Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der moralischen Schizophrenie nach Francione. Zuerst wird dieses Konzept erläutert, bevor anschließend eine ausgeweitete Form des Konzeptes dargestellt wird, in dem diese Schizophrenie auf Gruppen von Tieren, auf Haus- und Nutztiere, ausgeweitet wird.
Diese Ausweitung weist eine noch größere Schizophrenie, als das ursprüngliche Konzept auf und stellt in unserem alltäglichen Leben eine relevante Problematik der moralischen Wertung dar.
Im anschließenden reflexiven Teil werden Gründe für die unterschiedliche moralische Wertung von Tieren, die sich aus der Ausweitung des Konzeptes der moralischen Schizophrenie ergibt, genannt, bevor auf Gemeinsamkeiten der beiden Tiergruppen eingegangen wird.
Insgesamt wird dargestellt, ob und inwiefern sich diese Konzepte auflösen lassen und welche nachfolgenden Probleme sich daraus ergeben, bevor die Arbeit im Fazit zusammengefasst wird.
Der Begriff der moralischen Schizophrenie wurde von G. L. Francione geprägt. Diese Schizophrenie besteht laut Francione in gegensätzlich moralischem Denken in Bezug auf Tierleid. Einerseits versuchen wir unnötiges Tierleid, also solches, welches zum Vergnügen, aus Zeitvertreib oder Bequemlichkeit geschieht, zu vermeiden und lehnen es ab, da es uns moralisch falsch vorkommt, andererseits tolerieren wir die gängigen Formen der Tiernutzung, zum Beispiel die Massentierhaltung, da sie uns als notwendig erscheint, die jedoch mit viel Tierleid verbunden ist.
In diesem konträren und gespaltenen Denken liegt laut Francione die moralische Schizophrenie.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Moralische Schizophrenie
- Moralische Schizophrenie - eine Erläuterung
- Eine Ausweitung
- Reflexion
- Gründe
- Gemeinsamkeiten
- Ein Grenzfall
- Auflösung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept der moralischen Schizophrenie nach G.L. Francione. Zuerst wird dieses Konzept erläutert, bevor eine ausgeweitete Form präsentiert wird, die die Schizophrenie auf Gruppen von Tieren, speziell Haus- und Nutztiere, ausdehnt. Die Ausweitung dieser Schizophrenie stellt eine relevante Problematik in Bezug auf die moralische Wertung im Alltag dar. Die Arbeit analysiert Gründe für unterschiedliche moralische Wertungen von Tieren, die sich aus der Ausweitung des Konzeptes ergeben, und untersucht Gemeinsamkeiten beider Tiergruppen. Schließlich wird die Auflösung der beiden Formen der moralischen Schizophrenie diskutiert, inklusive möglicher Probleme. Das Fazit bietet eine Zusammenfassung der Argumentation und der persönlichen Sichtweise.
- Das Konzept der moralischen Schizophrenie nach G.L. Francione
- Die Ausweitung des Konzeptes auf Haus- und Nutztiere
- Gründe für unterschiedliche moralische Wertungen von Haus- und Nutztieren
- Gemeinsamkeiten zwischen Haus- und Nutztieren
- Die Auflösung der moralischen Schizophrenie in Bezug auf Haus- und Nutztiere
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der moralischen Schizophrenie nach G.L. Francione und präsentiert eine erweiterte Form des Konzeptes, die die Schizophrenie auf Haus- und Nutztiere ausdehnt. Die Arbeit befasst sich mit den Gründen für unterschiedliche moralische Wertungen von Tieren und untersucht die Auflösung der beiden Formen der moralischen Schizophrenie.
- Moralische Schizophrenie: Dieses Kapitel erklärt den Begriff der moralischen Schizophrenie nach Francione und präsentiert eine Ausweitung des Konzeptes auf Haus- und Nutztiere. Der Fokus liegt auf der Inkonsistenz unseres Denkens und Handelns in Bezug auf Tierleid, insbesondere die Diskrepanz zwischen der Ablehnung von unnötigem Tierleid und der Toleranz von Massentierhaltung.
- Reflexion: Dieses Kapitel analysiert die Gründe für unterschiedliche moralische Wertungen von Haus- und Nutztieren, die sich aus der Ausweitung des Konzeptes der moralischen Schizophrenie ergeben. Es werden Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Tiergruppen beleuchtet, die für das Verständnis der Auflösung der Schizophrenie relevant sind.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der moralischen Schizophrenie, Tierleid, Haustiere, Nutztiere, moralische Wertung, und der Inkonsistenz des menschlichen Denkens und Handelns in Bezug auf Tiere.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht G. L. Francione unter „moralischer Schizophrenie“?
Es beschreibt das widersprüchliche Denken des Menschen in Bezug auf Tiere: Einerseits lehnen wir unnötiges Tierleid ab, andererseits tolerieren wir Massentierhaltung und Tiernutzung, wenn sie uns als notwendig erscheint.
Wie wird das Konzept in dieser Arbeit erweitert?
Die Arbeit weitet das Konzept auf die unterschiedliche moralische Bewertung von Haus- und Nutztieren aus, was eine noch größere Inkonsistenz im Alltag aufzeigt.
Welche Aspekte werden im reflexiven Teil der Arbeit untersucht?
Es werden Gründe für die unterschiedliche Bewertung von Tieren sowie Gemeinsamkeiten zwischen Haus- und Nutztieren analysiert, um die moralische Problematik besser zu verstehen.
Kann die moralische Schizophrenie aufgelöst werden?
Die Arbeit diskutiert, inwiefern eine Auflösung dieser Konzepte möglich ist und welche neuen Probleme und Herausforderungen sich daraus für das menschliche Handeln ergeben würden.
Welche Rolle spielt die Massentierhaltung in der Argumentation?
Die Massentierhaltung dient als zentrales Beispiel für die Tolerierung von Tierleid aus Bequemlichkeit oder vermeintlicher Notwendigkeit, was im direkten Widerspruch zu unseren moralischen Grundwerten steht.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2017, Die moralische Schizophrenie nach G.L. Francione. Reflexion und Auflösung eines erweiterten Konzepts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/948033