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Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes

Soziale Rechtfertigung der Kündigung und besonderer Kündigungsschutz

Titel: Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daria Visnjic (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Arbeitnehmer sind in der Bundesrepublik aufgrund der Sozialstaat-Idee durch das KSchG unter bestimmten Voraussetzungen abgesichert und können nicht einfach grundlos gekündigt werden. In der Arbeit wird das KSchG daher näher beleuchtet und die Voraussetzungen für dessen Wirkungsentfaltung thematisiert.

Arbeitgeber müssen triftige Gründe für das Kündigen eines Mitarbeiters vorlegen können. Welche das sind und welche Voraussetzungen hierzu notwendig sind, wird im nachfolgenden Kapitel aufgezeigt. Unter anderem wird dabei auf die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen eingegangen.

Liegt ein sozial gerechtfertigter Grund vor, muss aber noch berücksichtigt werden, ob der Arbeitnehmer nicht unter eine der Personengruppen fällt, die unter besonderem Kündigungsschutz stehen. Diese werden im dritten Kapitel gegenübergestellt. Dabei wird gleichzeitig darauf eingegangen, welche (Um-)Wege zur Kündigung bei diesen Gruppen doch noch existieren. Denn auch der Arbeitgeber genießt einen gewissen Schutz unter dem Leitsatz der Privatautonomie und Berufsfreiheit, das ebenfalls Beachtung finden muss, um seine wirtschaftlichen Interessen nicht zu verletzen. Im letzten Kapitel wird ein Fazit gezogen, ob sich ein Arbeitnehmer in Deutschland gegen willkürliche Kündigungen tatsächlich schützen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das KSchG und seine Anwendbarkeit

3. Soziale Rechtfertigung der Kündigung

3.1 Die personenbedingte Kündigung

3.2 Die verhaltensbedingte Kündigung

3.3 Die betriebsbedingte Kündigung

4. Besonderer Kündigungsschutz

4.1 Auszubildende

4.2 Schwerbehinderte

4.3 Schwangere und Mütter

4.4 Elternzeit

4.5 Pflegezeit

4.6 Mitglieder des BR oder anderer Gremien

4.7 Massenentlassungen

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, unter welchen Voraussetzungen das Kündigungsschutzgesetz zur Anwendung kommt und wie Arbeitnehmer durch den besonderen Kündigungsschutz vor willkürlichen Entlassungen geschützt werden.

  • Anwendungsbereich und Voraussetzungen des allgemeinen Kündigungsschutzes
  • Kriterien der sozialen Rechtfertigung bei personen-, verhaltens- und betriebsbedingten Kündigungen
  • Analyse des besonderen Kündigungsschutzes für vulnerable Personengruppen
  • Rechtliche Grundlagen und Mitwirkungspflichten bei Massenentlassungen
  • Interessenabwägung zwischen Arbeitnehmerschutz und unternehmerischer Freiheit

Auszug aus dem Buch

3.1 Die personenbedingte Kündigung

Die Personenbedingte Kündigung wird ausgesprochen, wenn dem Arbeitnehmer „die für die ordnungsgemäße Erfüllung erforderliche persönliche, gesundheitliche oder fachliche Qualifikation“ fehlt. […] „Ein Verschulden auf Seiten des Arbeitnehmers ist nicht erforderlich.“ Dies können das Fehlen der Arbeitserlaubnis, ein Gefängnisaufenthalt oder das Verlieren einer für die Stelle erforderlichen Lizenz (z.B. Führerschein) sein. (Brox et al. 2010, S. 173-174).

Unter den Begriff der Personenbedingten Kündigung fällt die Kündigung wegen Krankheit, die besonders streng zu behandeln ist. Es muss definitiv eine Negativprognose erfüllt sein, d.h., die Krankheit muss auch in Zukunft fortbestehen und so Arbeitsausfall und -störungen nach sich ziehen. Auch muss sie die Bedingung erfüllen, dass der Arbeitnehmer nicht unter anderen Bedingungen, z.B. durch Umschulung, weiter beschäftigt werden kann (Brox et al. 2010, S. 174-175).

