Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Manipulation von Aktienmärkten. Zu Beginn folgt eine genaue Begriffsdefinition und Abgrenzung. Im weiteren Verlauf erhält der Leser einen Überblick über die verschiedenen Arten der Marktmanipulation gem. Art. 12 Abs. 1 MAR. Darauffolgend setzt sich die Arbeit mit den rechtlichen Folgen in Form von Strafen und Sanktionen auseinander. Abschließend wird ein Praxisbeispiel vorgestellt, das sich aufgrund der Aktualität der neuen Fassung noch auf die Vorangegangene bezieht
„Am considering taking Tesla private at $ 420“. So lautete der Tweet von Tesla CEO Elon Musk am 07. August 2018 um 12.48 Uhr auf der Social Media Plattform Twitter. Eine Nachricht, die ihm noch schwer zu schaffen machen sollte, wie es sich drei Wochen nach der Veröffentlichung herausstellte. Die Folge der Nachricht spiegelte sich in einer Kurssteigerung der Tesla-Aktie wider. Zunächst erschien dies nicht sehr besorgniserregend. Doch wurde diese Twitter-Nachricht durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC als versuchte rechtswidrige Marktmanipulation angesehen. Das Ende der Geschichte ist, dass Elon Musk eine Strafe von 40 Millionen US-Dollar zu entrichten hat. Außerdem muss er für eine Dauer von drei Jahren auf seine Führungsposition als Verwaltungsratschef verzichten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bezeichnung: Definition und Abgrenzung
- Arten von Marktmanipulation
- Handels-/handlungsgestützte Marktmanipulation
- Informationsgestützte Marktmanipulation
- Benchmark-Manipulation
- Strafen und Sanktionen
- Strafrechtliche Sanktionen und Bußgeld
- Verwaltungsrechtliche Sanktionen
- ,,Naming and Shaming“
- Beispiel: Marktmanipulation durch „, Scalping❝
- Sachverhalt
- Rechtliche Folgen
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema der Manipulation von Aktienmärkten. Sie erläutert die Definition und Abgrenzung des Begriffs „Marktmanipulation“ und analysiert verschiedene Arten der Marktmanipulation gemäß Artikel 12 Absatz 1 MAR. Darüber hinaus werden die rechtlichen Folgen von Marktmanipulationen in Form von Strafen und Sanktionen beleuchtet. Schließlich wird ein Praxisbeispiel vorgestellt, das die aktuelle Rechtslage verdeutlicht.
- Definition und Abgrenzung von Marktmanipulation
- Arten von Marktmanipulation (Handels-, Informations- und Benchmark-Manipulation)
- Rechtliche Folgen von Marktmanipulation (Strafrechtliche Sanktionen, Verwaltungsrechtliche Sanktionen, „Naming and Shaming“)
- Praxisbeispiel: „Scalping“ und dessen rechtliche Folgen
- Relevanz der neuen Fassung des Wertpapierhandelsgesetzes (WPHG) für das Thema Marktmanipulation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Manipulation von Aktienmärkten ein und beleuchtet ein aktuelles Beispiel im Zusammenhang mit Elon Musk und der SEC. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Definition und Abgrenzung des Begriffs „Marktmanipulation“. Es wird der Begriff präzisiert und abgegrenzt von anderen Begriffen wie beispielsweise Insiderhandel. Die verschiedenen Arten der Marktmanipulation werden in Kapitel 3 behandelt. Hier werden Handels-/handlungsgestützte Marktmanipulation, informationsgestützte Marktmanipulation und Benchmark-Manipulation erläutert und mit Beispielen verdeutlicht. Kapitel 4 beschäftigt sich mit den rechtlichen Folgen von Marktmanipulationen. Es werden sowohl strafrechtliche als auch verwaltungsrechtliche Sanktionen sowie das Prinzip des „Naming and Shaming“ vorgestellt. Im fünften Kapitel wird ein Praxisbeispiel mit dem Thema „Scalping“ präsentiert. Der Sachverhalt wird dargestellt und die rechtlichen Folgen werden erläutert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt das wichtige Thema der Marktmanipulation, insbesondere im Kontext von Aktienmärkten. Die Fokuspunkte liegen auf den verschiedenen Arten der Marktmanipulation, den rechtlichen Folgen und den möglichen Sanktionen. Schlüsselbegriffe sind Marktmanipulation, Artikel 12 MAR, „Scalping“, Strafrechtliche Sanktionen, Verwaltungsrechtliche Sanktionen, „Naming and Shaming“, und Wertpapierhandelsgesetz (WPHG). Die Arbeit verweist auf aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele im Bereich der Marktmanipulation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Marktmanipulation im Sinne der MAR?
Gemäß Artikel 12 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) umfasst Marktmanipulation Handlungen, die falsche oder irreführende Signale für das Angebot, die Nachfrage oder den Kurs von Finanzinstrumenten geben.
Welche Arten der Marktmanipulation gibt es?
Man unterscheidet handels- bzw. handlungsgestützte Manipulation (durch Transaktionen), informationsgestützte Manipulation (durch Verbreitung falscher Nachrichten) und die Manipulation von Benchmarks (Referenzwerten).
Welche rechtlichen Folgen drohen bei Marktmanipulation?
Es können strafrechtliche Sanktionen (Freiheitsstrafen), hohe Bußgelder sowie verwaltungsrechtliche Sanktionen verhängt werden. Zudem ist das Prinzip des „Naming and Shaming“ (öffentliche Bekanntgabe der Täter) möglich.
Was versteht man unter dem Begriff "Scalping"?
Scalping ist ein Praxisbeispiel für Marktmanipulation, bei dem eine Person Aktien kauft, diese anschließend zum Kauf empfiehlt (um den Kurs zu treiben) und sie dann bei gestiegenem Kurs mit Gewinn wieder verkauft.
Welche Konsequenzen hatte Elon Musks Tesla-Tweet von 2018?
Die US-Börsenaufsicht SEC wertete seinen Tweet über eine Privatisierung von Tesla als Marktmanipulation. Musk musste 40 Millionen Dollar Strafe zahlen und für drei Jahre den Posten als Verwaltungsratschef aufgeben.
- Quote paper
- Elisa Heil (Author), 2018, Manipulation von Aktienmärkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941868