Thema: Taekwondo (TKD)
1) Was ist TKD ? TKD ist eine koreanische Kampfsportart, in der man sich gegen Angriffe zu verteidigen lernt. Zusammengefaßt weist TKD demnach auf eine Technik der unbewaffneten Selbstverteidigung hin.
TKD besteht aus mehreren Teilen, wie z.B.:
_ Wettkampf _ Selbstverteidigung _ Bruchtest _ Freikampf _ Prüfung _ Bewegungsformen Auf einige dieser Punkte werde ich später noch genauer eingehen.
2) Geschichte Vor mehr als 3000 Jahren veranstalteten verschiedene Stämme Spiele und Wettkämpfe, in denen immer wieder versucht wurde Geist und Körper zu noch höheren Leistungen zu befähigen. Im Laufe der Zeit wurden diese Übungen zu einer gesunderhaltenden Gymnastik sowohl als auch zur Ergänzung und Verbesserung kämpferischer Fähigkeiten weiterentwickelt. Die langen Erfahrungen im Umgang mit wilden Tieren, wurden auf die menschlichen Bewegungsabläufe übertragen und ergaben so ein sehr effektvolles Kampfsystem. So entstand eine einfache Form des Taekyon. Taekyon ist ein alter Name für TKD.
Aus dieser Zeit wurden Grabgemälde gefunden, die z.B. zwei Kämpfer, die sich in einer typischen TKD-Stellung gegenüberstehen zeigen. Weitere Grabgemälde zeigen einzelne Männer beim Ausführen von Techniken, die auch heute noch gebräuchlich sind. Um 1800 verlor TKD an Bedeutung, weil es von der Kunst, Politik und Wissenschaft verdrängt wurde. Erst 1945 entstand dann das moderne TKD durch den Zusammenschluß der größten koreanischen Kampfschulen. Darauf folgte 1973 die Gründung des Welt-TKD-Verbandes, worauf TKD zum internationalen Wettkampfsport wurde. Seit 1973 werden auch Weltmeisterschaften ausgetragen und ab dem Jahr 2000 ist TKD das Erste Mal als eine olympische Disziplin vertreten.
3) Allgemeines Alle Bewegungen im TKD gehen von dem Grundsatz der Verteidigung aus. Es gibt kaum einen Teil des menschlichen Körpers, der nicht als Abwehrwaffe gebraucht werden kann.
Um einen Angreifer erfolgreich abzuwehren, muß man am Training regelmäßig mit Disziplin teilnehmen, d.h. daß die Vorstellung Mancher, daß man TKD nach wenigen Trainingsstunden beherrscht, falsch ist.
4) Ausrüstung Zur TKD-Ausrüstung gehört der sogenannte Tobok; das ist ein Anzug, der so geschnitten ist, daß er sich jeder Körperbewegung anpaßt. Das Weiß des Anzuges drückt moralische Reinheit aus. Der Gürtel (koreanisch: Ty), den der TKD-Sportler um seinen Tobok bindet, hat verschiedene Farben und kennzeichnet den Leistungsgrad des Schülers. Für Wettkämpfe benötigt man eine Kampfausrüstung, die aus einem Kopfschutz, einer Weste, Unterarm- und Schienbeinschonern sowie aus einem Unterleibsschutz besteht.
5) Nun gehen wir, wie gesagt auf die einzelnen Disziplinen des TKD's ein:
Als Erstes erklären wir die wichtigsten 3:
a) Bewegungsformen, die auch Poomse oder Hyong genannt werden. Die Bewegungsformen enthalten alle bereits gelernten Angriffs- und Abwehrtechniken, die auch bei einer Prüfung bewertet werden. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich immer in der nächsthöheren Poomse bzw. Hyong. Die Kampftechniken stellen einen Scheinkampf gegen einen oder mehrere gedachte Gegner dar, so daß der Schüler die Bewegungen ohne Verletzungsgefahr üben kann. Die Folge dieser einzelnen Übungen ist vorgeschrieben und läuft nach einem festgelegten Schrittdiagramm ab.
