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Bildung für nachhaltige Entwicklung als Handlungsfeld für die soziale Arbeit

Titel: Bildung für nachhaltige Entwicklung als Handlungsfeld für die soziale Arbeit

Diplomarbeit , 2008 , 98 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Eva Maria Brunnbauer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unsere Gesellschaft lebt etwa seit einem halben Jahrhundert ein Leitbild, das geprägt ist von dem Ziel des schnellen Gewinns, der unmittelbaren Befriedigung. Diese Entscheidung für das Heute gegenüber dem Morgen hat zur Folge, dass der globale Klimawandel und seine Symptome wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Weltbevölkerung schwebt. Nicht einmal die Regierung der USA kann diese Bedrohung weiterhin als nicht existent abtun.

Trotz der Offensichtlichkeit und unseres Wissens über die Auswirkungen, ist unser Handeln nicht geprägt von dieser Einsicht. Es scheint, als seien unsere Ideale und unser Wissen nicht mit unserer Lebensweise vereinbar. Doch wie können wir Wissen und Tun zusammen bringen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

2.1 Grundsätze der Bildung für nachhaltige Entwicklung

2.2 Bildung für nachhaltige Entwicklung

2.3 Handlungsfelder der Dekade 2005 bis 2014

2.4 Das International Implementation Scheme (IIS) als internationaler Rahmenplan

2.4.1 Die Ziele für die Dekade (BNE) bis 2014

2.4.2 Sieben Strategien

2.5 Die UN-Dekade in Europa

2.5.1 Die europäische Strategie, Lernziele und Themen

2.5.2 Die wichtigsten strategischen Aktivitäten

2.5.3 Die Implementierung der UN Strategie

2.6 Hintergrund, Wurzeln

2.6.1 Brundtland Bericht

2.6.2 Die Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 1992

2.6.2.1 Rio fünf „Dokumente“

2.6.3 Agenda21

2.6.3.1 Die Agenda 21 ist thematisch in vier Bereiche unterteilt

2.6.4 Weltgipfel in Johannesburg

2.6.5 Milleniumsziele

2.6.6 Umweltbildung als Wurzel der BNE

2.6.7 Was ist Globales Lernen?

2.6.8 Verflechtung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem

2.6.9 Wechselnde Paradigmen und wirksame Methoden

2.7 Organisation, Institutionen Schlagworte

2.7.1 Was ist Nachhaltigkeit?

2.7.2 Indikatoren - Wie kann man Nachhaltigkeit messen?

2.7.2.1 Beispiel: Europäische Indikatoren für eine nachhaltige lokale Entwicklung

2.7.2.2 Aspekte der Nachhaltigkeit als Grundlage für die Auswahl der Indikatoren

2.7.3 Akteure

2.7.3.1 Die Vereinten Nationen

2.7.3.2 Warum die UNESCO?

2.7.3.3 Der nationale Aktionsplan

2.7.3.4 Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

2.7.3.5 Regional Centers of Expertise (RCE)

2.7.3.6 BLK Aktivitäten

2.7.3.6.1 Transfair 21 und BLK21

2.7.3.6.2 Die drei Module des Programms

2.7.3.6.3 Reichweite und quantitative Transferziele

3. Lehren und Lernen in der Bildung für Nachhaltigkeit

3.1 Lernumgebung und Kompetenzentwicklung

3.2 Leitvorstellungen und Bedingungen erfolgreichen Lernens

3.2.1 Veränderung der Gesellschaft

3.2.2 Gesellschaft, Risikogesellschaft

3.2.3 Motivation zum nachhaltigen Handeln

3.2.4 Schädliches Verhalten ändern

3.3 Grundsätze erfolgreichen Lernens

3.3.1 Lerntheorien lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen:

3.3.1.1 Behaviorismus

3.3.1.2 Kognitivismus

3.3.2 Motivation

3.3.3 Einstellungen

3.4 Vom Wissen zum Handeln

3.5 Vorstellung und Diskussion relevanter Lehr- und Lernformen

3.5.1 Projektlernen

3.5.2 Erfahrungslernen

3.5.3 Ganzheitliches Lernen

3.5.4 Lebenslanges Lernen & BNE

3.5.5 Informelles Lernen

3.5.6 E-Learning, Web 2.0 und neue Medien

4. Soziale Arbeit und BNE

4.1 Pädagogik und Mündigkeit

4.1.1 Bildungs- und Erziehungsfelder

4.1.2 Pädagogische Grundvorgänge

4.2 Soziale Arbeit/ Sozialpädagogik

