Die Diplomarbeit handelt von Private Equity als Anlageklasse. Es wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen diese Anlageklasse Bestandteil des Eigendepots eines Kreditinstituts werden kann. Der Anlass dieser Prüfung erfolgt auf der zugrunde liegenden These, dass Private Equity im Vergleich mit den übrigen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen die Anlageklasse mit den höchsten langfristigen Renditen ist. Es werden im Folgenden die Vor- und Nachteile von Private Equity als Anlageklasse dargestellt. Kritisch wird sich mit den unterschiedlichen Ansätzen des Depot-A-Managements, also der Risikominimierung bzw. der Renditemaximierung, auseinandergesetzt. Nicht unerwähnt bleiben die vermeintlichen Hinderungsgründe, wie z. B. die unkalkulierbare Rendite, Liquiditätsflüsse oder der Einführungsaufwand, die eine Entscheidung zu Gunsten einer Private-Equity-Beteiligung bislang verhindert haben. Dennoch sind die Kreditinstitute nicht zuletzt wegen sinkender Margen stetig auf der Suche nach geeigneten Anlagealternativen. Diese Diplomarbeit liefert einen Leitfaden zur Beurteilung und darauf basierend zur Auswahl in Frage kommender Private-Equity-Angebote.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Private Equity als Anlageklasse
- 2.1 Begriffsbestimmung
- 2.2 Nachfrage nach Private Equity
- 2.3 Geschichte von Private Equity
- 2.4 Private Equity in der Bundesrepublik Deutschland
- 2.5 Deutscher Markt für Beteiligungskapital im internationalen Vergleich
- 2.6 Drei Phasen der Private-Equity-Beteiligung
- 2.6.1 Selektionsphase
- 2.6.2 Investitionsphase
- 2.6.3 Desinvestment-Phase (Exit)
- 2.7 Beteiligungsformen der Unternehmensfinanzierung
- 2.7.1 Direktinvestment
- 2.7.2 Fondsinvestment
- 2.7.3 Dachfonds
- 2.7.4 Aktien einer Private-Equity-Gesellschaft
- 2.7.5 Börsennotierte Dachfonds
- 2.7.6 Zertifikate
- 2.8 Auswahl der geeigneten Beteiligungsform
- 3 Asset Management in Kreditinstituten
- 3.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
- 3.2 Anlageziele eines Kreditinstituts
- 3.3 Asset Allocation eines Kreditinstituts
- 4 Private Equity als Bestandteil eines Portfolios
- 4.1 Rechtliche Gestaltung einer Private-Equity-Beteiligung
- 4.2 Steuerliche Behandlung einer Private-Equity-Beteiligung
- 4.3 Performance-Messung von Private-Equity-Beteiligungen
- 4.3.1 Internal Rate of Return (IRR)
- 4.3.2 Ratio of Distributions to Paid-In Capital (D/PI)
- 4.3.3 Residual Value to Paid-In Capital (RV/PI)
- 4.3.4 Vergleich der Methoden
- 4.4 Performanceanalyse von Private-Equity-Beteiligungen
- 4.5 Besondere Risiken von Private Equity
- 4.5.1 Blind-Pool-Risiko
- 4.5.2 Investitionsrisiko
- 4.5.3 Renditerisiko
- 4.5.4 Exitrisiko
- 4.5.5 Eingeschränkte Fungibilität
- 4.5.6 J-Curve
- 4.6 Checkliste einer erfolgreichen Private-Equity-Beteiligung
- 4.7 Investmentstrategien
- 5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit Private Equity als alternative Anlageform für institutionelle Anleger, insbesondere Kreditinstitute. Die Arbeit analysiert die Anlageklasse Private Equity, untersucht deren spezifische Merkmale und beleuchtet die Chancen und Risiken dieser Anlageform im Vergleich zu traditionellen Anlageformen.
- Begriffsbestimmung und historische Entwicklung von Private Equity
- Private-Equity-Beteiligungsformen und Investmentstrategien
- Regulierung und rechtliche Rahmenbedingungen für Private-Equity-Investments
- Performancemessung und Risikoanalyse von Private-Equity-Beteiligungen
- Integration von Private Equity in die Asset Allocation von Kreditinstituten
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und gibt einen Überblick über die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel definiert den Begriff Private Equity, beleuchtet die Nachfrage nach dieser Anlageklasse und skizziert die historische Entwicklung. Des Weiteren werden die verschiedenen Beteiligungsformen und Investmentstrategien im Detail vorgestellt.
- Kapitel 3: Das Kapitel behandelt den Bereich Asset Management in Kreditinstituten, beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Anlageziele dieser Institutionen. Der Fokus liegt auf der Integration von Private Equity in die Asset Allocation.
- Kapitel 4: Dieses Kapitel analysiert die Performance und das Risikoprofil von Private Equity. Es werden die wichtigsten Performance-Kennzahlen vorgestellt und verschiedene Risiken, wie z.B. das Blind-Pool-Risiko oder das Exitrisiko, erläutert.
Schlüsselwörter
Private Equity, Anlageklasse, institutionelle Anleger, Kreditinstitute, Asset Management, Beteiligungsformen, Investmentstrategien, Performancemessung, Risikoanalyse, Asset Allocation, Blind-Pool-Risiko, Exitrisiko, J-Curve.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Private Equity als Anlageklasse?
Private Equity bezeichnet Beteiligungskapital, das nicht an öffentlichen Börsen gehandelt wird. Es dient institutionellen Anlegern als alternative Anlageform mit Potenzial für hohe Renditen.
Warum investieren Kreditinstitute in Private Equity?
Angesichts sinkender Margen suchen Banken nach renditestarken Alternativen zu Aktien und Anleihen, um ihr Eigendepot (Depot A) zu optimieren.
Welche Risiken sind mit Private Equity verbunden?
Zu den Risiken gehören das Blind-Pool-Risiko, die eingeschränkte Fungibilität (Liquidität), das Exitrisiko sowie die sogenannte J-Curve (anfängliche Verluste vor Gewinnen).
Was sind die drei Phasen einer Private-Equity-Beteiligung?
Der Prozess gliedert sich in die Selektionsphase (Auswahl), die Investitionsphase (Haltezeit) und die Desinvestment-Phase (Exit/Verkauf).
Wie wird die Performance von Private-Equity-Fonds gemessen?
Wichtige Kennzahlen sind die Internal Rate of Return (IRR) sowie Verhältnisse wie Distributions to Paid-In Capital (D/PI).
- Quote paper
- Steffen Schlutt (Author), 2007, Private Equity als alternative Anlageform institutioneller Anleger insbesondere Kreditinstitute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93595