b) Bruchtest Der Bruchtest wird meistens mit den Armen oder Beinen ausgeführt. Er wird zur Kontrolle der jeweiligen Technik verwendet.
c) Frei- und Wettkampf Im Frei- und Wettkampf gilt es gelernte Techniken, wie im Ernstfall schnell und präzise anzubringen, bzw. Gegnerische Attacken im Ansatz zu erkennen und abzuwehren. Wichtig beim Freikampf ist, daß man den Gegner nicht berühren darf, sondern man muß die jeweilige Technik kurz vor dem gegnerischen Körper abstoppen. Beim Wettkampf dagegen muß man den Gegner an der vorgeschriebenen Trefferpunktzone treffen. Fußtritte dürfen nur auf die Kampfweste oder zum Kopf ausgeführt werden. Fauststöße dürfen nur auf die Weste treffen. Würfe und das Erfassen des Gegners sind verboten.
d) Prüfung Eine TKD-Prüfung besteht aus Freikampf, Bruchtest und verschiedensten Bewegungsformen. Wenn man eine Prüfung besteht, bekommt man den nächsthöheren Gürtel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Taekwondo (TKD)?
TKD ist eine koreanische Kampfsportart zur unbewaffneten Selbstverteidigung. Es beinhaltet Wettkampf, Selbstverteidigung, Bruchtest, Freikampf, Prüfung und Bewegungsformen.
Was ist die Geschichte des TKD?
Vor über 3000 Jahren entwickelten Stämme Spiele und Wettkämpfe, die Körper und Geist trainierten. Diese Übungen entwickelten sich zu Gymnastik und Kampffertigkeiten. Es entstand eine frühe Form des Taekyon (ein alter Name für TKD). Grabgemälde aus dieser Zeit zeigen Kämpfer in TKD-Stellungen. Um 1800 verlor TKD an Bedeutung, erlebte aber 1945 eine Wiederbelebung durch den Zusammenschluss koreanischer Kampfschulen. 1973 wurde der Welt-TKD-Verband gegründet, wodurch TKD ein internationaler Wettkampfsport wurde. Seit 2000 ist TKD eine olympische Disziplin.
Was sind die allgemeinen Prinzipien des TKD?
Alle Bewegungen im TKD basieren auf dem Prinzip der Verteidigung. Fast jeder Teil des Körpers kann als Abwehrwaffe eingesetzt werden. Regelmäßiges, diszipliniertes Training ist erforderlich, um TKD effektiv zu beherrschen.
Was gehört zur TKD-Ausrüstung?
Zur TKD-Ausrüstung gehört der Tobok (ein Anzug, der Bewegungen nicht einschränkt) in Weiß (symbolisiert moralische Reinheit). Der Gürtel (Ty) kennzeichnet den Leistungsgrad des Schülers. Für Wettkämpfe sind Kopfschutz, Weste, Unterarm- und Schienbeinschoner sowie Unterleibsschutz erforderlich.
Was sind die Disziplinen des TKD?
Die wichtigsten Disziplinen sind:
- Bewegungsformen (Poomse/Hyong): Scheinkämpfe gegen imaginäre Gegner, die alle gelernten Angriffs- und Abwehrtechniken enthalten.
- Bruchtest: Kontrolle der Technik, meist mit Armen oder Beinen.
- Frei- und Wettkampf: Schnelles und präzises Anwenden von Techniken im Ernstfall. Im Freikampf darf der Gegner nicht berührt werden; im Wettkampf sind Treffer in bestimmten Zonen erlaubt (Fußtritte auf Weste/Kopf, Fauststöße auf Weste). Würfe und das Erfassen des Gegners sind verboten.
- Prüfung: Besteht aus Freikampf, Bruchtest und Bewegungsformen. Bestehen führt zum nächsthöheren Gürtel.
- Selbstverteidigung: Lehrt verschiedene Selbstverteidigungstechniken.
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- Martina Hausmann (Author), 1998, Taekwondo (TKD), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95006