4.2.1 Internationalisierung der sozialen Arbeit

4.2.2 Sozialpädagogik und Bürgergesellschaft

5. Projekte/ Akteure

5.1 Vielfalt der Aktivitäten

5.2 Arbeitsgruppen

5.3 Vernetzung und Nachhaltigkeit, RCE

5.3.1 BenE München

5.4 BNE-Schulen

5.5 Multiplikatorenausbildung

5.6 Social Entrepreneurship

5.7 Informationsbroschüre Fair Einkaufen 4KIDS

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Sozialen Arbeit als Handlungswissenschaft im Kontext der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Ziel ist es, einen theoretischen und praktischen Ansatz zu entwickeln, wie die Soziale Arbeit durch Bildungsprozesse dazu beitragen kann, den Nachhaltigkeitsgedanken in der Gesellschaft zu verankern und Menschen zu zukunftsfähigem Handeln zu befähigen.

  • Grundlagen und Handlungsfelder der UN-Dekade BNE
  • Lerntheoretische Aspekte und Kompetenzentwicklung in der Nachhaltigkeitsbildung
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik im Kontext der Globalisierung
  • Vorstellung praktischer Projekte und Akteure zur Umsetzung von Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

2.6.1 Der Brundtland Bericht

In ihrer Funktion als unabhängige Sachverständigenkommission, bestehend aus 19 Bevollmächtigten aus 18 Staaten, darunter auch Deutschland, gründeten die Vereinten Nationen im Jahre 1983 die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung [World Commission on Environment and Development (WCED)] mit Hauptsitz in Genf. Die Aufgabe dieser Kommission war es, einen Perspektivbericht zu ökologisch sinnvoller und über einen langen Zeitraum tragfähiger Entwicklung auf globaler Ebene bis zum Jahre 2000 und darüber hinaus zu erstellen. Die damalige Vorsitzende war Dr. Gro Harlem Brundtland, die damalige Ministerpräsidentin von Norwegen und frühere Umweltministerin, und hatte dieses Amt bis 1988 inne, bis schließlich fortan jährlich der Vorsitz wechselte. Seit dem Jahre 1998 fungiert sie als Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO.

1987 veröffentlichte die Kommission ihren als Brundtland-Report bekannt gewordenen Zukunftsbericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ („Our Commom Future“), der die Diskussion über Entwicklungs- und Umweltpolitik auf internationaler Ebene maßgeblich beeinflusste. Dieser Bericht gilt als Initialzündung für weitere Debatten, so zum Beispiel auf zwei internationalen Konferenzen in London (1987) und Mailand (1988), und war Grund für die Umweltkonferenz in Rio de Janeiro im Jahre 1992.

Am 31. 12. 1987 wurde die Kommission zwar offiziell aufgelöst, jedoch ab dem April des Jahres 1988 unter dem Namen Centre for Our Common Future fortgeführt und im Jahre 1992 schließlich, im Rahmen der Rio-Konferenz wieder ins Leben gerufen.

Bedeutung für die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik erlangte der Abschlussbericht der Brundtland-Kommission „Unsere gemeinsame Zukunft“ deshalb, weil es in diesem Zuge erstmals zu einer Erarbeitung des Leitbildes einer „[…] nachhaltigen Entwicklung“ kam. Darunter gab die Kommission eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“, zu verstehen. Dieses Konzept gilt als erstmalige Grundlage einer integrativen, globalen Politikstrategie und vereinte zuvor als separate Problembereiche betrachtete Themen wie z.B. Schuldenkrise, globale Hochrüstung, Umweltverschmutzung in Industrieländern, Bevölkerungsentwicklung und Wüstenausbreitung in der Dritten Welt zu einem Wirkungsgeflecht, zu dessen Lösung einzelne Maßnahmen nicht genügen würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung angesichts globaler Krisen wie Klimawandel und soziale Ungerechtigkeit und führt in die Fragestellung ein, welchen Beitrag die Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft hierzu leisten kann.

