Thema dieser Arbeit ist das qualitative Interview in all seinen Facetten.
Zunächst soll deshalb ein vollständiger, qualitativer Interviewleitfaden konzipiert werden. Daraufhin folgt eine Operationalisierung des Konstruktes der Unternehmensreputation. Mithilfe des erstellten Interviewleitfadens wird ein Mitarbeiter eines Unternehmens die wichtigsten Stakeholder befragen können. Dabei soll auch auf mögliche Fehlerquellen eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Qualitativer Interviewleitfaden
1.1 Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens
1.2 Die Unternehmensreputation (Definitionsannäherung)
1.3 Operationalisierung des Konstruktes der Unternehmensreputation
1.4 Konzeption des Interviewleidfadens
1.5 Vorbereitung, Aufbau und Durchführung eines Interviews
1.6 Auswahl der Stakeholder
1.7 Fallauswahl
2 Verzerrung und Fehlerquellen bei Interviews
2.1 Verzerrungseffekte durch den Interviewer
2.2 Verzerrungseffekte durch den Befragten
2.3 Reduktion der Verzerrungen
3 Die qualitative Inhaltsanalyse
3.1 Ablauf einer inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse
3.2 Ablauf einer evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse
3.3 Gegenüberstellung beider Analysemethoden
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einen fundierten qualitativen Interviewleitfaden zur Messung der Unternehmensreputation am Beispiel der Biova GmbH zu entwickeln. Hierbei steht die systematische Operationalisierung des Reputationsbegriffs sowie die methodisch saubere Durchführung und Auswertung qualitativer Experteninterviews im Vordergrund, um ein tieferes Verständnis für die Wahrnehmung durch verschiedene Stakeholder zu erlangen.
- Konzeption und Aufbau qualitativer Interviewleitfäden
- Reputationsmodell nach Eisenegger (funktional, sozial, expressiv)
- Identifikation und Minimierung von Verzerrungseffekten in Interviews
- Methoden der inhaltlich-strukturierenden und evaluativen Inhaltsanalyse
- Strategien zur Stakeholder-Auswahl und Fallauswahl
Auszug aus dem Buch
1.2 Die Unternehmensreputation (Definitionsannäherung)
Um nun den Begriff der Unternehmensreputation zu definieren, soll zunächst der Begriff der Reputation erläutert werden. Reputation bedeutet im französischen so viel wie Ruf oder Ansehen. Im Lateinischen stammt der Begriff von „reputatio“ ab, was so viel bedeutet wie Erwägung oder Berechnung.8 Die Unternehmensreputation ist der gute Ruf des Unternehmens. Dieser wird durch gezieltes Management für alle Stakeholder positiv aufgeladen. Hierzu gehören sowohl objektive als auch subjektive Eindrücke über das Unternehmen. Durch den subjektiven Aspekt lässt sich erahnen, dass das Individuum sowohl wahrgenommene Eindrücke als auch Emotionen in seine Bewertung mit einfließen lässt. Die Reputation wirkt sich nicht nur positiv auf alle Märkte aus, sondern steigert auch den Unternehmenswert.9
Zusammenfassung der Kapitel
1 Qualitativer Interviewleitfaden: Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Einordnung und praktischen Konzeption eines Leitfadens für qualitative Interviews zur Messung der Unternehmensreputation.
2 Verzerrung und Fehlerquellen bei Interviews: Hier werden potenzielle Störfaktoren analysiert, die durch den Interviewer oder den Befragten entstehen können, sowie Strategien zu deren Reduktion aufgezeigt.
3 Die qualitative Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Abläufe der inhaltlich-strukturierenden sowie der evaluativen Inhaltsanalyse und stellt diese gegenüber.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Interviewleitfaden, Unternehmensreputation, Stakeholder, Eisenegger, Funktionale Reputation, Soziale Reputation, Expressive Reputation, Verzerrungseffekte, Inhaltsanalyse, Methodik, Datenvalidität, Unternehmenswert, Experteninterview, Fallauswahl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die methodische Vorgehensweise bei der Erhebung und Analyse der Unternehmensreputation mittels qualitativer Interviews.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Konzeption von Interviewleitfäden, der Analyse von Verzerrungseffekten sowie der Anwendung qualitativer Inhaltsanalysetechniken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines qualitativen Interviewleitfadens für die Biova GmbH, um die Unternehmensreputation bei relevanten Stakeholdern fundiert zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Modell der Unternehmensreputation nach Eisenegger sowie die Techniken der inhaltlich-strukturierenden und evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und Kuckartz angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen der Reputation, die Erstellung des Interviewleitfadens, die Fehlerquellen bei der Befragung und die detaillierten Phasenmodelle der qualitativen Inhaltsanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Qualitative Forschung, Unternehmensreputation, Interviewleitfaden, Inhaltsanalyse und Stakeholder-Management.
Wie wird das Reputationsmodell in der Arbeit operacionalisiert?
Die Arbeit nutzt das Modell von Eisenegger, welches die Reputation in die drei Dimensionen "funktional", "sozial" und "expressiv" unterteilt.
Welchen Zweck erfüllt der im Anhang beigefügte Interviewleitfaden?
Er dient als strukturelles Instrument zur Erhebung der Unternehmensreputation, unterteilt in Begrüßung, Datenschutz, Personendaten und thematische Blöcke zu den drei Reputationsdimensionen.
- Arbeit zitieren
- Sascha Heller (Autor:in), 2020, Das wissenschaftliche Interview. Qualitativer Interviewleitfaden, Verzerrungen, Fehlerquellen und qualitative Inhaltsanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/940679