Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, einen Überblick über die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung – in Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis – zu verschaffen und behandelt die subjektiven Verarbeitungsformen prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Es wird die Frage gestellt, wie die betreffenden Personen prekäre / atypische Beschäftigung in der „Zone der Integration“, der „Zone der Prekarität“ und der „Zone der Entkopplung“ subjektiv wahrnehmen und verarbeiten.
In den Medien und der Politik ist spätestens seit den Hartz-Gesetzen immer wieder von prekärer beziehungsweise atypischer Beschäftigung die Rede: „Viele Minijobber arbeiten auf Abruf“ oder „Der deutsche Arbeitsmarkt driftet auseinander“ titeln die Zeitungen in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung / -definition
- Normalarbeitsverhältnis
- Atypische Beschäftigungsverhältnisse
- Prekarität / Prekarisierung / prekäre Beschäftigung
- Subjektive Verarbeitungsformen prekärer Beschäftigung
- Zone der Integration
- Zone der Prekarität
- Zone der Entkopplung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Thematik prekärer und atypischer Beschäftigung und analysiert deren subjektive Verarbeitungsformen. Das Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung im Vergleich zum Normalarbeitsverhältnis zu gewinnen und die subjektive Wahrnehmung und Verarbeitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse in drei verschiedenen „Zonen“ zu untersuchen.
- Definition und Abgrenzung von Normalarbeitsverhältnis und atypischen Beschäftigungsformen
- Erläuterung der Begriffe Prekarisierung, Prekarität und prekäre Beschäftigung
- Analyse der subjektiven Verarbeitung prekärer Beschäftigung in den Zonen der Integration, Prekarität und Entkopplung
- Bewertung der Heterogenität atypischer Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zum Normalarbeitsverhältnis
- Politische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit prekärer und atypischer Beschäftigung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Thematik prekärer Beschäftigung im Kontext aktueller Debatten in Medien und Politik. Sie formuliert die Zielsetzung der Arbeit, die unterschiedliche Formen atypischer Beschäftigung zu beleuchten und die subjektiven Verarbeitungsformen prekärer Beschäftigungsverhältnisse zu analysieren.
Begriffsklärung / -definition
Dieses Kapitel bietet eine begriffliche Klärung des Normalarbeitsverhältnisses (NAV) als normatives Leitbild im Gegensatz zu atypischen Beschäftigungsverhältnissen, die eine größere Flexibilisierungspotenzial bieten. Es definiert die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung, wie Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Selbstständigkeit, und untersucht die Unterschiede zum NAV.
Subjektive Verarbeitungsformen prekärer Beschäftigung
Dieser Abschnitt befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung und Verarbeitung prekärer Beschäftigung in den Zonen der Integration, Prekarität und Entkopplung. Er analysiert, wie Personen in diesen Zonen mit den Herausforderungen und Bedingungen prekärer Beschäftigung umgehen und wie sie ihre Situation subjektiv erleben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Prekäre Beschäftigung, Atypische Beschäftigungsverhältnisse, Normalarbeitsverhältnis, Subjektive Verarbeitungsformen, Integration, Prekarität, Entkopplung, Flexibilisierung, Heterogenität, Politische Handlungsmöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was wird unter "prekärer Beschäftigung" verstanden?
Prekäre Beschäftigung bezeichnet Arbeitsverhältnisse, die vom Normalarbeitsverhältnis abweichen und oft mit Unsicherheit, niedrigem Einkommen oder mangelnder sozialer Absicherung einhergehen.
Welche drei "Zonen" der Integration und Prekarität werden analysiert?
Die Arbeit unterscheidet zwischen der Zone der Integration (stabiles Arbeitsverhältnis), der Zone der Prekarität (unsichere Arbeit) und der Zone der Entkopplung (Ausschluss vom Arbeitsmarkt).
Was sind Beispiele für atypische Beschäftigungsverhältnisse?
Dazu zählen unter anderem Minijobs (geringfügige Beschäftigung), Teilzeitarbeit, befristete Verträge, Leiharbeit und Soloselbstständigkeit.
Wie nehmen Betroffene ihre prekäre Situation subjektiv wahr?
Die Arbeit untersucht, wie Personen ihre Lage verarbeiten – von der Akzeptanz als Übergangslösung bis hin zum Erleben von sozialer Ausgrenzung in der Zone der Entkopplung.
Was ist das "Normalarbeitsverhältnis" (NAV)?
Das NAV dient als normatives Leitbild und bezeichnet eine unbefristete Vollzeitstelle mit voller sozialer Absicherung und tariflicher Vergütung.
Welchen Einfluss hatten die Hartz-Gesetze auf diese Entwicklung?
Die Arbeit weist darauf hin, dass durch politische Reformen wie die Hartz-Gesetze die Debatte um Prekarisierung und die Zunahme atypischer Jobs in Deutschland verstärkt wurde.
- Quote paper
- Max Roschach (Author), 2018, Prekäre Beschäftigung. Subjektive Verarbeitungsformen in den Zonen der Integration, Prekarität und Entkopplung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/938448