Die folgende Arbeit befasst sich mit der Darstellung der römischen Kaiserin Valeria Messalina. Dazu sollen zunächst das ideale römische Frauenbild wie auch die Stigmatisierung und das Slut-Shaming von Frauen in der Antike dargestellt werden. Danach erfolgt eine kurze Vorstellung der Kaiserin. Anschließend wird eine Analyse der zeitgenössischen Darstellung Valeria Messalinas bei den antiken Autoren Tacitus und Juvenal erfolgen, der eine kurze Quellenkritik zu Tacitus vorausgehen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ideal vs. Realität?
- Das Ideal der römischen Frau (matrona)
- Stigmatisierung von Frauen und Slut-Shaming
- Zeitgenössische Darstellung Valeria Messalinas
- Wer war Valeria Messalina?
- Publius Cornelius Tacitus: Politiker und Historiker
- Tacitus Messalina
- Messalina bei Juvenal
- Fazit
- Literatur- und Quellenverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung der römischen Kaiserin Valeria Messalina in der antiken Literatur und untersucht, wie und mit welchen Beweggründen mächtige Frauen in der antiken Literatur dargestellt wurden.
- Das Idealbild der römischen Frau (matrona)
- Stigmatisierung und Slut-Shaming von Frauen in der Antiken Gesellschaft
- Die Darstellung Valeria Messalinas durch zeitgenössische Autoren wie Tacitus und Juvenal
- Die Intentionen der Darstellung von Messalina - Versuch einer Interpretation
- Die Rolle der Kaiserin innerhalb der römischen Machtstrukturen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Stigmatisierung ein und beleuchtet die historischen und aktuellen Beispiele dafür. Anschließend stellt das zweite Kapitel das Idealbild der römischen Frau (matrona) vor, die sich durch ihre Tugenden wie Pietas, Fides und Pudicita auszeichnete. Darüber hinaus wird das Problem der Stigmatisierung und des Slut-Shamings von Frauen in der antiken Gesellschaft beleuchtet.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der zeitgenössischen Darstellung der Kaiserin Valeria Messalina, insbesondere durch die Autoren Tacitus und Juvenal. Hier werden die Quellen sowie die Hintergründe zu Tacitus' Werk beleuchtet und anschliessend die Darstellung Messalinas in seinen Schriften analysiert.
Schlüsselwörter
Römische Kaiserin, Valeria Messalina, matrona, Stigmatisierung, Slut-Shaming, Tacitus, Juvenal, Antike, Geschlechterrollen, Machtstrukturen, Idealbild, historische Quellenkritik.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Valeria Messalina?
Valeria Messalina war die dritte Ehefrau des römischen Kaisers Claudius. In der Geschichte ist sie vor allem für ihren angeblich ausschweifenden Lebensstil bekannt.
Was ist das Ideal der römischen „matrona“?
Die ideale römische Frau sollte Tugenden wie Pietas (Frömmigkeit), Fides (Treue) und Pudicitia (Keuschheit) verkörpern und sich primär um Haushalt und Kinder kümmern.
Warum wurde Messalina von antiken Autoren so negativ dargestellt?
Autoren wie Tacitus und Juvenal nutzten die Darstellung ihrer angeblichen Unmoral oft als politisches Mittel, um die Schwäche des Kaisers Claudius aufzuzeigen oder allgemeine Sittenkritik zu üben.
Was versteht man unter „Slut-Shaming“ in der Antike?
Es beschreibt die gezielte Stigmatisierung von Frauen aufgrund ihres (echten oder unterstellten) Sexualverhaltens, um ihren politischen Einfluss oder ihren sozialen Status zu untergraben.
Wie zuverlässig sind die Quellen von Tacitus über Messalina?
Die Arbeit führt eine Quellenkritik durch und zeigt, dass Tacitus als Politiker und Historiker bestimmte Intentionen verfolgte, weshalb seine Schilderungen oft voreingenommen und literarisch übersteigert sind.
- Quote paper
- Anastasia Grubnik (Author), 2020, Stigmatisierung trotz Macht? Wie und mit welchen Beweggründen wurden mächtige Frauen in der antiken Literatur dargestellt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950119