Die Arbeit geht der Frage nach, ob Nikolaus von Kues als ein Vermittler zwischen dem Islam und Christentum gesehen werden kann. Nikolaus von Kues, auch Cusanus genannt oder Nicolai da Cusa, wurde 1401 in Kues als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach Universitätstudien zunächst im kirchlichen Recht, später auch in Philosophie und Theologie, stieg er als Jurist, Priester und Wissenschaftler in die höchsten Ränge des öffentlichen Lebens seiner Zeit auf. Konzilsmitglied in Basel, päpstlicher Legat in Deutschland, Kardinal der römischen Kirche, Bischof von Brixen, Generalvikar in Rom. Auch war er Kurienkardinal, Ratgeber und enger Vertrauter von Papst Pius II.. Er starb 1464 in Todi, Umbrien. Sein Leichnam ruht in der Kirche San Pietro in Rom. Sein Herz ruht in der Kapelle des von ihm gestifteten St.-Nikolaus-Hospitals in Bernkastel - Kues.
Inhaltsverzeichnis
- Vita des Nikolaus von Kues
- Zeitgeschichtlicher Hintergrund
- Überblick und Korankunde
- „De pace fidei“
- Ambivalenz der cusanischen Meinung über den Islam/Koran
- ,,Cribratio Alkorani"
- Urteil bezüglich der Fragestellung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Nikolaus von Kues zum Islam und die Möglichkeit einer Vermittlung zwischen beiden Religionen. Sie beleuchtet Cusanus' Leben, den zeitgeschichtlichen Kontext und seine Beschäftigung mit dem Koran.
- Cusanus' Leben und Wirken im Kontext der europäischen Geschichte
- Die Rolle des Islam im Abendland nach der Eroberung Konstantinopels
- Cusanus' Auseinandersetzung mit dem Koran und dessen Inhalt
- Das Konzept der „De pace fidei“ und die Suche nach einer universellen religiösen Verständigung
- Die ambivalente Haltung Cusanus gegenüber dem Islam und dessen Theologie
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1 beschreibt die Biographie von Nikolaus von Kues, seinem Lebensweg und seinen wichtigen Positionen in der Kirche und Politik.
- Kapitel 2 beleuchtet den zeitgeschichtlichen Kontext der Arbeit. Der Fall Konstantinopels und die Ausbreitung des Islams im Abendland werden dargestellt.
- Kapitel 3 bietet einen Überblick über den Koran und Cusanus' Beschäftigung mit dessen Inhalten.
- Kapitel 4 befasst sich mit Cusanus' Werk „De pace fidei“ und dessen Ziel, eine universelle religiöse Verständigung zu erlangen.
- Kapitel 5 analysiert Cusanus' ambivalente Haltung gegenüber dem Islam und seiner Theologie.
- Kapitel 6 widmet sich Cusanus' Sichtung des Korans in der „Cribratio Alkorani“ und seinen Thesen zur Interpretation des Islams.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Nikolaus von Kues, Islam, Christentum, „De pace fidei“, „Cribratio Alkorani“, religiöse Verständigung, Toleranz, Frieden, Koran, Geschichte, Theologie, Philosophie.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Nikolaus von Kues?
Nikolaus von Kues (Cusanus) war ein bedeutender Philosoph, Theologe und Kirchenpolitiker des 15. Jahrhunderts, der unter anderem als Kardinal und Bischof von Brixen wirkte.
Kann Cusanus als Vermittler zwischen Christentum und Islam gelten?
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch und beleuchtet seine Versuche einer religiösen Verständigung vor dem Hintergrund der damaligen Türkengefahr.
Worum geht es in dem Werk „De pace fidei“?
In diesem Werk entwirft Cusanus die Vision eines Friedens zwischen den Religionen, basierend auf der Idee, dass alle Religionen letztlich denselben Gott suchen.
Was ist die „Cribratio Alkorani“?
Es ist Cusanus' „Sichtung des Korans“, in der er den Islam theologisch analysiert und versucht, christliche Wahrheiten im Koran wiederzufinden, um eine Brücke zu schlagen.
Wie beeinflusste der Fall Konstantinopels sein Denken?
Die Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen war der zeitgeschichtliche Anlass für Cusanus, sich intensiv mit dem Islam und Möglichkeiten des Friedens auseinanderzusetzen.
War seine Haltung gegenüber dem Islam eindeutig?
Nein, die Arbeit zeigt eine Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach universellem Frieden und der gleichzeitigen theologischen Abgrenzung gegenüber islamischen Lehren.
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- Annalena Mich (Author), 2020, Nikolaus von Kues. Ein Vermittler zwischen Islam und Christentum?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948913