„Ein Arbeitnehmer ist entweder arbeitsunfähig oder insgesamt arbeitsfähig. Eine partielle Arbeitsunfähigkeit, die nur zum Ausschluss bestimmter Tätigkeiten führt, erkennt die Rechtsprechung nicht an“ (Fuhlrott/Balupuri-Beckmann 2015, S. 24). Dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer als arbeitsunfähig gilt, sobald er auch nur einen Teilbereich seiner Stelle nicht ausüben kann. Kann der Arbeitgeber ihm aber eine andere zumutbare Stelle zuweisen, in der er trotz seiner Krankheit voll arbeitsfähig gilt, so kann er den Status der Arbeitsfähigkeit behalten. Ist dies dem Arbeitgeber nicht zumutbar, so erhält der Arbeitnehmer den Status der Arbeitsunfähigkeit und hat einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Kündigungsschutzes vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Strukturveränderungen und der Sozialstaat-Idee.

2. Das KSchG und seine Anwendbarkeit: Dieses Kapitel definiert die formalen Voraussetzungen, unter denen das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, wie etwa Betriebsgröße und Betriebszugehörigkeit.

3. Soziale Rechtfertigung der Kündigung: Hier werden die Gründe erläutert, die eine Kündigung sozial rechtfertigen können, unterteilt in personen-, verhaltens- und betriebsbedingte Ursachen.

4. Besonderer Kündigungsschutz: Dieses Kapitel detailliert den erweiterten Schutz für spezifische Personengruppen, die aufgrund ihrer Lebensumstände oder Ämter einer besonderen Absicherung bedürfen.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass Arbeitnehmer in Deutschland gut geschützt sind, wobei ein Spannungsfeld zwischen Arbeitnehmerschutz und unternehmerischer Privatautonomie besteht.

Schlüsselwörter

Kündigungsschutzgesetz, Personenbedingte Kündigung, Verhaltensbedingte Kündigung, Betriebsbedingte Kündigung, Sonderkündigungsschutz, Sozialauswahl, Ultima-Ratio-Prinzip, Prognoseprinzip, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Massenentlassung, Arbeitsrecht, Interessenabwägung, Privatautonomie, Arbeitsverhältnis, Integrationsamt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen Arbeitsrecht, insbesondere mit den Bedingungen und rechtlichen Hürden für Kündigungen von Arbeitsverhältnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der allgemeine Kündigungsschutz nach dem KSchG, die soziale Rechtfertigung von Kündigungen sowie der spezielle Schutz für besonders schutzbedürftige Personengruppen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitnehmer in Deutschland vor willkürlichen Kündigungen geschützt sind und welche rechtlichen Voraussetzungen Arbeitgeber erfüllen müssen, um wirksam zu kündigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung einschlägiger arbeitsrechtlicher Gesetzestexte sowie Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das KSchG und seine Anwendbarkeit erörtert, gefolgt von der Differenzierung der Kündigungsgründe und einer detaillierten Analyse des Sonderkündigungsschutzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kündigungsschutzgesetz, Soziale Rechtfertigung, Sonderkündigungsschutz, Sozialauswahl und betriebsbedingte Kündigung.

Wie unterscheidet sich der Sonderkündigungsschutz vom allgemeinen Kündigungsschutz?

Der Sonderkündigungsschutz greift für spezielle Gruppen (z. B. Schwangere, Schwerbehinderte) häufig unabhängig von der Unternehmensgröße und unterliegt strengeren behördlichen Auflagen.

Warum ist das "Ultima-Ratio-Prinzip" bei Kündigungen wichtig?

Es besagt, dass eine Kündigung immer das letzte Mittel sein muss; der Arbeitgeber muss vorab prüfen, ob eine Weiterbeschäftigung unter geänderten Bedingungen möglich ist.

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Details

Titel
Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes
Untertitel
Soziale Rechtfertigung der Kündigung und besonderer Kündigungsschutz
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Note
1,7
Autor
Daria Visnjic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V937319
ISBN (eBook)
9783346261519
ISBN (Buch)
9783346261526
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kündigungsschutzgesetz Kündigungsschutz KSchG Soziale Rechtfertigung personenbedingt verhaltensbedingt betriebsbedingt besonderer Kündigungsschutz Auszubildende Schwerbehinderte Schwangere Mütter Elternzeit Pflegezeit Massenentlassungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daria Visnjic (Autor:in), 2019, Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937319
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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