Basketball erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit Das Ballspiel wird unter anderem in deutschen Schulen unterrichtet und soll zu der Erfahrung in Ballsportarten beitragen. Traditionelle Unterrichtsmethoden bringen beim Unterrichten von Basketball viele Probleme mit sich und werden von Bewegungstheoretikern kritisiert. Die Frage nach alternativen Unterrichtskonzepten bietet verschiedene Möglichkeiten dar die auftretenden Probleme zu umgehen. In dieser Arbeit möchte ich auf die Probleme des Sportunterrichts und der Vermittlung von Ballspielen, insbesondere des Basketballs eingehen. Dabei möchte ich versuchen, Antworten auf die Fragen „Wie kann ein solches Spiel am besten unterrichtet werden?“, „Wie kann ich Schüler dafür begeistern und an ihrem Niveau anknüpfen?“ und „Wie sieht ein solcher Unterricht aus?“ finden.
2 Das Basketballspiel
2.1 Der Spielgedanke
Bei Basketball handelt es sich um eine Ballsportart, in der zwei Mannschaften um einen Ball spielen, welcher durch einen Ring mit einem Netz, den sog. „Basketballkorb“ gespielt werden soll. Die Basketballkörbe der Mannschaften befinden sich an Brettern, die in einer Ebene auf einer bestimmten Höhe über den Spielern befestigt wurden. Das Regelwerk bewirkt darüber hinaus durch Zeitregeln einen häufigen Ballwechsel und senkt durch eingeschränkt erlaubten Körperkontakt der Spieler das Verletzungsrisiko.
3 Basketball in der Schule
3.1 Basketball im Lehrplan
In hessischen Lehrplänen gehört Basketball dem Bewegungsfeld „Zielschussspiele“ an, wobei in Jahrgang 5 defensives und offensives Verhalten, Ballfertigkeiten und Ballkoordination geschult werden. Im Jahrgang 6 kann Basketball oder eine andere Wettkampfballsportart zur Verbesserung und zum Üben von Kleinfeldspielen und Wettspielen genutzt und Bewegungsabläufe thematisiert werden. In der darauf folgenden Jahrgangsstufe soll dieses fortgeführt und vertieft werden. Ab dem 8. Jahrgang wird um den Ball gespielt und erobert, wobei selbstständiges einfinden in die verschiedenen Spielpositionen, Einteilung der Schüler in Mannschaften und ein Verständnis für taktische Spielhandlungen zum Thema gemacht werden. Im Jahrgang 9 folgen problemorientierte Taktikspiele mit Korberfolg und selbstständiges Arbeiten an Lösungsmöglichkeiten im Spiel (http://www.sportpaedagogik-online.de/lehrplanhessen/lehrplan_sport_g8.html) unter veränderbaren Rahmenbedingungen wie z. B. Korb- oder Ballgröße, geschult werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Basketballspiel
2.1 Der Spielgedanke
3 Basketball in der Schule
3.1 Basketball im Lehrplan
3.2 Probleme des Basketballspiels in der Schule
3.2.1 Allgemeine Probleme
3.2.2 Komplexität des Basketballspiels
3.3 Anforderungen an die Spielvermittlung
4 Basketballunterricht
4.1 Die Lerngruppe
4.2 Das Lernziel
4.3 Die Lernmethode
4.4 Der Parcours
4.5 Die Durchführung
4.5.1 Erschweren der Übungen
4.5.2 Besprechungsrunde
4.6 Das Spiel
4.6.1 Aufbau des Spielfelds
4.6.2 Ziel des Spiels
4.6.3 Die Spielregeln
4.6.4 Der Spielverlauf
4.6.5 Ziel des Übungsspiels
4.6.6 Überprüfen des Lernziels
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Probleme traditioneller Sportspielvermittlung im Basketballunterricht und entwickelt ein alternatives, schülerzentriertes Konzept, um durch einen selbstgestalteten Parcours und vereinfachte Spielformen das Ballgefühl sowie die Spielfähigkeit nachhaltig zu fördern.
