushalt ökonomisch lohnt. Dabei wird als erstes das Gut Benzin mit volkswirtschaftlichen Methoden analysiert, um zu verstehen, wie die Elastizitäten der betroffenen Parteien sowie die Substitution, sprich Austauschbarkeit, des Gutes Benzin sind. Als nächstes erfolgt eine Klassifikation des deutschen Benzinmarktes, die Aufschluss über die Preisbildung für Benzin geben soll. Danach wird die Mineralölsteuer, die heutzutage unter dem Namen Energiesteuer bekannt ist, erläutert und in diesem Zusammenhang werden die Preis- und Mengeneffekte einer solchen Steuer auf den Benzinmarkt und deren Wohlfahrtsauswirkungen erklärt. Daraufhin folgt eine Untersuchung der Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer auf den deutschen Mittelstand. Abschließend erfolgt im Fazit unter Einbezug der abgehandelten Themen ein Ab-wägen, für und gegen eine Steuererhöhung sowie eine Handlungsempfehlung.

Das Thema Mineralölsteuer hat seit Mitte November 2018 wieder mehr Aufmerksamkeit erlangt, nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Steuer auf Benzin und Diesel angehoben hatte. Dies wurde größtenteils für den französischen Mittelstand zum An-lass, sich gegen die Ökosteuererhöhung zu wehren. Die Gelbwesten oder „gilet jaunes“ sind unzufrieden mit der Regierung und äußern dies mit Protesten, bei denen Tränengas und Wasserwerfer seitens der Polizei notwendig sind, um die gewaltbereiten Protestanten zu bändigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des Gutes Benzin

3. Klassifikation des deutschen Benzinmarktes

4. Mineralölsteuer

4.1 Preis- und Mengeneffekte im Angebotsoligopol

4.2 Wohlfahrtsauswirkungen

5. Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer auf den deutschen Mittelstand

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen einer drastischen Erhöhung der Mineralölsteuer auf den deutschen Staatshaushalt sowie den Mittelstand. Dabei wird analysiert, wie sich Preisänderungen im Angebotsoligopol des Benzinmarktes auf das Konsumentenverhalten und die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt auswirken.

  • Volkswirtschaftliche Analyse des Gutes Benzin und dessen Substituierbarkeit
  • Klassifikation des deutschen Benzinmarktes als Angebotsoligopol
  • Untersuchung der Preis- und Mengeneffekte durch Energiesteuern
  • Analyse der Wohlfahrtsauswirkungen und des Effizienzverlustes
  • Bewertung der ökonomischen Folgen einer Steuererhöhung für den Mittelstand

Auszug aus dem Buch

4.1 Preis- und Mengeneffekte im Angebotsoligopol

Da die Preiselastizität für Benzin sehr niedrig ist, d.h. die nachgefragte Menge nur geringfügig auf eine Preisänderung reagiert, verläuft die Nachfragekurve sehr steil. Die Angebotselastizität ist, langfristig gesehen, elastisch, da die Unternehmen in ihren Raffinerien viele verschiedene Möglichkeiten haben, das Rohöl zu verarbeiten und somit viele Substitutionsmöglichkeiten haben. Je stärker der Preis steigt, desto größer wird die am Markt angebotene Menge der Unternehmen, bei einer hohen Preiselastizität ist diese Reaktion stark. Aus diesem Grund verläuft die Angebotskurve relativ flach. Insgesamt gesehen sinkt infolge des durch die Steuer angehobenen Preises die angebotene sowie die tatsächlich gehandelte Menge. Die Steuer wird zwar von den Unternehmen an den Staat abgeführt, wird aber aufgrund der Marktkräfte hauptsächlich vom Käufer des Benzins getragen. Dennoch müssen aber die Mineralölunternehmen einen Teil der Steuer tragen, was den Gewinn schmälert.

Im Falle der Pendler, die eine hohe Preiselastizität aufweisen, ist zu erwarten, dass diese eher dazu tendieren, langfristig gesehen, vom Benzin wegzukommen im Falle der Erhöhung der Energiesteuer. Letztendlich um die Inzidenz, die aussagt, ob Nachfrager oder Anbieter die Steuer tragen, feststellen zu können, ist es erforderlich, zu wissen, wessen Elastizität höher ist. Kurzfristig gesehen, tragen die Pendler die Steuer hauptsächlich, aber langfristig werden immer mehr Substitutionsmöglichkeiten den Berufspendlern zur Verfügung stehen, was die Elastizität dieser erhöht. Eine Möglichkeit, den Bedarf an Benzin zu verringern, sind Home Offices, die mit fortschreitender Digitalisierung immer mehr Erwerbstätigen zur Verfügung stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Thematik der Mineralölsteuer ein, motiviert durch die Proteste der „Gelbwesten“ in Frankreich, und stellt die Forschungsfrage bezüglich der ökonomischen Sinnhaftigkeit einer Steuererhöhung für Deutschland.