2 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Dieses Kapitel beleuchtet die komplexen Strukturen der UN-Dekade BNE, ihre historischen Wurzeln sowie die wesentlichen Akteure und Indikatoren zur Messung von Nachhaltigkeit.

3. Lehren und Lernen in der Bildung für Nachhaltigkeit: Hier werden theoretische Grundlagen der Lernumgebungen, Motivation sowie verschiedene Lehr- und Lernformen diskutiert, um Wissen in nachhaltiges Handeln zu überführen.

4. Soziale Arbeit und BNE: Das Kapitel verknüpft pädagogische Konzepte wie Mündigkeit mit den Anforderungen der Sozialen Arbeit und diskutiert die Internationalisierung sowie die Rolle in der Bürgergesellschaft.

5. Projekte/ Akteure: Dieser Teil gibt einen Einblick in die praktische Umsetzung durch eine Vielfalt an Projekten, die Arbeit von Netzwerken wie dem RCE und die Rolle des Social Entrepreneurship.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass die BNE eine zentrale Komponente moderner Bildung ist und die Soziale Arbeit als wichtiges Feld für die Veränderung gesellschaftlichen Handelns dient.

Schlüsselwörter

Bildung für nachhaltige Entwicklung, Soziale Arbeit, Globalisierung, Agenda 21, Nachhaltigkeit, Globales Lernen, Kompetenzentwicklung, Umweltbildung, Zivilgesellschaft, Lebenslanges Lernen, Partizipation, Sozialpädagogik, Social Entrepreneurship, UN-Dekade, Risikogesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als neues Handlungsfeld innerhalb der Sozialen Arbeit, um den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Lebensweise aktiv zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Konzepte der UN-Weltdekade BNE, die Verbindung von globaler Verantwortung und lokalem Handeln, sowie lerntheoretische Grundlagen und praktische Methoden für die Sozialpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsbildung leisten kann, um Menschen zu befähigen, ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung zu übernehmen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse internationaler Rahmenpläne, pädagogischer Theorien und der Auswertung von Praxisbeispielen aus dem Bereich der Agenda 21 und der Projektarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der BNE und Globalem Lernen, die lerntheoretische Auseinandersetzung mit Motivation und Handeln sowie die konkrete Darstellung von Projekten, Akteuren und beruflichen Feldern in der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind BNE, Nachhaltigkeit, Soziale Arbeit, Globales Lernen, Partizipation, Lebenslanges Lernen und die Rolle des "Weltbürgers" in einer globalisierten Gesellschaft.

Was ist der Kern der BNE-Schulen?

BNE-Schulen integrieren Bildung für nachhaltige Entwicklung als zentralen Bestandteil ihres Bildungsauftrags und verbinden ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen fächerübergreifend mit aktiver Partizipation.

Welche Rolle spielt das "Social Entrepreneurship" im Kontext der Arbeit?

Social Entrepreneurs werden als innovative Akteure gesehen, die gesellschaftliche Probleme unternehmerisch und gemeinnützig angehen, wobei sie neue Wege für die Soziale Arbeit aufzeigen, um Nachhaltigkeit und sozialen Wandel voranzutreiben.

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung für nachhaltige Entwicklung als Handlungsfeld für die soziale Arbeit
Hochschule
Hochschule München  (Fakultät für Sozialwesen)
Note
1,7
Autor
Eva Maria Brunnbauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
98
Katalognummer
V93598
ISBN (eBook)
9783668076860
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Entwicklung Handlungsfeld Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Maria Brunnbauer (Autor:in), 2008, Bildung für nachhaltige Entwicklung als Handlungsfeld für die soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93598
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