- Analyse von Problemen traditioneller Basketballvermittlung in der Schule
- Integration spielgemäßer Konzepte zur Förderung von Motivation und Kompetenz
- Bedeutung des selbstgestalteten Parcours für die Bewegungsschulung
- Anpassung von Spielregeln an heterogene Lerngruppen
- Bedeutung der Reflexionsphasen im Unterricht
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Allgemeine Probleme
Es gibt verschiedene Probleme, die während eines Unterrichts auftreten können. Zuerst stellt sich jedem Lehrer die Frage nach der Unterrichtsmethode. Besonders traditionelle Sportspielvermittlungen werden von Bewegungstheoretikern kritisiert. Loibl (2001), z.B., nennt in seinen Werken verschiedene Aspekte, welche sich von der traditionellen Sportspielvermittlung unterscheiden:
(1) beim Üben oft die Spielidee des Zielspiels nicht erhalten ist, (2) die Übungsaufgabe nicht vom Fachmann Lehrer/Trainer vorgegeben wird, sondern aus dem Spiel heraus entspringen sollte (3) das Üben im Spielzusammenhang unabdingbar ist und insgesamt (4) Spielen mehr ist als die Summe von Technik, Taktik und Kondition [das mehr bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Spielidee]. (Loibl 2001:18)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik des Basketballunterrichts dar und formuliert die Forschungsfragen zur Verbesserung der Begeisterung und Vermittlung.
2 Das Basketballspiel: Dieses Kapitel erläutert kurz den grundlegenden Spielgedanken des Basketballs als Ballsportart.
3 Basketball in der Schule: Hier wird der Bezug zum Lehrplan hergestellt, allgemeine didaktische Probleme sowie die Komplexität der Sportart und Anforderungen an die Vermittlung erörtert.
4 Basketballunterricht: Dieser Hauptteil beschreibt ein praktisches Unterrichtsmodell, bestehend aus Planung, Aufbau eines Parcours, methodischer Durchführung und dem eigentlichen Spiel.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit alternativer Methoden zusammen und bewertet den Lernerfolg der praktischen Umsetzung.
Schlüsselwörter
Basketball, Sportunterricht, Sportspielvermittlung, Spielidee, Parcours, Ballgefühl, Bewegungsaufgabe, Regelverständnis, Spielverlauf, Didaktik, Schulsport, Kompetenzentwicklung, Dribbeln, Passen, Koordination.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Vermittlung von Basketball im schulischen Sportunterricht und der Suche nach Wegen, um traditionelle methodische Probleme zu umgehen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Felder sind die Spielidee, die methodische Gestaltung von Übungsreihen durch einen Parcours und die Anpassung von Spielregeln an das Niveau der Schüler.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Konzept zu entwerfen, das Schülern durch aktive Gestaltung und vereinfachte Spielformen das Basketballspiel näherbringt und ihr Ballgefühl verbessert.
Welche methodischen Ansätze werden verwendet?
Die Autorin stützt sich auf bewegungstheoretische Ansätze, insbesondere das genetische Lehren und Lernen nach Loibl sowie Konzepte von Kugelmann, und setzt diese in einem praktischen Beispiel um.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung einer fiktiven 9. Klasse, die Konzeption eines Stationen-Parcours und die Durchführung eines vereinfachten Spiels (3 gegen 3) mit modifizierten Regeln.
Welche Rolle spielt die Lerngruppe für die Planung?
Die Lerngruppe ist entscheidend, da das Konzept auf eine 9. Klasse mit heterogenem Leistungsniveau zugeschnitten ist, das sowohl Vereinsspieler als auch Anfänger umfasst.
Warum wird ein Parcours als Lernmethode gewählt?
Der Parcours dient dazu, dass Schüler selbstständig Bewegungslösungen entwickeln und so ein tieferes Verständnis für die Balltechnik erlangen, anstatt nur isolierte Bewegungen zu trainieren.
Welche Bedeutung haben die "3 Sekunden" im Spielkapitel?
Die Zeitvorgabe von drei Sekunden zwingt die Angreifer dazu, ihre Position und die der Mitspieler schnell zu analysieren und taktische Entscheidungen zu treffen.
Wie werden fortgeschrittene Schüler im Unterricht integriert?
Fortgeschrittene Schüler können ihre Übungen durch Modifikationen (z.B. Wechsel der Dribbelhand oder Erschwerung der Wurfziele) individuell an ihr hohes Niveau anpassen.
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- Beate Knecht (Author), 2008, Basketball als Gegenstand der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94082