2. Analyse des Gutes Benzin: Dieses Kapitel untersucht Benzin als superiores Gut mit geringer Substituierbarkeit für Pendler und analysiert die Preiselastizität der Nachfrage bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

3. Klassifikation des deutschen Benzinmarktes: Hier wird der deutsche Benzinmarkt als homogenes Angebotsoligopol klassifiziert, wobei die Marktkonzentration mittels des Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) beleuchtet wird.

4. Mineralölsteuer: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise der Energiesteuer, ihre Auswirkungen auf Preisbildung und Menge sowie die resultierenden Wohlfahrtsverluste innerhalb des Marktmodells.

5. Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer auf den deutschen Mittelstand: Es wird analysiert, wie sich Steuererhöhungen auf die Kaufkraft des Mittelstandes auswirken und welche Rolle staatliche Förderungen für alternative Mobilität spielen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die ökonomischen Ergebnisse zusammen und warnt vor langfristigen sozialen Spannungen sowie den Belastungen für Pendler durch eine drastische Erhöhung der Steuer.

Schlüsselwörter

Mineralölsteuer, Energiesteuer, Angebotsoligopol, Benzinmarkt, Preiselastizität, Wohlfahrt, Pendler, Mittelstand, Marktversagen, Substituierbarkeit, Konsumentenrente, Produzentenrente, Steuereinnahmen, Effizienzverlust, Staatshaushalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den volkswirtschaftlichen Konsequenzen einer deutlichen Erhöhung der Mineralölsteuer, heute bekannt als Energiesteuer, in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Marktstruktur des Benzinmarktes, Elastizitäten der Nachfrage, steuerliche Inzidenz sowie die Auswirkungen auf die Wohlfahrt und den deutschen Mittelstand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit sich eine drastische Erhöhung der Energiesteuer ökonomisch für den deutschen Staatshaushalt rentiert und welche Auswirkungen dies auf die betroffenen Akteure hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt mikroökonomische Analysemethoden wie die Gutsanalyse, Oligopoltheorie, Elastizitätsberechnungen und Wohlfahrtsbetrachtungen mittels Rentenkonzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Gut Benzin analysiert, der Benzinmarkt klassifiziert, die Wirkungsweise der Steuer erklärt und die Folgen für Pendler und den Mittelstand untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mineralölsteuer, Angebotsoligopol, Preiselastizität, Pendler, Wohlfahrtsverlust und Mittelstandsförderung.

Warum wird der Benzinmarkt als Angebotsoligopol bezeichnet?

Aufgrund der hohen Marktkonzentration, bei der wenige große Tankstellenunternehmen den Großteil des Kraftstoffabsatzes kontrollieren, herrscht ein Angebotsoligopol mit strategischer Interaktion.

Welche Rolle spielt die Substituierbarkeit in der Argumentation?

Die Substituierbarkeit ist entscheidend für die Preiselastizität. Während Pendler kurzfristig kaum ausweichen können, haben sie langfristig durch E-Mobilität oder Fahrgemeinschaften mehr Substitutionsmöglichkeiten.

Können staatliche Mehreinnahmen durch die Steuer den Mittelstand entlasten?

Ja, durch staatliche Zuschüsse für zukunftsfähige Mobilität oder Investitionen in die Infrastruktur kann der Mittelstand indirekt gefördert werden, wenngleich die Steuererhöhung selbst eine Belastung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer für den deutschen Staatshaushalt
Untertitel
Eine kurze Darstellung
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,0
Autor
David Jonathan Hoppmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V979754
ISBN (eBook)
9783346332424
ISBN (Buch)
9783346332431
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Volkswirtschaft Mineralölsteuer Steuererhöhung Gelbwesten Mittelstand Deutschland Benzin Benzinmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Jonathan Hoppmann (Autor:in), 2019, Volkswirtschaftliche Auswirkungen einer Erhöhung der Mineralölsteuer für den deutschen Staatshaushalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979754
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Leseprobe aus  19  Seiten
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