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Grundrechtsprüfung. Rechtfertigt das Tragen eines Turbans das Aussetzen der Helmpflicht?

Title: Grundrechtsprüfung. Rechtfertigt das Tragen eines Turbans das Aussetzen der Helmpflicht?

Term Paper , 2018 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Religionsfreiheit, insbesondere dem Tragen eines Turbans. Der Fall, der in dieser Arbeit analysiert wird, handelt von einem strenggläubigen M., welchem aufgrund des Nicht-Tragens eines Motorradhelms aus religiösen Gründen ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15,00 Euro verhängt wurde. Das Tragen eines Motorradhelms greift demnach in die Grundrechte des strenggläubigen M. ein, welcher der Religionsgemeinschaft der Sikh angehört. Diese Arbeit untersucht, ob dieser Eingriff gegebenenfalls gerechtfertigt ist. Hierbei wird der Art. 4 GG näher betrachtet.

Der Art. 4 GG kommt aufgrund einer Verletzung der Religionsfreiheit in Betracht. Für die Betroffenheit muss der persönliche sowie sachliche Schutzbereich eröffnet sein. Nach der Erörterung des Eingriffs in den Schutzbereich, muss untersucht werden, ob der Eingriff gerechtfertigt war. Gibt es gegebenenfalls Gesetzesvorbehalte oder verfassungsimmanente Schranken? Anschließend wird die Verhältnismäßigkeit geprüft. Dies erfolgt nach formellen und materiellen Kriterien.

M. ist ein bekennender Sikh, welche eine Religionsgemeinschaft darstellt. Als Anhänger dieser Religionsgemeinschaft ist ihm ein religiöses Gebot auferlegt. Er muss in der Öffentlichkeit die Haare durch Tragen eines Turbans verdecken. Das Tragen stellt eine religiöse Verhaltensweise dar, die dem Schutzbereich des Art. 4 GG zugerechnet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • A) Vorwort
  • B) Art. 4 Abs. 1, 2 GG
    • I. Verletzung des Schutzbereichs
      • 1. Schutzbereich von Art. 4 Abs. 1, 2 GG
        • a) Persönlicher Schutzbereich
        • b) Sachlicher Schutzbereich
      • 2. Eingriff in den Schutzbereich
    • II. Rechtfertigung des Eingriffs
      • 1. Gesetzesvorbehalt
      • 2. Verfassungsimmanente Schranken
    • III. Verhältnismäßigkeitsprüfung
      • 1. Formelle Verfassungsmäßigkeit
      • 2. Materielle Verfassungsmäßigkeit
        • a) Legitimer Zweck des Eingriffs
        • b) Geeignetheit
        • c) Erforderlichkeit
        • d) Angemessenheit
  • Zwischenergebnis
  • C) Art. 2. Abs. 1 GG
  • D) Ergebnis

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob das Verwarnungsgeld für das Fahren ohne Motorradhelm aus religiösen Gründen einen Eingriff in die Grundrechte eines strenggläubigen Sikh darstellt und ob dieser Eingriff rechtmäßig ist. Im Zentrum steht dabei die Analyse von Art. 4 GG, dem Grundrecht auf Religionsfreiheit.

  • Schutzbereich der Religionsfreiheit (persönlicher und sachlicher Schutzbereich)
  • Eingriff in die Religionsfreiheit
  • Rechtfertigung des Eingriffs durch Gesetzesvorbehalt und verfassungsimmanente Schranken
  • Verhältnismäßigkeitsprüfung des Eingriffs
  • Bedeutung des Art. 2 Abs. 1 GG (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit)

Zusammenfassung der Kapitel

Die Hausarbeit beginnt mit einer kurzen Einleitung, die den Sachverhalt und die Fragestellung darlegt. Anschließend wird die Verletzung des Schutzbereichs der Religionsfreiheit (Art. 4 Abs. 1, 2 GG) untersucht. Hierbei wird zunächst der persönliche und sachliche Schutzbereich dieses Grundrechts definiert und anschließend geprüft, ob ein Eingriff in diesen Schutzbereich vorliegt. Die Rechtfertigung des Eingriffs wird dann anhand der Kriterien des Gesetzesvorbehalts und der verfassungsimmanenten Schranken analysiert. Schließlich wird eine Verhältnismäßigkeitsprüfung durchgeführt, um die Rechtmäßigkeit des Eingriffs zu beurteilen. Im letzten Kapitel wird die Relevanz des Art. 2 Abs. 1 GG (Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit) im Zusammenhang mit dem Thema Motorradhelm diskutiert.

Schlüsselwörter

Religionsfreiheit, Art. 4 GG, Sikhismus, Motorradhelm, § 21a Abs. 2 S. 1 StVO, Schutzbereich, Eingriff, Rechtfertigung, Gesetzesvorbehalt, Verfassungsimmanente Schranken, Verhältnismäßigkeit, Art. 2 Abs. 1 GG.

Häufig gestellte Fragen

Stellt die Helmpflicht einen Eingriff in die Religionsfreiheit dar?

Ja, für Anhänger der Sikh-Religion, die aus religiösen Gründen einen Turban tragen müssen, stellt die gesetzliche Helmpflicht (§ 21a StVO) einen Eingriff in den Schutzbereich des Art. 4 GG dar.

Was ist der sachliche Schutzbereich von Art. 4 GG?

Er umfasst die Freiheit, einen Glauben zu bilden, zu haben sowie diesen durch religiöse Verhaltensweisen (wie das Tragen eines Turbans) öffentlich zu bekunden.

Kann die Religionsfreiheit eingeschränkt werden?

Da Art. 4 GG keinen ausdrücklichen Gesetzesvorbehalt hat, kann er nur durch verfassungsimmanente Schranken – also kollidierende Grundrechte Dritter oder Gemeinschaftswerte von Verfassungsrang – eingeschränkt werden.

Welche Rolle spielt Art. 2 Abs. 1 GG in diesem Fall?

Art. 2 Abs. 1 GG schützt das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Helmpflicht dient diesem Schutz und bildet somit eine verfassungsimmanente Schranke gegenüber der Religionsfreiheit.

Wann ist ein Eingriff in die Religionsfreiheit verhältnismäßig?

Ein Eingriff ist verhältnismäßig, wenn er einen legitimen Zweck verfolgt, geeignet, erforderlich und angemessen ist. Hierbei findet eine Abwägung zwischen der Religionsfreiheit und der Verkehrssicherheit statt.

Was war das Ergebnis im Fall des Sikh M.?

Die Arbeit untersucht, ob das öffentliche Interesse an der Sicherheit und dem Schutz der körperlichen Unversehrtheit das individuelle Recht auf Religionsausübung in diesem speziellen Kontext überwiegt.

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Details

Title
Grundrechtsprüfung. Rechtfertigt das Tragen eines Turbans das Aussetzen der Helmpflicht?
College
University of Hamburg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
11
Catalog Number
V947064
ISBN (eBook)
9783346287915
Language
German
Tags
Sikh Religionsfreiheit Turban
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Grundrechtsprüfung. Rechtfertigt das Tragen eines Turbans das Aussetzen der Helmpflicht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/947064
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